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Containerpool: echte Kosten, Probleme und Alternativen 2026

Blick von oben in das Becken eines Containerpools mit Innenauskleidung

Ein Containerpool, auch Poolcontainer oder Container-Pool genannt, ist ein Schwimmbecken im Format eines Seecontainers. Je nach Anbieter kostet er 2026 rund 20.000 bis 50.000 Euro, bekannte Anbieter liegen bei 30.000 bis 50.000 Euro. Betonplatte, Kran, Elektriker, Erdung und Wasseranschluss sind darin meist nicht enthalten. Verkauft wird der Pool oft als Upcycling. Wir arbeiten seit über 15 Jahren jeden Tag mit genau den Containern, aus denen diese Pools gebaut werden, und halten das Konzept für eine Modeerscheinung. Auf dieser Seite gehen wir die Werbeversprechen der Anbieter einzeln durch. Das ist unsere Einschätzung aus der Containerpraxis, die Quellen stehen am Ende.

Im Video geht Andreas Atrott die Versprechen der Anbieter mit Zitaten und Quellen durch.

Was als Containerpool verkauft wird

Unter dem Begriff laufen fünf verschiedene Produkte:

  1. Ein echter Seecontainer, in den eine Schwimmbadfolie eingezogen wird.
  2. Ein Seecontainer mit einer Beschichtung direkt auf dem Stahl.
  3. Ein Container, in den eine Wanne aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) gesetzt wird.
  4. Ein halb aufgeschnittener Container, in den eine fertige Kunststoffwanne von oben eingesetzt wird. So haben wir es bei einem Hersteller in Frankreich gesehen.
  5. Ein neu geschweißter Stahlrahmen, der nur aussieht wie ein Container.

Die Unterscheidung entscheidet über Haltbarkeit und Sanierung und darüber, welche Werbeaussagen auf ein Produkt überhaupt zutreffen. Weiter unten kommen wir darauf zurück.

Die Maße stammen aus der Seefracht. Ein Container ist außen 2,44 m breit und nach ISO innen mindestens 2,33 m. Nach Dämmung und Folie oder Wanne bleiben rund 2,25 m Beckenbreite. Das Becken ist je nach Technikraum bei einem 20-Fuß-Container etwa 5 m lang, bei einem 40-Fuß-Container bis gut 11 m, die Wassertiefe liegt meist bei 1,40 bis 1,55 m.

Containerpool mit Beckenbereich und abgetrenntem Technikraum
Containerpool mit Beckenbereich vorne und Technik an der Stirnseite.

Was kostet ein Containerpool 2026?

Die Werte stammen aus Preislisten und Angeboten von Herstellern in Deutschland und Europa, Stand Oktober 2026. Viele Anbieter nennen keine Preise online, die Spannen sind deshalb Orientierungswerte.

AusführungTypischer PreisWas meist fehlt
GFK-Becken in Containeroptik, 4 bis 6 mab rund 14.000 € bruttoFracht, Kran, Montage, Elektro
6-m-Pool kleinerer Hersteller mit Filter und Wärmepumperund 20.000 bis 24.000 €Fundament, Kran, Anschlüsse
Bekannte Anbieter, 6 bis 12 mrund 30.000 bis 50.000 €Fundament, Kran, Anschlüsse
Miete für Veranstaltungenab rund 330 € netto pro TagTransport, Auf- und Abbau

Was zusätzlich nötig ist, steht bei den Anbietern meist im Kleingedruckten: eine statisch bemessene Betonplatte oder ein Stahlrahmen, von einem Bauunternehmen geplant und abgenommen, dazu Kran, Elektriker, Wasser- und Abwasseranschluss und eine Erdung, denn im Garten steht eine Stahlkiste mit Wasser und Strom. Das sind Bauarbeiten. Sie finden bei Ihnen statt und stehen nicht im Angebotspreis.

