Arztcontainer für Flüchtlinge

Arztcontainer für Flüchtlinge: Dolmetscher per Konferenzschaltung

Hamburg geht neue Wege in der medizinischen Versorgung von Asylsuchenden. Um das allgegenwärtige Dolmetscherproblem zu lösen und Übersetzungsfehler ehrenamtlicher Helfer zu vermeiden, setzt die Hansestadt auf speziell ausgestattete Arztcontainer. Die Besonderheit: Per Videoübertragung können Dolmetscher für 50 Sprachen in Echtzeit zugeschaltet werden – für eine bessere Verständigung zwischen Arzt und Patient.

Ein Pilotprojekt auf dem Baumarkt-Parkplatz: Wo vor einiger Zeit noch Heimwerker ihre Autos parkten, steht in Hamburg-Osdorf seit Jahresbeginn 2016 ein Containerkomplex für die medizinische Versorgung von 1.200 Flüchtlingen. Soweit nicht ungewöhnlich. Deutschlandweit werden in Erstaufnahmeeinrichtungen Raumcontainer als Wohn- und Verwaltungseinheiten, Sanitäranlagen, Aufenthaltsräume etc. genutzt. Die Besonderheit der Hamburger Arztcontainer: Die vielfach benötigten und nur begrenzt verfügbaren Dolmetscher müssen nicht persönlich vor Ort sein, sondern können per Videoübertragung zugeschaltet werden.

Die Dolmetscherproblematik ist eine der größten Herausforderungen in der medizinischen Versorgung von Asylsuchenden. Wenn kein passender Dolmetscher anwesend ist, bleibt oft nur die Verständigung mit Händen und Füssen – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Diagnosefähigkeit und die Behandlungsempfehlung des Arztes. Oder der Patient muss warten, bis jemand verfügbar ist, der die benötigte Sprache spricht und übersetzen kann. Aber gerade bei ehrenamtlichen Helfern kann auch dies zu Schwierigkeiten und gar Fehldiagnosen führen, weil die richtigen Worte fehlen.

In den neuen Medizincontainern werden ausschließlich zertifizierte Übersetzer zugeschaltet. Der Arzt muss nur die benötigte Sprache am Bildschirm auswählen und sofort wird der Kontakt hergestellt. Dolmetscher für 50 Sprachen sind sofort verfügbar, weitere können angefragt werden. Und wünscht der Patient mehr Privatsphäre, kann die Bildübertragung ausgeschaltet werden. Der Dolmetscher kann ihn dann nur noch hören, aber nicht mehr sehen, anders als bei einem persönlich anwesenden Dolmetscher, der naturgemäß im Sprechzimmer bleiben muss, um übersetzen zu können. Weitere Vorteile: Kürzere Wartezeiten, schlankere, effizientere Prozesse, und die Möglichkeit, einen Dolmetscher an verschiedenen Standorten zeitgleich einzusetzen. Die ersten Container haben ihre Bewährungsfrist bereits bestanden. Die Stadt Hamburg prüft bereits die Anschaffung von zehn weiteren Arztcontainern derselben Art, nicht zuletzt um die Dolmetscherkosten von derzeit 225.000 Euro jährlich zu senken. Und nicht nur die Hanseaten hat das Konzept überzeugt. Vergleichbare Container wurden bereits von Hilfsorganisationen weltweit angefragt.

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Andreas Atrott
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Über 12 Jahre Erfahrung in der Container Branche. Neben dem Containerhandel mit 3000+ Kunden verwandelt er mit seinem Team aus Containern spannende Umbauprojekte. Herr Atrott ist Gründer & Geschäftsführer der Containerbasis GmbH mit Sitz in Hamburg. Weitere Infos zu Herrn Atrott findest du hier.
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Schule, Marktplatz, Gemeindezentrum im Seecontainer

Im südostafrikanischen Malawi steht eine ganz besondere (Dorf)Schule. Sie wird nicht nur als Bildungszentrum, sondern auch als Marktplatz und Treffpunkt der Gemeinde genutzt – und besteht aus gebrauchten Seecontainern, komplett mit Solaranlage zur Stromerzeugung und einem Konzept zur Regenwassernutzung.

