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Fish in a Box: Bio-Fischzucht im Seecontainer

September 1, 2016

Der Öko-Konzern Waldland hat einen Aquakultur-Container zur Zucht von Bio-Fischen auf Bauernhöfen entwickelt. Hintergrund sind die Wachstumsziele der inländischen Fischzucht, die das Ministerium für ein lebenswertes Österreich ausgegeben hat. Waldland will mit dem Containerkonzept eine regionale und ressourcenschonende Alternative zu industriellen Aquakulturen schaffen.

Der österreichische Öko-Konzern Waldland, der unter anderem in den Bereichen ökologischer Landbau und Bio-Fischzucht, Naturkosmetika sowie alternative Energien tätig ist, hat einen Aquakultur-Tank für die Bio-Fischzucht in landwirtschaftlichen Betrieben entwickelt. Die Besonderheit: Basis ist ein recycelter Standard-Seecontainer im 20-Fuß-Maß (TEU), der mit einem Wasserbecken und Kreislaufanlage für die Zucht von Edelwelsen ausgestattet ist.

Mit Plug &  Play zur Bio-Wels-Aquakultur

Der neu entwickelte Container erlaubt einen schnellen und einfachen Einstieg in die Zucht von Bio-Edelwelsen – Waldland selbst züchtet in seinen Kulturen 20.000 kg Bio-Edelwels im Jahr –  auf nahezu jedem Bauernhof. Konzipiert nach dem Plug & Play-Prinzip werden vor Ort nur ein Wasseranschluss (Kaltwasser, Warmwasser, Heizung) sowie ein Stromanschluss für Licht und Wasserpumpe vorhanden sein. Alles andere ist im Zucht-Container bereits enthalten. Auch die Edelwelse zur Weiterzucht werden von Waldland geliefert. Im nächsten Schritt sollen auch Flussbarsche und Zander in der Container-Aquakulturen gezüchtet werden.

Ressourcenschonend und regional

Der Vorteil: Landwirtschaftliche Betriebe können sich mit der Container-Fischzucht neue Einnahmequellen erschließen – regional, ressourcenschonend und ohne großen Investitionsbedarf. Denn die Nachfrage nach Fisch als Lebensmittel steigt. 75 % der Fischbestände in Europa gelten jedoch laut dem österreichischen Ministerium für ein lebenswertes Österreich als bedroht. Die österreichische „Strategie zur Förderung der nationalen Fischproduktion“ (Aquakultur 2020)  sieht daher vor, durch die Förderung von Fischteichanlagen den Selbstversorgungsgrad bei Süßwasserfischen bis 2020 von derzeit rund 34 % auf 60 % zu steigern.

Hier setzt Waldland mit seinem Bio-Fischzucht-Container an und will so ein Gegengewicht gegen industrielle Aquakulturen schaffen. Die erste Container-Fischzucht ist bereits im Bezirk Krems/Niederösterreich in Betrieb.

Bildquelle: Greenpeace

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