PostenRichtwert
Statisch bemessene Betonplatte oder Stahlrahmen für 15 bis 40 tje nach Boden und Größe meist mehrere tausend Euro
Autokran für das Absetzenmeist 500 bis 800 € pro Einsatz
Elektriker, Erdung, Fehlerstromschutz, Zuleitungnach Aufwand
Wasser- und Abwasseranschluss, erste Füllungnach Aufwand und örtlichem Wasserpreis
Gegenstromanlage, falls nicht enthaltenrund 4.000 € Aufpreis
Heizen eines oberirdischen Stahlbeckens5 bis 6 € am Tag, nur um die Temperatur zu halten (Rechnung weiter unten)

Vorsicht bei Billigangeboten

Im Netz finden sich komplette Containerpools mit Wärmepumpe für 3.000 bis 12.000 Euro, lieferbar in wenigen Tagen. Für einen kompletten Pool mit Technik sind diese Preise nicht realistisch. Typische Merkmale solcher Shops sind Vorkasse per Überweisung, ein Impressum ohne Handelsregister und Geschäftsführer, eine Freemail-Adresse, Texte mit Übersetzungsresten und Bewertungen, die sich wiederholen. Seriöse Hersteller nennen ihren Fertigungsort, Lieferzeiten von mehreren Wochen und zeigen auf Wunsch ein Referenzbecken.

Die Werbeversprechen im Praxistest

Die zitierten Aussagen stammen von Webseiten aktueller Anbieter. Wir nennen hier keine Firmennamen, die Formulierungen finden sich so oder ähnlich bei vielen Herstellern.

„Upcycling aus recycelten One-Way-Containern“

Das ist der Kern des Marketings, oft verbunden mit dem Satz, Containerpools würden den ökologischen Fußabdruck „massiv“ reduzieren. Ein One-Way-Container ist aber kein gebrauchter Container. Er wird von einem Großhändler oder Händler beim Werk in China bestellt, oft mit Händlerausstattung wie hüfthohen Verriegelungsstangen, zusätzlichen Lüftern und einer Lockbox, die keine Reederei braucht. Damit er nicht leer über den Ozean fährt, geht er einmal mit Ladung an den Zielort. Das nennt man One-Way-Lease, und die Reederei spart sich dadurch sogar eine Leerfahrt. Diese Box war nie Teil einer Reedereiflotte und hat nie im Hafen auf jemanden gewartet. In unseren Zustandsklassen ist sie ein neuer Container der Klasse 5 von 5.

Auch die Erzählung, Reedereien würden ihre Container nach einer Fahrt nicht mehr abholen, hält den Zahlen nicht stand. Nach Sea-Intelligence fährt weltweit fast jeder dritte Container leer, rund 30 Prozent der Transportleistung sind Leerfahrten. Die Branche schätzt das auf rund 60 Millionen Leerbewegungen und etwa 20 Milliarden Dollar im Jahr. Wer so viel Geld ausgibt, um leere Boxen zurückzuholen, lässt sie nicht im Hafen stehen. Ein amerikanischer Anbieter schreibt es selbst auf seine Seite: Seine Pools entstehen aus „newly manufactured units used for one overseas shipment“, also aus neu gefertigten Containern. Und ein Container, der wirklich am Ende ist, wird nicht zu Müll, sondern als Stahlschrott eingeschmolzen.

„Ohne Baugenehmigung, weil als mobiles Objekt eingestuft“

Ob ein Pool genehmigungsfrei ist, hängt nicht davon ab, ob er an einen Kranhaken passt. Das regelt die Landesbauordnung. Die Musterbauordnung stellt in § 61 Schwimmbecken bis 100 m³ Beckeninhalt verfahrensfrei, und die meisten Länder haben das so oder ähnlich übernommen. Das gilt für jeden Pool, egal ob aus Beton, Folie oder Stahl. Verfahrensfrei heißt aber nicht regelfrei: Bebauungsplan und Abstandsflächen gelten weiter. In Nordrhein-Westfalen etwa muss ein Becken, das mehr als 1 m aus dem Boden ragt, 3 m Abstand zur Grundstücksgrenze halten, und Containerpools stehen 1,2 bis 1,6 m hoch. Je nach Land ist eine Anzeige oder Kenntnisgabe bei der Gemeinde nötig. Im Außenbereich nach § 35 Baugesetzbuch ist ein privater Pool in der Regel gar nicht zulässig. In Niederösterreich sind Becken bis 50 m³ bewilligungs- und meldefrei. Fragen Sie vorher beim Bauamt nach, das kostet nichts. Mehr dazu im Ratgeber zur Baugenehmigung für Container.