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Architecture for a change, ein südafrikanischen Architektur- und Designbüro in Johannesburg, hat ein autarkes Schul- und Gemeindezentrum aus Seecontainern entwickelt. Standort ist eine ländliche Region im südostafrikanischen Malawi.

Die Besonderheiten: Der zentrale Raum, der durch hochklappbare Paneele offen gestaltet ist und durch das Aufklappen von einem zusätzlichen, überdachten Rundgang umgeben wird, wird für den Schulunterricht, aber auch für Märkte und Veranstaltungen genutzt. Ausgestattet mit einer Solaranlage (siehe auch mobile Energie-Anlage im Container) und einer Regenwassernutzungsanlage benötigt die Schule keinerlei Infrastruktur.

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Der Artikel erschien zuerst auf offgridworld.com

Bilder: ARCHITECTURE FOR A CHANGE

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Ecos Power Cube®: Strom, Satellitentelefon und WiFi per Container-Solaranlage

Das amerikanische Umwelttechnologie-Unternehmen Ecosphere hat den nach eigenen Angaben größten, transportablen Solar-Generator entwickelt – in einem Seecontainer. Einsetzbar in Krisengebieten, in denen die Energieversorgung unterbrochen wurde, ebenso wie in Regionen ohne Infrastruktur, lässt sich mit der ausklappbaren Solaranlage nicht nur Strom erzeugen. Der so genannte Ecos Power Cube® stellt auch die Verbindung zu Telekommunikationsnetzen her.

solar station im container

Der Ecos Power Cube®, entwickelt und patentiert von US-amerikanischen Umwelttechnologie-Unternehmen Ecosphere Techologies, ist der nach Unternehmensangaben größte mobile Solarkraftwerk der Welt. Wahlweise in einem 10, 20 oder 40 Fuß Seecontainer untergebracht, können die integrierten, ausklappbaren Solarpanels des Power Cubes bis zu 15 kW Strom produzieren, der in integrierten Batterien gespeichert wird.

Die Verwendung ist überall möglich, wo die Sonne scheint. Lokale Anschlüsse oder eine Montage sind nicht notwendig. Abladen – auch per Helikopter –, Solarpanels ausklappen, fertig. Und die Box kann noch mehr: Sie ermöglicht Telefon- und Internetverbindungen über Satellit. Ist zudem innerhalb von rund 50 km ein WLAN-Netz verfügbar, kann per Power Cube darauf zugegriffen werden.

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Entwickelt wurde der Solar-Generator für Krisen- und Kriegsgebiete – beispielsweise für Hilfsorganisationen zur Bereitstellung von Energie und Telekommunikation, wenn eine Naturkatastrophe die Infrastruktur zerstört hat, oder für militärische Einsätze –, aber grundsätzlich ist ein Einsatz überall dort denkbar, wo ein umweltfreundlicher und autarker Energieerzeuger mit wenig Platzbedarf benötigt wird – ohne vorhandene Infrastruktur und für die sofortige Nutzung.

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Bilder: Ecosphere Techologies

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BetaBox: Ideen aus dem Container

Erfinder können sich jetzt einen Inkubator für ihre Ideen direkt für die Haustür setzen lassen – wenn sie in den USA wohnen. Dort hat ein junges Technologieunternehmen ein Entwicklungs- und Versuchslabor in einem Standard-Seecontainer entwickelt: die BetaBox.

betabox-container

Nicht jeder, der eine gute Idee hat, verfügt auch über die Möglichkeiten, diese (weiter) zu entwickeln. Das US-amerikanische Unternehmen Betaversity hat für Erfinder und solche, die es werden wollen, einen Standard-Seecontainer als Entwicklungslabor eingerichtet: die BetaBox. Ausgestattet mit CNC-Fräse, Laserschneidgerät, 3D-Drucker und anderen Geräten, die für den Bau eine Prototyps notwendig sind, kann der hell und offen gestaltete Container überall dorthin transportiert und abgestellt werden, wo Raum für Ideen geschaffen werden soll – typisch Container: stabil, mobil, flexibel.

