
Ein gebrauchter Schiffscontainer ist die schnellste Möglichkeit, zusätzliche Lagerfläche zu schaffen. Er wird geliefert, abgesetzt und kann am selben Tag befüllt werden. Ein 20-Fuß-Container bietet rund 14 Quadratmeter Grundfläche und 33 Kubikmeter Rauminhalt, ist aus Cortenstahl, abschließbar und bei intaktem Zustand wind- und wasserdicht. Für den Preis eines Containers bekommt man kein Gartenhaus und keinen Anbau mit vergleichbarer Fläche. Aktuelle Preise finden Sie auf unserer Seite zu Seecontainer Preisen.
Zwei Eigenschaften muss man dabei einplanen. Der Container ist im Rohzustand nicht gedämmt und hat keine Fenster. Beides ist für die reine Lagerung kein Nachteil, es bestimmt aber, was sich darin lagern lässt und wie man mit Feuchtigkeit umgeht. Dieser Beitrag zeigt sechs bewährte Nutzungen, erklärt, wie Lagergut trocken bleibt, und was baurechtlich zu beachten ist.
Seecontainer als Lagerfläche nutzen – 5 kreative Ideen
Rund 6 x 2,43 Meter misst die Grundfläche eines Standard-Containers. Das ergibt gut 14 Quadratmeter Lagerfläche, die sich per Kran ad hoc im Garten aufstellen lassen. Ein Vorteil: Der Preis für einen gebrauchten Schiffscontainer liegt mit rund 3000 Euro deutlich niedriger als die Kosten für ein Gartenhaus oder einen Anbau mit entsprechender Grundfläche. Ein Nachteil: Der Container hat im Rohzustand keine Fenster und ist nicht gedämmt. Welche Dinge lassen sich dennoch gut im Container auslagern?
1. Container als Möbellager bei Renovierung oder Umzug
Sobald ein Raum gestrichen, ein Boden verlegt oder ein Bad saniert wird, müssen die Möbel für einige Wochen aus dem Haus. Ein Container auf dem Grundstück ersetzt die angemietete Lagerbox und den Transport dorthin. Die Möbel bleiben in Reichweite, und nach der Renovierung wird der Container abgeholt oder bleibt als Dauerlager stehen.
Für Möbel, Matratzen und Polster gilt: nicht direkt an die Stahlwand stellen und nicht auf den nackten Boden. Ein Abstand von einigen Zentimetern zur Wand und Paletten oder Latten unter dem Lagergut sorgen dafür, dass Luft zirkulieren kann und Kondenswasser nicht in den Stoff zieht. Wer für einen Umzug lagert, sollte den Container so packen, dass die Möbel nicht direkt an der Wand stehen und die Türen frei bleiben. Wie das geht, erklärt unser Beitrag Container richtig beladen.
2. Container als Garage für Zweit- und Saisonfahrzeuge
Motorräder, Quads, Oldtimer im Winter, Fahrräder und E-Bikes stehen in vielen Haushalten im Freien oder im engen Carport. Ein 20-Fuß-Container nimmt ein Fahrzeug mit bis zu 2,30 Metern Breite auf, ein High Cube bietet 2,69 Meter Innenhöhe. Für einen Pkw ist ein Standardcontainer mit 2,35 Metern Innenbreite knapp, man kann die Türen nur einen Spalt öffnen. Für Motorräder, Anhänger, Rasentraktoren und Fahrräder ist er ideal.
Der Container ist abschließbar und aus Stahl, das erschwert Diebstahl deutlich. Bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor darauf achten, dass Kraftstoff und Öl nicht im geschlossenen Container ausdünsten. Ein Lüftungsgitter in der Tür oder ein Ventilator schafft Luftaustausch. Wer den Container dauerhaft als Garage nutzt, sollte vorab die Baugenehmigung prüfen, siehe unten. Ein Praxisbeispiel mit Gym, Werkstatt und Stellplatz zeigt unser Beitrag Ein Container als Garage.