„Kein Fundament, keine Bauarbeiten“

Ein leerer 20-Fuß-Container wiegt rund 2 t, ein 40-Fuß-Container rund 4 t. Gefüllt liegt ein Containerpool bei 15 bis 40 t, und ein Container trägt seine Last über die vier Eckpfosten. So viel Gewicht auf vier Eckbeschlägen setzt sich auf Rasen ungleichmäßig, und schon wenige Zentimeter an einer Ecke kippen die Wasserlinie sichtbar. Deshalb verlangen dieselben Anbieter, die mit „kein Betonfundament“ werben, im Kleingedruckten eine statisch bemessene Betonplatte oder einen Stahlrahmen. Hinweise zur Ausführung gibt der Beitrag zum Fundament für Container.

„Stahl in Marinequalität“

Gemeint ist trapezförmig profilierter Cortenstahl. Er schützt sich selbst mit einer dichten Rostschicht, aber nur, wenn er abwechselnd nass wird und wieder trocknet. Steht Wasser dauerhaft auf dem Stahl, bildet sich keine Schutzschicht, und es droht Lochfraß. Der Stahlhersteller ArcelorMittal schreibt dazu, dass wetterfester Stahl unter dauerhaft nassen oder feuchten Bedingungen oxidiert wie jeder ungeschützte Baustahl, und rät vom Einsatz in ständigem Kontakt mit Wasser ab. Ein Container ist für Regen gebaut, nicht für ein Wasserbecken.

Deshalb berührt beim Poolcontainer nie der Stahl das Wasser, sondern eine Folie oder eine Beschichtung. Folie ist nicht dampfdicht. Entsteht darunter ein Rostpunkt, arbeitet er weiter. Eine Beschichtung direkt auf dem Stahl hängt vollständig von der Verarbeitung ab: Stimmt die Mischung nicht, ist der Untergrund feucht oder sind die Kanten nicht vorbereitet, kommt der Rost von Beginn an durch. In einem deutschen Poolforum beschreibt ein Besitzer genau das: ein Becken aus einem 18 Jahre alten Seecontainer mit PU-Beschichtung im Hochdruckverfahren, Rost an den Kanten ab der ersten Saison, jedes Jahr etwas mehr und später Blasen im Boden.

Spätestens nach zehn Jahren stellt sich die Frage nach der Sanierung. Bei einem normalen Folienbecken wird die Folie getauscht. Beim Container hängt sie an einer aufgeschweißten Oberkante, darüber sitzen Deck, Randabdeckung und Verkleidung. Für einen Folientausch muss also der halbe Pool zerlegt werden, und ist darunter Rost, hilft auch die neue Folie nicht. Eine Beschichtung auf Stahl lässt sich praktisch nicht erneuern. Wie Feuchte im Container entsteht, erklärt der Beitrag zu Kondenswasser im Container.

Blick von oben in das Becken eines Containerpools mit Innenauskleidung
Becken von oben: Nicht der Stahl hält das Wasser, sondern Folie, Beschichtung oder Wanne.

Hitze, Wärmedehnung und Eisdruck

Ein Containerblech wird in der Sonne sehr heiß. Bei Messungen auf einem Containerplatz in Florida lag ein helles Blech bei 42 Grad, ein rotes bei 47 Grad, bei 33 Grad Lufttemperatur. In unserer eigenen, veröffentlichten Messreihe in Brisbane lag ein dunkler Container innen im Schnitt 8 Grad über einem cremefarbenen. Unter Wasser hat derselbe Stahl dagegen vielleicht 25 Grad.