Foto: Nicholas Sailer

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Containerbasar in Kirgisistan

Container-Shopping: Kilometerweit einkaufen in 7.000 Seecontainern

container basar kirgistan

In Bischkek, der Hauptstadt Kirgisiens, findet sich der wahrscheinlich größte Markt Zentralasiens, der Dordoj-Basar. Die Besonderheit: Das Shopping-Center ist nahezu ausschließlich aus gebrauchten Seecontainern errichtet, mindestens 7.000 Stück – ein „Monument of Raw Commerce“ und ein Symbol des Recyclings.

Im Dordoj-Basar von Bischkek (Kirgisien), der als der größte Markt Zentralasiens gilt, gibt es (fast) alles. Kleidung und Schuhe, Haushaltswaren und Heimelektronik, Baumaterial und Autoersatzteile, Spielzeug und DVDs, meist aus China, oft aus der Türkei, mitunter aus Russland. Die Besonderheit: Der aus mehreren Segmenten bestehende Handelsplatz befindet sich in Tausenden gebrauchter Seecontainer und hat mittlerweile eine Ausdehnung erreicht, dass Nord- und Südplaza des Basars durch einen Minibus-Service verbunden werden (müssen). Große Stelltafeln und Hinweisschilder weisen Kaufwilligen den Weg durch ein Gewirr aus Containergassen.

Die überwiegend zweifach gestapelten Stahlboxen verfügen im unteren Container meist über Verkaufsflächen, während der obere Container als Lagerfläche genutzt wird. Manche dienen auch als Cafés, Büros oder Verwaltungsflächen. Neben Marktsegmenten, in denen einfach Container auf unbefestigten Flächen nebeneinander gestellt sind, gibt es auch Bereiche, in denen die engen Gassen überdacht sind. Laut Wikipedia sind etwa 20.000 Menschen im Dordoj-Basar beschäftigt.

Bild: Vmenkov CC BY-SA 3.0

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Popup Vienna: Shoppen im Container

Sommertrend Pop-Up-Store: Designer-Shopping im Container

BILD zu OTS - #PopUpVienna 2015: Start der Pop-Up Sommer Container Kampagne 2015

In New York, London und Berlin gibt es sie bereits seit einigen Jahren: Pop-Up-Stores in Containern. Jetzt hat der Trend auch Wien erreicht. Im Rahmen der Kampagne  „Pop-Up-Vienna 2015  konnten in diesem Sommer junge und etablierte Unternehmer eine Ladenfläche in Premium-Lage mieten – in einem ganz besonderen Container-Pop-Up-Store: aufmerksamkeitsstark und direkt bei ihrer Zielgruppe.

Alle sieben Tage woanders: Bis Ende August 2015 sah man ihn an den unterschiedlichsten Locations in der Wiener Innenstadt – einen umgebauten, schwarzgrauen Seecontainer als Pop-Up-Store, in dem auf wenigen Quadratmetern Mode und anderes präsentiert und verkauft wurde. Der Container-Store war Teil der Kampagne Pop-Up-Vienna 2015 und sollte jungen Unternehmern Präsentations- und Ladenflächen in Toplage zugänglich machen – Lagen, die sie sich sonst nicht leisten können. Zu einem Tagessatz von rund 370 Euro konnten junge  Designer ihr Angebot ihrer Zielgruppe näherbringen. Aber auch etablierte Marken hatten Interesse an dem Container als publikumswirksames Marketing-Tool.

