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twotimestwentyfeet

2x20ft: Kreative Architektur mit Standard-Seecontainern

TwoTimesTwentyFeet = Zweimal zwanzig Fuß: Der Name ist Programm. Peter Weber, Inhaber und Ideengeber des Unternehmens, nutzt gebrauchte Seecontainer für moderne Containerarchitektur, von praktisch bis ausgefallen.

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Ob gläsern auf der CeBIT, mit Container-Pool beim Nike Women´s Run oder als Hipster-Hostel bei Rock im Ring: TwoTimesTwentyFeet, eine Marke des Berliner Architekturbüros artdepartment berlin gmbh, entwickelt Eventcontainer als Eyecatcher für Messen und Marketing, Gastronomie und Verkauf. Und nicht nur das: Auch Büros, Wohngebäude und sogar Gewächshäuser sind im Angebot. Die Basis: Gebrauchte Seecontainer im 20- oder 40-Fuß-Standardmaß (TEU/FEU) beziehungsweise deren High-Cube-Varianten (20 oder 40 ft hc)

Entstanden ist die TwoTimesTwentyFeet nach einem Auftrag der Messegesellschaft Bread & Butter, ein temporäres, aufmerksamkeitsstarkes Gebäude zu errichten. Der Container-Entwurf für das Booking Office der Bread & Butter Modemesse – ein Jahr später auf derselben Messe weiterentwickelt als Showroom für Hilfiger Denim (siehe http://www.twotimestwentyfeet.com/portfolio/hilfiger-denim-bread-butter-w2010-2011/ ) – überzeugte: nicht nur den Kunden, sondern auch die Macher.

Denn die Flexibilität, Stabilität und hohe Tragkraft der Seecontainer ermöglichen komplexe Strukturen und bieten Raum für Kreativität. Ihre Standardisierung hinsichtlich Format und Material macht sie zu einem kalkulierbaren und günstigen Baustoff. Dazu Peter Weber, Inhaber und CEO von 2x20ft: „Container sind wie großes Lego. Es macht jedem Spaß, damit zu spielen. Das Preis-/Leistungsverhältnis in Bezug auf Größe und Tragkraft ist hervorragend.“

Besonders gefragt sind die Containerkonzepte von TwoTimesTwentyFeet im Messe- und Promotionbereich – dort wo Mobilität und Design gleichermaßen wichtig sind. Auch in der Gastronomie erwartet Weber ein wachsendes Interesse an Containergebäuden, anders als bei Wohnhäusern: „Das private Containerhaus wird hier eine Ausnahme bleiben.“ Denn „obwohl es tolle Lösungen gibt“ – mit Loft-Flair statt Trailerpark-Trostlosigkeit, individuell geplant statt als Modulbau aus China – machen in Deutschland Bauvorschriften und klimatische Bedingungen ein Containerhaus zu Wohnzwecken vergleichsweise teuer und kompliziert in der Genehmigung.

container haus, 2x20ft

Was alles möglich ist, zeigt jedoch das Pall Mall Hostel von 2x20ft. Entworfen für die Musikfestivals Rock am Ring und Rock im Park wurde der zweitstöckige Containerkomplex samt „Hotelzimmern“ mit Ausblick auf die Bühnen, Bar und VIP-Bereich vom TÜV Rheinland als fliegender Bau zertifiziert. Wie ein Zirkuszelt oder ein Fahrgeschäft auf dem Jahrmarkt kann der Containerbau mit dem TÜV-Prüfbuch überall in Deutschland aufgestellt werden – ohne erneutes Genehmigungsverfahren und „in dieser Größe erstmalig in Deutschland“.