Stahl dehnt sich um 0,012 mm pro Meter und Grad. Bei einem 40-Fuß-Container und einer Spanne von minus 10 Grad im Winter bis 50 Grad am Blech im Sommer ergibt das knapp 1 cm Längenänderung, und zwar in einem starren Kasten mit vier geschweißten Ecken und einem umlaufenden Rahmen oben. Eine eingesetzte Wanne aus Polypropylen dehnt sich nach Tabellenwert etwa fünfzehnmal so stark wie der Stahl um sie herum. Bei 11 m Länge und 40 Grad Unterschied will sich so eine Wanne um sieben bis acht Zentimeter bewegen. Das lässt sich konstruktiv lösen, aber nur, wenn es jemand rechnet. Bei der Fertigung, die wir in Frankreich besucht haben, haben wir niemanden rechnen sehen.

Im Winter verlangen Poolhersteller Eisdruckpolster, bei rechteckigen Becken vier bis fünf Stück, weil die Ecken am stärksten belastet werden. Bei einem geschweißten Stahlkasten liegt diese Last auf den Ecken und Schweißnähten. Im Forumsfall saß genau dort auch der erste Rost.

„Geringe Betriebskosten“

Ein Containerpool steht oberirdisch und hat an vier Seiten Luft. Ein Pool im Erdreich hat rundherum Erde als Dämmung, ein Container nur Blech. Bei jedem Pool gehen 60 bis 70 Prozent der Wärme über die Wasseroberfläche verloren, der Rest über Wände und Leitungen, und beim Container sind diese Wände Stahl an der Luft.

Zur Rechnung: 13 m³ Wasser brauchen rund 15 kWh Wärme pro Grad. Verliert das Becken nachts 5 Grad, müssen 75 kWh nachgeheizt werden. Mit einer Wärmepumpe bei einer Leistungszahl von 4 sind das knapp 20 kWh Strom, je nach Tarif 5 bis 6 Euro pro Tag, nur um die Temperatur zu halten. Eine dokumentierte Messung an einem ungedämmten Stahlbecken nennt sogar 6 bis 8 Grad Verlust pro Nacht. Dämmung und Abdeckung senken den Wert, kosten aber extra und stehen nicht in jedem Angebot. In Deutschland nutzen Sie das Becken drei bis vier Monate im Jahr. Die übrige Zeit steht eine tonnenschwere Stahlkiste im Garten, die beheizt, entleert oder eingewintert werden muss.

„Mobil und versetzbar“

Bei einem Umzug wird der Pool abgelassen, Kran und Tieflader werden bestellt, und am neuen Haus braucht es wieder eine Betonplatte, einen Kran, einen Elektriker und gegebenenfalls eine Anzeige bei der Gemeinde. Die Technik im Container mit verklebten PVC-Leitungen, Düsen, Skimmer und Verschraubungen hat dann zweimal am Kran gehangen und einige hundert Kilometer Autobahn hinter sich. Verklebte PVC-Verbindungen sind starr und für Leitungen gedacht, die sich nie bewegen. Ob nach dem Transport alles dicht ist, zeigt sich erst, wenn es tropft. Wie das Absetzen eines Containers abläuft, steht auf der Seite Container abladen.

„Individuell und maßgeschneidert“

Die Maße sind durch die Seefracht vorgegeben: rund 2,25 m Beckenbreite und 6 oder 12 m Länge. Zwei Erwachsene kommen darin kaum aneinander vorbei. Bemerkenswert ist, dass ein großer Anbieter auf seiner Startseite eine zweite Produktlinie führt: maßgeschneiderte Folienbecken auf einer Stahlrahmenkonstruktion, ohne Container, „ideal für Projekte, die eine individuelle Größe erfordern“. Wer wirklich ein individuelles Becken will, bekommt es also selbst beim Containerpool-Anbieter ohne Container.