Hannes Baumgartner von Nextsalesroom, gemeinsam mit dem Wirtschaftsbund Wien und anderen Initiator des Projekts, kommentiert die Idee dahinter gegenüber der Wiener Zeitung: „Wir bringen die Zielgruppe nicht zum Geschäft, sondern das Geschäft zur Zielgruppe.“ Das Konzept des Pop-Up-Stores funktioniere vor allem aufgrund des Event-Charakters. 

Ein Modell, das Schule machen will – in Wien aber von der Bürokratie aber leider ausgebremst  wurde. Denn nicht alle Interessenten konnten den Pop-Up-Store nutzen. Der Grund: Die Aufstellgenehmigung musste für jeden neuen Standort separat beantragt werden. Und je nach zuständigem Sachbearbeiter fiel die Entscheidung über Voraussetzungen und Erteilung der Genehmigung höchst unterschiedlich aus. Das Ergebnis: Die Initiatoren brachen die Container-Store-Aktion aufgrund mangelnder Planungssicherheit vorzeitig ab – zum Bedauern der Interessenten.

Bild: Wirtschaftsbund Wien

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Vegetarisches Restaurant im Seecontainer

Food in a Box: Vegetarisches Restaurant im Seecontainer

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Das Berliner Restaurant Till The Cows Come Home bietet vegetarisches und veganes Slow Food – im Seecontainer (auch zum Mitnehmen).

Till The Cows Come Home, kurz TTCCH, ist anders als andere Berliner Restaurants. Nicht weil in der Küche von Eigentümerin Natalie Viaux nur Bio-Produkte, vegetarisch und/oder vegan, verarbeitet werden. Auch nicht, weil das Restaurant eine vegane Detox-Kur ohne Zucker, Koffein und Alkohol anbietet. Sondern weil sich TTCCH in einem gebrauchten Seecontainer befindet, der eigens für Viaux umgebaut wurde.

Zu finden ist das Restaurant noch bis 2016 in der Schönhauser Allee 9 in Berlin-Prenzlberg.  Dann muss das Container-Restaurant umziehen. Ein neuer Standort ist noch nicht gefunden. Wenn es soweit ist, heißt es ganz einfach: Container aufladen, abstellen und mit dem Kochen anfangen.

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Übrigens: Auch vegetarisches Event-Catering direkt vor Ort ist möglich. Der TTCCH-Container wird einfach an der Veranstaltungs-Location abgestellt.

Bilder: TTCCH

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Container Kevin wirft Flammen

„Hundert Mal cooler als Armageddon“: Container Kevin wirft Flammen auf der Maker Faire Berlin

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Kevin sieht aus wie ein ganz normaler Seecontainer – bis er sich aufrichtet und Feuer spuckt. Zu sehen ist er auf der Erfindermesse Maker Faire Anfang Oktober 2015 in Berlin.

Kevin ist ein Recycling-Projekt der besonderen Art. Von den Stahlkreaturen der Transformers-Tetralogie inspiriert hat Erfinder Mike Wessling – Lead Nerd beim niederländischen IT-Optimierer BitBrains und bekannt für seine Vorliebe für big metal beasts – viel Zeit, Stahl und Hydrauliktechnik investiert, um den gebrauchten Standard-Seecontainer in einen Flammenwerfer zu verwandeln.

Und: Kevin ist nicht nur Flammenwerfer-Transformer, sondern auch seine eigene Transportbox. Ganz Container schränkt sein Innenleben seine Transportfähigkeit nicht ein – auf Straße, Schiene, Schiff. Nur dass sich in Kevin keine Bananen und auch keine Sneaker befinden, sondern Brennflüssigkeit, Gummikabel und Stahlträger.