3. Container als Geräteschuppen und Gartenlager
Rasenmäher, Gartengeräte, Gartenmöbel, Polster, Grill, Spielgeräte und Brennholz brauchen im Winter einen trockenen Platz. Ein Container leistet das ohne Fundamentplatte, ohne Zimmerer und ohne wochenlange Bauzeit. Für Gartengeräte reicht ein 10-Fuß-Container mit knapp 7 Quadratmetern, der zudem in den meisten Bundesländern unter der Volumengrenze für verfahrensfreie Gebäude bleibt.
Optisch lässt sich ein Container an die Umgebung anpassen. Eine Lackierung in RAL-Farbe, eine Holzverkleidung oder eine Begrünung mit Rankgitter sind gängige Lösungen. Helle Farben haben dabei einen praktischen Vorteil: In unseren Messungen lagen helle Container bei direkter Sonne im Spitzenbereich rund 8 bis 12 Kelvin unter dunklen. Für Lagergut, das Hitze nicht verträgt, etwa Farben, Lacke, Reifen oder Kunststoffpolster, ist ein heller Container die bessere Wahl.
4. Container als Hobbyraum und Werkstatt
Wer im Container schraubt, trainiert oder musiziert, nutzt ihn nicht mehr nur als Lager. Für regelmäßige Aufenthalte sind Dämmung, Fenster, Stromanschluss und eine Lüftung sinnvoll, für Musik zusätzlich Schalldämmung. Bei der Dämmung entscheidet die Ausführung darüber, ob die Stahlhülle hinter der Dämmung rostet oder trocken bleibt. Welche Methoden funktionieren und welche nicht, erklärt unser Beitrag Container richtig dämmen.
Ein Punkt ist baurechtlich wichtig: Sobald der Container regelmäßig als Aufenthaltsraum genutzt wird, gilt er nicht mehr als Lagergebäude. Dann sind Raumhöhe, Fenster, Rettungsweg und Wärmeschutz vorgeschrieben, unabhängig vom Volumen. Wer einen Hobbyraum plant, sollte das vor dem Umbau mit dem Bauamt klären.

5. Container als gewerbliches Lager
Handwerksbetriebe, Händler und Vereine nutzen Container für Material, Werkzeug, Aktenarchiv und Saisonware. Regale an beiden Längswänden mit einem Mittelgang von rund einem Meter machen aus einem 20-Fuß-Container ein vollwertiges Kleinlager mit rund 12 laufenden Metern Regalfläche. Für Akten und Ware, die keine Feuchtigkeit vertragen, gelten die gleichen Regeln wie bei Möbeln: Abstand zur Wand, Paletten unter dem Lagergut, keine offenen Kartons auf dem Boden.
Gegen Einbruch helfen eine Schlosskiste über den Verschlussstangen und ein Bügelschloss mit gehärtetem Bügel. Welche Systeme sich bewährt haben, zeigt unser Beitrag zur Diebstahlsicherung am Lagercontainer. Auf Betriebsgeländen ist ein Container meist unkompliziert aufzustellen, auf Flächen mit Bebauungsplan sollte die Nutzung als Lagergebäude vorher abgestimmt werden.
6. Container vermieten: Self-Storage auf dem eigenen Grundstück
Wer Platz hat, kann Container nicht nur selbst nutzen, sondern vermieten. Self-Storage mit Seecontainern ist ein einfaches Geschäftsmodell: Ein befestigter, eingezäunter Platz, eine Zufahrt, eine Reihe 20-Fuß-Container, jeder mit eigenem Schloss, und Mieter, die monatlich zahlen. Die Nachfrage kommt von Privathaushalten bei Umzug, Trennung oder Renovierung und von Handwerkern, die Material und Werkzeug in der Nähe ihrer Baustellen lagern wollen.
Entscheidend ist der Standort. Ein Container-Storage lebt von Kunden im Umkreis weniger Kilometer, deshalb zählen Sichtbarkeit von der Straße, gute Erreichbarkeit und ein Einzugsgebiet mit Wohnbebauung oder Gewerbe. Der Untergrund muss tragfähig und eben sein, Schotter oder Asphalt, kein Rasen. Für die Container selbst reichen gebrauchte, wind- und wasserdichte Einheiten, die Mieter zahlen für trockenen, sicheren Platz, nicht für Lack. Beleuchtung, Kamera und ein Zugangssystem am Tor erhöhen die Zahlungsbereitschaft.