Warum das Konzept aus unserer Sicht nicht aufgeht

Von den fünf Bauarten bleiben im Kern zwei Fälle. Im ersten hält der Container das Wasser selbst, mit Folie oder Beschichtung direkt am Stahl. Dann ist es wirklich ein Container, aber mit Chlorwasser auf Stahl, Wärmedehnung, Eisdruck in den Ecken und ohne vernünftigen Weg, das Becken nach zehn Jahren zu sanieren.

Im zweiten Fall hält eine GFK- oder Kunststoffwanne das Wasser, die auch allein stehen könnte. Technisch ist das in Ordnung. Dann ist der Container aber nur noch eine Blechverkleidung um einen normalen Aufstellpool, und diese Verkleidung ist ein neuer Container aus neuem Stahl. Verkauft werden trotzdem oft beide Eigenschaften im selben Satz, Upcycling und Marinequalität. Bei der fünften Bauart, dem neu geschweißten Stahlkasten, ist gar kein Container mehr enthalten. Wir haben selbst einen solchen Pool bauen lassen und importiert. Er kam in einem 40-Fuß-Container an, war aber selbst keiner.

Containerpool für Events vermieten?

Ein Pool, den bei Veranstaltungen wechselnde Gäste nutzen, ist rechtlich kein Privatpool. Es gilt § 37 Infektionsschutzgesetz, und die DIN 19643 ist als anerkannte Regel der Technik maßgeblich. Sie verlangt unter anderem mindestens 30 Liter Frischwasser pro Badegast. Bei 100 Gästen an einem Abend sind das 3 m³ für ein Becken, das vielleicht 12 m³ fasst.

Dazu kommt die Wasserbilanz: füllen, drei Tage Veranstaltung, ablassen, in der Werkstatt mit Wasser reinigen und beim nächsten Einsatz neu füllen. Bei 15 Einsätzen in einer Saison kommen nach unserer Rechnung über 200 m³ zusammen. Laut BDEW verbraucht ein Mensch in Deutschland 122 Liter am Tag, also rund 45 m³ im Jahr. Ein einziger Mietpool braucht pro Saison damit so viel Wasser wie vier bis fünf Menschen im ganzen Jahr, bei einem Produkt, das mit Nachhaltigkeit wirbt.

Containerpool selber bauen

Wer selbst baut, steht vor denselben Fragen wie die Hersteller. Die Seitenwände eines Seecontainers sind für Ladung ausgelegt, nicht für dauerhaften Wasserdruck von innen, und mit geöffnetem Dach fehlt zusätzlich die Aussteifung. Nötig sind eine Statik mit Verstärkungsrahmen, ein dauerhafter Korrosionsschutz, eine Auskleidung, die sich später tauschen lässt, und Pooltechnik mit Elektroanschluss und Erdung vom Fachbetrieb.

Als Basis taugt nur ein neuer Container. Ein One-Way-20-Fuß-Container kostet 2026 rund 1.900 bis 2.150 Euro netto ab Depot, die aktuelle Preisübersicht für Seecontainer nennt alle Größen. Der Container ist dabei der kleinste Posten. Den Großteil der Kosten machen Umbau, Auskleidung und Technik aus, wie bei jedem Containerumbau.

Seecontainer während des Umbaus zum Pool in einer Werkstatt
Bauphase in der Werkstatt: Der Aufwand steckt im Umbau und im Innenleben, nicht im Container.

Kann man einen Containerpool eingraben?

Teilweise oder ganz eingraben ist möglich, aber konstruktiv aufwendig. Ein Containerpool ist für die Aufstellung auf einer Fläche gebaut. Im Erdreich drückt die Erde von außen gegen die Wände, sobald das Becken zum Überwintern oder für einen Folientausch geleert wird. Die Außenseite ist dann nicht mehr zugänglich und muss dauerhaft gegen Korrosion geschützt sein. Nötig sind außerdem eine Drainage, bei hohem Grundwasser eine Sicherung gegen Auftrieb und ein Zugang zur Technik über eine Luke. Wer eingraben will, ist mit einem Becken aus Beton oder GFK besser bedient, das genau dafür gebaut ist.