In Aktion zu sehen ist der Feuer-Container auf der Erfindermesse Maker Faire. Vor zehn Jahren erstmals in den USA veranstaltet sind die weltweit veranstalteten Maker Faires heute Do-it-Yourself- und Inspirationsfestival für jedermann, jederfrau und jederkind.  Erstmals in diesem Jahr findet die Maker Faire am 3. und 4. Oktober 2015 im Berliner Postbahnhof am Ostbahnhof statt. Hier kann jeder gucken, staunen, basteln, löten, experimentieren …

Foto copyright: photo-company.nl

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Ein Pool aus Seecontainern

Aktualisiert am: 18.12.2025

Ein Containerpool ist ein normaler Seecontainer, der zum Swimmingpool umgebaut wird. Innen kommt eine dichte Poolauskleidung rein, dazu Filtertechnik, Skimmer und Anschlüsse. Das Ergebnis ist ein Pool, der schnell aufgestellt werden kann und optisch einfach nach etwas aussieht. Entscheidend ist am Ende nicht der Container, sondern die Technik, die Abdichtung und ein sauberer Aufbau.

Containerpool als Komplettlösung: Beckenbereich vorne, Technik sauber getrennt.

Geht es um Seecontainer, neigen die meisten Menschen dazu, gähnend abzuwinken. Alles bekannt, damit werden Waren international verschifft. Hin und wieder sieht man einen huckepack auf dem Lkw und gelegentlich stehen sie an einem Tor irgendeiner Firma. Auch, dass es Zeitgenossen geben soll, die sich Seecontainer als gemütliches Heim einrichten, haben sie sicher schon gehört. Aber – ein Pool aus einem Seecontainer? Ein richtiges Planschbecken mit allem Drum und Dran?

Schwimmen im Seecontainer

Es funktioniert tatsächlich und wieder einmal zeigt sich die faszinierende Flexibilität eines Seecontainers. Als Basis für einen Containerpool dient ein völlig normaler Seecontainer aus Stahl. Vorzugsweiße ein großer 40 Fuß Container, damit auch genügend Badefläche zur Verfügung steht. Mittels einer speziellen Folie wird er komplett abgedichtet.

Eine Filteranlage, verschiedene Messanlagen, eventuell Umkleidekabinen und die Anschlüsse für Strom befinden sich ebenfalls mit an Bord.
Eine Leiter für den bequemen Ein- und Ausstieg ist selbstredend dabei. Alles in allem unterscheidet sich ein Poolcontainer kaum von einem konventionellen Pool.

Becken von oben: Innenbeschichtung und Einbauten sind der entscheidende Teil beim Containerpool.


Die Vorteile eines Pools aus einem Seecontainer

Die Mobilität eines solchen Pools ist mit Sicherheit unschlagbar.

Angenommen, Sie möchten eine Themen-Party veranstalten. Motto: Badespaß.
Doch es fehlt die Grundausstattung eines solchen Vorhabens. Was tun? Schnell einen Swimmingpool in den Garten bauen lassen?
Oder schauen, ob jemand anderes in der Siedlung seinen Pool zur Verfügung stellt? Wie wäre es damit, einen zu leihen? Geht nicht, sagen Sie?

Geht doch. Es gibt Anbieter, die Containerpools vermieten oder verkaufen, u.a. auch auf Tages- oder Wochenbasis.

Solch ein Seecontainer – umfunktioniert zum Swimmingpool – eignet sich für sämtliche Events und außergewöhnliche Ideenrealisierung.

Eines ist völlig klar: Dieser Pool fällt auf. Ein Punkt, der vielleicht dann zum Tragen kommen könnte, wenn Aufmerksamkeit gefordert ist. Bei einer Spendenaktion beispielsweise oder bei einer Firmeneröffnung im passenden Segment. Vielleicht als Highlight eines Festes?