Zwei Dinge sollte man vermeiden. Zwischenmieter, die ihrerseits untervermieten, führen fast immer zu Ärger bei Zugang, Haftung und Zahlung. Und die Aufstellung von mehreren Containern zur Vermietung ist ein gewerbliches Bauvorhaben, das genehmigt werden muss, auch wenn die einzelnen Container klein sind.
Wie Lagergut im Container trocken bleibt
Kondenswasser ist das einzige Problem, das bei der Lagerung im Container regelmäßig auftritt, und es entsteht immer nach demselben Prinzip. Kühlt die Stahlhülle in der Nacht oder bei Wetterwechsel unter den Taupunkt der Innenluft ab, schlägt sich die Feuchtigkeit an Dach und Wänden nieder und tropft von der Decke. Die Luft im Container ist dabei nicht feuchter als draußen, die Stahlfläche ist nur kälter.
Daraus folgen physikalisch nur zwei Wege, Feuchtigkeit zu vermeiden: die Oberflächen wärmer halten oder die Luft trockener machen. Alles andere ist Symptombehandlung.
Die Oberflächen wärmer halten bedeutet Dämmung. Eine Dämmung von innen verhindert, dass die Raumluft die kalte Stahlfläche erreicht. Sie muss allerdings dampfdicht ausgeführt werden, sonst kondensiert die Feuchtigkeit hinter der Dämmung auf dem Stahl, wo niemand sie sieht. Für ein reines Lager ist der Aufwand meist nicht nötig, für Hobbyraum und Werkstatt schon.
Die Luft trockener machen ist der Weg für Lagercontainer. Dazu gehört zuerst, keine Feuchtigkeit hineinzubringen: keine nassen Gartenmöbel, kein feuchtes Brennholz, keine Kartons, die vor dem Einlagern im Regen standen. Pappe nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie über Wochen wieder ab. Wer Kartons lagert, stellt sie auf Paletten und nicht direkt an die Wand. Zweitens hilft ein Entfeuchter: Granulatentfeuchter für kleine Mengen, ein elektrischer Entfeuchter mit Abfluss, wenn Strom vorhanden ist. Drittens muss der Container dicht sein. Undichte Türdichtungen und Roststellen lassen bei jedem Regen Wasser hinein, das anschließend verdunstet und kondensiert.
Zusätzliche Lüfter lösen das Problem nicht. Sie tauschen Innenluft gegen Außenluft, die in der Nacht dieselbe Feuchtigkeit hat. In unserer Feldmessung mit fünf Containern über acht Tage brachten Lüfter und Whirlybird bei Kondensat und Hitze keinen messbaren Unterschied. Ausführlich erklären wir das im Beitrag Kondensation im Container.
Eignen sich Container als Weinlager?
Wein braucht rund 12 Grad und 70 Prozent Luftfeuchtigkeit, das ganze Jahr. Ein Standardcontainer erreicht das nicht, im Sommer werden ungedämmte Container in der Sonne innen deutlich über 40 Grad warm. Wer Wein lagern will, braucht entweder einen gedämmten Container mit Klimagerät oder gleich einen Kühlcontainer. Der Kühlcontainer ist ab Werk gedämmt und hält mit seiner Kältemaschine jede Temperatur zwischen minus 25 und plus 25 Grad. Er ist als Lager teurer, für temperaturempfindliche Ware aber die einzige Lösung ohne Umbau. Worauf beim Kauf eines gebrauchten Kühlcontainers zu achten ist, steht auf unserer Seite zu Kühlcontainern.
Brauche ich für einen Lagercontainer eine Baugenehmigung?
Ein Schiffscontainer gilt baurechtlich als Gebäude, sobald er dauerhaft aufgestellt wird und betreten werden kann. Dass er ohne Fundament steht und theoretisch mobil ist, spielt keine Rolle. Ob ein Bauantrag nötig ist, hängt vom Brutto-Rauminhalt, von der Nutzung und vom Standort ab.