Sechs Fragen an jeden Anbieter

Wenn Ihnen jemand einen Containerpool verkaufen möchte, sollten Sie auf diese Fragen klare Antworten bekommen.

  1. Ist es überhaupt ein Container oder ein neu geschweißter Stahlkasten in Containeroptik?
  2. Wer hält das Wasser: der Stahl mit Folie oder Beschichtung oder eine eigenständige Wanne?
  3. Wer hat Statik und Wärmedehnung gerechnet, und können Sie die Berechnung einsehen?
  4. Was ist im Preis nicht enthalten, zum Beispiel Fundament, Kran, Elektriker, Erdung, Wasser- und Abwasseranschluss?
  5. Wie wird das Becken in zehn Jahren saniert, und was kostet ein Folientausch?
  6. Wer ist der Hersteller laut Impressum und Handelsregister, und gibt es ein Referenzbecken zum Besichtigen?

Unser Fazit

Wer sich einen Pool in den Garten stellen möchte, soll das tun. Der Containerpool ist für uns aber eine Modeerscheinung: entweder ein schlecht gebauter Pool oder ein verkleideter Pool. In beiden Fällen bezahlen Sie für eine Geschichte, die so nicht stimmt. Wer einen Pool will, kauft besser einen Pool. Folienbecken, GFK-Becken oder ein rundes Stahlwandbecken sind breiter, lassen sich dämmen und später sanieren. 30.000 Euro für Containeroptik, verbunden mit dem Versprechen, damit etwas für die Umwelt getan zu haben, halten wir nicht für eine gute Investition.

Häufige Fragen zum Containerpool

Was kostet ein Containerpool?

Je nach Anbieter rund 20.000 bis 50.000 Euro, bekannte Anbieter liegen bei 30.000 bis 50.000 Euro. Fundament, Kran, Elektriker, Erdung sowie Wasser- und Abwasseranschluss kommen meist dazu. Angebote für 3.000 bis 12.000 Euro inklusive Wärmepumpe sind nicht realistisch.

Wie groß ist ein Containerpool?

Außen 2,44 m breit und 6 oder 12 m lang. Innen bleiben nach Dämmung und Auskleidung rund 2,25 m Breite. Das Becken ist bei einem 20-Fuß-Pool etwa 5 m lang, bei einem 40-Fuß-Pool bis gut 11 m, die Wassertiefe liegt meist bei 1,40 bis 1,55 m.

Ist ein Containerpool nachhaltig?

Kaum. Verwendet werden in der Regel neue One-Way-Container, die für den Verkauf gebaut und einmal mit Ladung verschifft wurden. Gerettet wird dabei kein Container. Ausgediente Container werden ohnehin als Stahlschrott eingeschmolzen.

Braucht ein Containerpool eine Baugenehmigung?

Schwimmbecken bis 100 m³ sind nach der Musterbauordnung und den meisten Landesbauordnungen verfahrensfrei, egal ob aus Beton, Folie oder Stahl. Bebauungsplan und Abstandsflächen gelten trotzdem, je nach Land ist eine Anzeige bei der Gemeinde nötig, und im Außenbereich ist ein privater Pool in der Regel nicht zulässig. Dass ein Containerpool mobil ist, spielt baurechtlich keine Rolle.

Braucht ein Containerpool ein Fundament?

Ja. Gefüllt wiegt ein Containerpool 15 bis 40 t, die über die vier Eckpfosten auf den Boden gehen. Auf Rasen setzt sich das ungleichmäßig. Die Anbieter verlangen deshalb im Kleingedruckten eine statisch bemessene Betonplatte oder einen Stahlrahmen.

Kann man einen Containerpool eingraben?

Möglich, aber aufwendig. Die Wände müssen den Erddruck bei leerem Becken aufnehmen, die Außenseite braucht dauerhaften Korrosionsschutz, dazu kommen Drainage, Auftriebssicherung und ein Technikzugang. Für den Einbau ins Erdreich sind Beton- oder GFK-Becken besser geeignet.