Die Nachteile der mobilen Schwimmhalle

Wenn Sie sich für solch einen Pool aus Seecontainern entscheiden, kommt es auf Ihr Vorhaben an, ob das Unterfangen eher von Vor- oder von Nachteilen behaftet ist.
Denn – als kurzfristige Lösung für einen zeitlich befristeten Einsatz gibt es keine Nachteile. Als Dauerlösung hingegen wäre ein konventioneller Pool sicher sinnvoller.
So kann der umfunktionierte Seecontainer beispielsweise nicht einfach wie ein herkömmlicher Swimmingpool eingegraben werden. Das System überzeugt durch seine Mobilität. Um es an einem Beispiel zu veranschaulichen: Sie besitzen eine kleine, aber feine Strandbar mit Außentischen.
Im Sommer ist Ihre Lokalität rege besucht, im Winter bleibt der Laden zu. Um Ihren Gästen eine Gaudi zu bereiten, könnten Sie sich über die Sommersaison solch einen Poolcontainer mieten.
Gehört Ihnen hingegen ein Gasthaus, dass das ganze Jahr über regen Anklang findet, wäre es günstiger und vernünftiger, sich einen „richtigen“ Swimmingpool an das vorgesehene Plätzchen zu stellen.

Bauphase in der Werkstatt: Der Aufwand steckt im Umbau und im Innenleben, nicht im Container an sich.

Kann man einen Containerpool auch fest einbauen oder eingraben?

Ja, das wird gemacht. Man muss aber sauber planen, weil ein Containerpool nicht einfach ein klassischer Betonpool ist. Wichtig sind ein tragfähiger Unterbau, Entwässerung, Korrosionsschutz an den Außenflächen und vor allem: Zugang zur Technik muss später möglich bleiben. Wenn ihr so etwas im Hang plant oder teilweise einlassen wollt, sollte das einmal vernünftig konstruiert werden, damit ihr euch nicht nach zwei Saisons ärgert.

Fazit

Um kurzfristig Aufmerksamkeit zu erhalten oder Spaß zu haben beziehungsweise zu bieten, ist solch ein Poolcontainer eine sagenhafte Sache. Innerhalb kürzester Zeit kann er auf- und abgebaut werden. Als Dauerlösung ist der Kauf oder Bau eines herkömmlichen Schwimmbeckens besser, da die Container gerade durch ihre Flexibilität und der daraus resultierenden Mobilität überzeugen.


Häufige Fragen

Kann man den Containerpool auch ohne Technik kaufen?
Ja, das wird manchmal so gewünscht. In der Praxis ist aber die Technik das, was später für Spaß oder Ärger sorgt. Sinnvoll ist, vorher zu klären, welche Lösung ihr wollt und wer die Technik dann plant und anschließt.

Was kostet ein Containerpool?
Das hängt stark von Größe, Ausführung, Technik und Einbau ab. Ein „Container + Folie“ ist etwas anderes als eine komplette Lösung mit Filter, Heizung, Abdeckung und Einbau.

Wie sieht es mit Rost und Kälte aus?
Rost ist ein Thema, wenn außen schlecht geschützt und dauerhaft feucht aufgebaut wird. Kälte ist eine Frage von Standort, Abdeckung und ob ihr heizen wollt. Viele Probleme entstehen nicht durch den Container, sondern durch einen schlechten Aufbau und fehlende Planung.

Kann man so einen Pool mieten oder kaufen?
Beides gibt es. Für Events kann Miete Sinn machen. Für den Garten lohnt sich meist eine Lösung, die auf Dauerbetrieb ausgelegt ist.

Passenden Container finden
Sie planen einen Pool-Umbau mit Seecontainer?

Im Marktplatz finden Sie verfügbare Container nach Größe und Zustand. → Zum Marktplatz

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Andreas Atrott
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Aggreko: Strom aus der Stahlbox

Längst werden Seecontainer nicht mehr nur zum Transport eingesetzt. Containerisierung ist das Stichwort, welches sich durch viele Branchen zieht. Vor allem im Energiesektor lassen sich Aggregate und Anlagen in diesen standardisierten Maßen perfekt unterbringen. Ein weltweit aktiver Anbieter ist z.B. Aggreko

aggreko container

Frachtcontainer werden in den verschiedensten Bereichen eingesetzt. Selbst auf Großveranstaltungen wie Messen oder Konzerten dienen sie dazu, Speisen und Getränke zu bevorraten, was natürlich eine vernünftige Kühlung voraussetzt. Dazu gibt es eigens sogenannte Kühlcontainer, doch falls der Strombedarf höher ist, als es ein im Container integriertes Stromaggregat leisten kann, kann auf einen Stromerzeuger wie z.B. von Aggreko zurückgegriffen werden.