Für Gebäude ohne Aufenthaltsräume gibt es in jeder Landesbauordnung eine Volumengrenze, bis zu der die Aufstellung verfahrensfrei ist. Sie liegt im Innenbereich je nach Bundesland zwischen 30 und 75 Kubikmetern. Ein 10-Fuß-Container hat rund 19 Kubikmeter und bleibt überall darunter. Ein 20-Fuß-Container hat rund 38 Kubikmeter und liegt in einigen Bundesländern über der Grenze. Im Außenbereich gelten deutlich niedrigere Werte, dort ist ein Lagercontainer meist nicht zulässig.
Verfahrensfrei heißt nicht, dass keine Vorschriften gelten. Abstandsflächen zum Nachbarn, Bebauungsplan und örtliche Satzungen sind einzuhalten, und eine Nutzung als Aufenthaltsraum ist immer genehmigungspflichtig. Die Übersicht für alle Bundesländer und die häufigsten Irrtümer finden Sie in unserem Ratgeber zur Baugenehmigung für Container. Für die Aufstellung selbst gilt: Der Container steht auf seinen vier Ecken, auf weichem Boden sinken sie ein und die Türen klemmen. Welche Fundamente sich bewährt haben, zeigt unser Beitrag zu Fundamenten für Container.
Häufige Fragen zum Lagercontainer
Rund 14 Quadratmeter Grundfläche und 33 Kubikmeter Rauminhalt, bei einem High Cube 37 Kubikmeter. Das entspricht dem Hausrat einer Drei-Zimmer-Wohnung oder etwa 10 Europaletten in einer Lage.
Keine feuchten Gegenstände einlagern, Kartons und Möbel auf Paletten und mit Abstand zur Wand stellen, einen Entfeuchter einsetzen und auf dichte Türdichtungen achten. Zusätzliche Lüfter verhindern Kondenswasser nicht.
Ein 10-Fuß-Container liegt mit rund 19 Kubikmetern in allen Bundesländern unter der Volumengrenze für verfahrensfreie Gebäude ohne Aufenthaltsräume. Ein 20-Fuß-Container mit rund 38 Kubikmetern überschreitet sie in einigen Bundesländern. Abstandsflächen und Bebauungsplan gelten in jedem Fall.
Ja, für Motorräder, Fahrräder, Anhänger und Gartentechnik ohne Einschränkung. Für einen Pkw ist die Innenbreite von 2,35 Metern knapp. Bei dauerhafter Nutzung als Garage sollte die Baugenehmigung vorab geklärt werden.
Bei geeignetem Standort ja. Entscheidend sind Sichtbarkeit, Erreichbarkeit, ein befestigter Untergrund und eine Genehmigung als gewerbliches Bauvorhaben. Gebrauchte, wind- und wasserdichte Container reichen dafür aus.
Hallo, ich habe einige Fragen zu Containern und den Transport nach Kenia. Ich bin gerade dabei eine Gemeinnützige UG zu gründen . Es soll grob gesagt, in Kenia , jungen Leuten eine Art Berufsausbildung ermöglicht werden ,hauptsächlich im Metallbau und verschiedene Schweißverfahren. Mein Plan ist , so ab November diesen Jahres einen 40 Fuss Container gebraucht zu kaufen, welcher aber noch verschifft werden kann. Der Container soll dann in Kenia zu einer Werkstatt umgebaut werden, deshalb Kaufcontainer.
Ist es erlaubt Druckgasflaschen mit Argon und Mischgas ( Argon und Co2 ) zu versenden ?
Wieviel würde ungefähr der Schiffstransport nach Mombasa kosten , wenn ich den Transport zum Hafen selber organisiere?
Mein größtes Problem ist allerdings , ungefähre Preise für den Einfuhrzoll zu bekommen, haben sie eventuell Kontakte zu Kenianischen Zollagenten ?
Es sollen hauptsächlich gebrauchte Maschinen , ( Schweißgeräte ) gebrauchte Kaminöfen , Möbel , Bauholz usw. verschifft werden. Und wenn möglich leere ( zum in Kenia zu füllende) oder besser noch volle Gasflaschen versendet werden. ( da in Kenia extrem teuer ) .
MfG Y. Funke
Hallo Containerbasis!
Haben Sie mal Aufzüge in mehrgeschossigen Containerkomplexe eingebaut?
Gibt es dafür Module?
Vielen Dank und viele Grüße,
Hanna Jonsson