Kann man einen Containerpool selber bauen?

Technisch ja, aber nur mit Statik, Verstärkungsrahmen, dauerhaftem Korrosionsschutz, tauschbarer Auskleidung und Pooltechnik vom Fachbetrieb. Als Basis eignet sich nur ein neuer One-Way-Container. Der Container ist dabei der kleinste Kostenposten.

Wie hoch sind die Heizkosten?

13 m³ Wasser brauchen rund 15 kWh Wärme pro Grad. Verliert ein oberirdisches Stahlbecken nachts 5 Grad, sind mit Wärmepumpe knapp 20 kWh Strom nötig, je nach Tarif 5 bis 6 Euro pro Tag, nur um die Temperatur zu halten. Dämmung und Abdeckung senken den Wert.

Kann man einen Containerpool mieten?

Ja, einzelne Hersteller vermieten Containerpools ab rund 330 Euro netto pro Tag, zuzüglich Transport, Auf- und Abbau. Bei Veranstaltungen mit wechselnden Gästen gelten § 37 Infektionsschutzgesetz und die DIN 19643, unter anderem mit mindestens 30 Litern Frischwasser pro Badegast.

Woran erkenne ich unseriöse Angebote?

An Preisen deutlich unter 15.000 Euro für einen kompletten Pool mit Heizung, an Lieferzeiten von wenigen Tagen, an Vorkasse per Überweisung und an einem Impressum ohne Handelsregister und Geschäftsführer. Seriöse Hersteller nennen ihren Fertigungsort und zeigen Referenzen.

Quellen

Andi’s Container Report

Einmal im Monat per E-Mail von der Containerbasis GmbH: die aktuellen Containerpreise für Deutschland, Österreich und die Schweiz, dazu Hinweise zu Regeln und Genehmigungen sowie neue Videos und Angebote. Die Anmeldung ist kostenlos, abbestellen können Sie jederzeit.

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Über den Autor

Andreas Atrott
Andreas Atrott
Über 15 Jahre Erfahrung in der Containerbranche. Neben dem Containerhandel mit 3000+ Kunden verwandelt er mit seinem Team Container in Umbauprojekte wie die Doppelbox. Herr Atrott ist Gründer & Geschäftsführer der CONTAINERBASIS GmbH mit Sitz in Hamburg und betreibt die YouTube-Kanäle CONTAINERBASIS MIT ANDI und Andy knows Containers. Weitere Infos zu Herrn Atrott findest du hier.
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11 Antworten auf „Containerpool: echte Kosten, Probleme und Alternativen 2026“

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    Ich interessiere mich für einen Containerpool aber würde diesen gerne fest installieren, sprich tatsächlich in den Hang ein Graben eineinhalb Seiten offen mit Sichtfenster.
    Spricht ihres Erachtens etwas dagegen den Pool tatsächlich fest zu installieren?
    Gebe es da Probleme zwecks Rost oder Kälte oder Ähnliches?
    Vielen Dank für ein kurzes Feedback.
    Beste Grüße
    Christof Panzer

  2. Sehr geehrte Damen und Herren,
    Ich interessiere mich für einen Containerpool aber würde diesen gerne fest installieren, sprich tatsächlich in den Hang ein Graben eineinhalb Seiten offen mit Sichtfenster.
    Spricht ihres Erachtens etwas dagegen den Pool tatsächlich fest zu installieren?
    Gebe es da Probleme zwecks Rost oder Kälte oder Ähnliches?
    Vielen Dank für ein kurzes Feedback.
    Beste Grüße
    Jan

  3. Hallo, ich interessiere mich für einen Container Pool!
    Können sie Kontakt aufnehmen?

    Wir haben zusätzlich noch ein paar Wünsche, gefreuten uns auf Kontakt!

    LG

  4. Hallo ich Interessiere mich für einen 40 Fuss Containerpool zu festen Montage in unserem Garten. Seltener vorhanden um mit Kran abzuladen ! Bitte um Preis und vielleicht Ausstattung danke.

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