Was leisten die Stromgeneratoren von Aggreko?

aggreko container

Das Unternehmen Aggreko produziert mobile Anlagen zur Stromerzeugung.

Es können Einheiten zu je 600, 800, 1250 und 2100 kVA (Kilovoltampere) gemietet werden. Dadurch ist gewährleistet, dass der Strom auch bei außergewöhnlich hohen Belastungen ausreicht. In einem 20 Fuß Container kann ein Stromgenerator mit den Maßen 606 x 224 x 260 Zentimeter untergebracht werden, während die Einheit mit 2100 kVA die Maße 1220 x 244 x 260 Zentimeter aufweist.

Die Stromgeneratoren können wahlweise mit einem bereitgestellten Tank betrieben oder mit einem externen Tank versorgt werden. Die Geräuschentwicklung ist erstaunlich leise, so können die leistungsstarken Geräte durchaus auch in einer Wohngegend betrieben werden.

 

Was bietet Aggreko noch?

aggreko container

Aggreko ist Weltmarktführer, wenn es um die Menge der Großanlagen zur Stromerzeugung  und Kälteanlagen geht. Service und die Qualität sind bis weit über alle Grenzen bekannt, deswegen werden die Stromgeneratoren regelmäßig auf Veranstaltungen von Sport, Politik und sonstigen Events sowie auf Offshore und weltweiten Bauprojekten eingesetzt.

Bildqulle Aggreko Deutschland GmbH

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Kunstobjekt Container

Stefan Sous stellt mit seinem „Versailles“ seinen verchromten Container im NRW Forum „Container Architektur“ aus. Doch wir fragen uns – Kunst und standardisierte Container?

Stefan Sous container versailles3

Wie aus einem Massenprodukt eine wahre Einzigartigkeit wird

Beim Gedanken an Versailles werden die meisten Menschen an das prachtvolle Schloss in der französischen Stadt denken, vielleicht noch einige an den Friedensvertrag von Versaille.

Nicht so der Düsseldorfer Künstler Stefan Sous. Er nennt einen Container „Versailles“, ein Werk, das er anlässlich der Ausstellung „Container Architektur“ des Nord-Rheinwestfalen Forums entwarf. Die Ausstellung fand im Jahre 2011 vom 08. Juni bis zum 04. September statt.

1964 in Aachen geboren, erschafft Stefan Sous Werke, die regelmäßig für große Anerkennung und Aufmerksamkeit sorgen. Etliche Preise begleiten den Weg des Düsseldorfer Künstlers.

Das Kunstprojekt „Versailles“

Stefan Sous container versailles

Ein 20 Fuß Seecontainer, der von dem Künstler vollständig verchromt wurde, bildet das künstlerische Werk von Stefan Sous.

Zu der Bezeichnung „Versailles“ kam es aufgrund der Unterschiedlichkeit. Der 300 Jahre alte Spiegelsaal von Versailles ist der sicher berühmteste Raum im Versailler Schloss und nimmt eine einzigartige und geschichtsträchtige Rolle ein.

Ein ISO Container hingegen steht für eine standardisierte Globalisierung. Durch die totale Verchromung verbindet Stefan Sous beides: die Einzigartigkeit mit einem Synonym für ein Massenprodukt.

Bildquelle http://stefansous.de/exhibitions/versailles/

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Ein Container als Garage

garage aus seecontainern in rost optik

Container sind schnell verfügbar, langlebig und in der Anschaffung relativ günstig. Diesen Aspekten schenken immer mehr Liebhaber von speziellen Fahrzeugen Beachtung. Ein Oldtimer oder ein schickes Motorrad verbringt den Winter normalerweise nicht auf der Straße, sondern gut geschützt in der Garage – oder in einem Container.

container garage motorrad

Ein altes Fahrzeug verdient besondere Pflege

Nicht nur Öl, Kühlwasser, Bremsflüssigkeit, Lackzustand und Reifen müssen jeweils vor der Einlagerung und danach gecheckt werden. So viel ist sicher jedem Freund der schicken Gefährte klar. Doch auch die winterliche Behausung muss einige Voraussetzungen erfüllen, um den wertvollen Fahrzeugen die kalte Jahreszeit so angenehm wie nur möglich zu machen.

Damit sich in den diversen Hohlräumen eines Oldtimers kein Kondenswasser bildet, sollten die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur konstant gehalten werden – egal, wie kalt oder warm es draußen ist. Hat es in der Garage immer um die 15 Grad und pendelt sich die Luftfeuchtigkeit bei 40 Prozent ein, kommt es weder zu der gefürchteten Kondenswasserbildung noch tragen Leder, Polster oder Gummidichtungen einen Schaden davon.

garage aus seecontainern in rost optik

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Bilder von Containermanufaktur.com Projekt „Container Carport“

In einer Garage, die auf einem Container basiert, lässt sich das in der Regel problemlos umsetzen. Selbstverständlich können diese Bedingungen auch in einer Garage Stein-auf-Stein erreicht werden, doch immerhin kosten die gemauerten Exemplare rund 10 Prozent mehr im Vergleich zu einem Container, welcher mit allen wichtigen Komponenten ausgestattet ist, etwa Klimaanlage, Heizung, Rolltor oder Fenster – wobei wohl meist ein Tor und Fenster ausreichend ist.

Ein einfacher 20 Fuß Container, welcher nur als Unterstellung für den Wintern gebraucht wird, liegt noch weitaus günstiger und gleichzeitig robuster als eine konventionelle Schnellbaugarage, der Container lässt sich nach Gebraucht ebenfalls leicht wieder verkaufen, der Wert wird niemals unter den aktuellen Stahlpreis fallen!


Was muss in die Container-Garage integriert werden?

Garage aus Container für Motorrad

Eine ausgeklügelte Wärmedämmung lässt die Kälte von draußen erst gar nicht so sehr in das Innere des Containers – dies kann je nach Autotyp notwendig sein.

Dazu kommen Polyurethan oder Mineralwolle zum Einsatz, also genau jene Materialien, wie sie auch bei vielen Hausbauten genutzt werden. Eine Klimaanlage in Verbindung mit einer Heizungsanlage, Fenster, vielleicht ein elektrisches Rolltor und natürlich die Beleuchtung sorgen im Zusammenspiel für eine optimale Luftfeuchtigkeit und Temperatur – sofern gewünscht und notwendig.

Da die Größe einer Garage aus Containern individuell geplant werden kann, lassen sich Zusatzelemente wie Hygieneeinrichtungen oder vielleicht sogar eine komplette Glasseite realisieren.
In der Optik nehmen es die Stahlkolosse locker mit einer Stein-auf-Stein-Garage auf. Zugegeben, an der äußeren Hülle lässt es sich erkennen, dass es sich um einen Container handelt und nicht um eine gemauerte Garage. Aber was spielt das letztendlich für eine Rolle?

Die Voraussetzungen

Bei einer gemauerten Garage sollte der Untergrund tragfähig und eben sein – genau wie bei einer Garage aus einem Container. Auch die behördliche Erlaubnis muss für beide Fälle vorliegen, damit eine Garage entstehen kann. Ansonsten fehlen nur noch die persönlichen Wünsche des Bauherrn, denn ein Garagensystem aus Containern kann absolut individuell geplant und kreiert werden.


 

Bilder / Projekt Harley Garage von http://www.bigsteelboxstructures.com/connect/harley-davidson-garage/

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