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1956 ließ der US-amerikanische Spediteur Malcom McLean 58 stählerne Transportboxen auf dem Seeweg von New York nach Houston transportieren. Die Besonderheit: Statt traditionell von Hafenarbeitern von Bord tragen zu lassen, konnten die Stahlboxen zeit- und kostensparend per Kran direkt vom Schiff auf bereitstehende Laster geladen werden. Der Seecontainer war geboren und sollte schon bald zum unersetzlichen Baustein des Seeverkehrs und zum Katalysator des Welthandels entwickeln.

Vorerst griffen jedoch verschiedene Spediteure, Reedereien und Eisenbahnunternehmen die Containeridee auf und schufen ihre eigenen Transportboxen. Nur wenige Jahre nach ihrer Erfindung existierten Seecontainer daher in unterschiedlichsten Abmessungen und Ausführungen. Für eine möglichst universelle Einsatzfähigkeit auf allen Transportmitteln – See- und Binnenschiff, Güterbahn und Lkw – in möglichst vielen Ländern mussten jedoch einheitliche Maße gefunden wurden. Nach langwierigen Verhandlungen beschloss die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (International Maritime Organization/IMO), die als Sonderorganisation der Vereinten Nationen für internationale Regelungen und Sicherheit in der Handelsschifffahrt zuständig ist, 1968 die Einführung des 20-Fuß-Standardcontainers: der erste ISO-Container.

ISO-Container bedeutet Gleichheit für alle

Die Internationale Organisation für Normung (weltweit abgekürzt in ISO von griechisch isos/gleich) erarbeitet weltweit gültige Normen für alle Bereiche außer Elektrik und Telekommunikation. Ziel ist, weltweit einheitliche und verbindliche Standards und Qualitätsmaßstäbe zu schaffen, und zwar nicht nur in Bereichen wie Lebensmittel, Verbrauchsgüter und Transportmittel, sondern beispielsweise auch im Gesundheitssystem, im Risikomanagement von Banken und Unternehmen oder im Umweltschutz.

Unter ISO-Containern versteht man grundsätzlich weltweit genormte, für alle Verkehrsträger geeignete Transportbehälter aus Stahl für einen vereinfachten globalen Warenaustausch. Die ISO-Norm R-668 aus dem Januar 1968 definierte dabei erstmals den weltweiten Standard-Seecontainer in seinen Abmessungen und Typenbezeichnungen. Über die Jahrzehnte mehrfach ergänzt und erweitert, spezifiziert die neueste Version (R-668 E/2013) nicht nur die Größe und Leergewicht von Seecontainern, sondern auch die internen und externen Abmessungen, die Größe der Türen, wenn vorhanden, das zulässige Gesamtgewicht sowie Vorgaben für Querträger, Ladeschienen und -taschen.

Im Laufe der Jahrzehnte – mit steigender Bedeutung und Verbreitung des Seecontainers – ergänzten eine Reihe weiterer Normen die R-668 u.s.w. So fixierte ISO-Norm R-790 bereits im Juli 1968 weitere Maßnahmen zur Standardisierung. ISO-Container mussten von nun an im internationalen Warenverkehr eindeutig zu identifizieren und ihrem Eigner zuzuordnen sein. Heute regelt die ISO 6346 die Kodierung, Identifizierung und Kennzeichnung von Containern im internationalen Handelsverkehr. Neue ISO-Container sind mit einer Nummer aus vier Großbuchstaben, die für den Eigentümer steht, sechs Ziffern sowie einer Kontrollziffer gekennzeichnet. Mit Hilfe dieser Kennnummer kann er auf seinem Weg um die Welt detailliert nachverfolgt werden.

Im Januar und Oktober 1970 folgten die ISO-Normen T-1161 (Halterungen und Eckbeschläge) sowie R-1897 (Innenraumabmessungen). Neben containerspezifischen Vorgaben und Standardisierungen kommen bei Seecontainern auch allgemeine Industrienormen wie ISO 1461 (Korrosionsschutz durch Feuerverzinken) zum Tragen.

Die Vorteile dieser umfassenden Standardisierung sind einfach auf den Punkt zu bringen: Ein ISO-Container ist überall auf der Welt gleich. Ob Busan oder Boston, Hamburg oder Hongkong – er kann in jedem Containerterminal der Welt geladen oder gelöscht werden. Er kann auf jedem Containerschiff sicher befestigt und gestapelt werden – bis zu 13 Container hoch. Er kann im Hinterlandverkehr mit jedem Güterzug und jedem Lkw weitertransportiert oder zugeliefert werden. Und wer ihn nutzt, kann sich darauf verlassen, dass ein ISO-Container immer bestimmte Qualitätskriterien hinsichtlich Wetterbeständigkeit, Belastbarkeit und Stapelbarkeit erfüllt – ohne Ausnahmen.

Die Ursprünglichen: TEU und FEU

Die erste Fassung der ISO-668 definierte 10-, 20-, 30- und 40-Fuß-Container, die sich nur in ihrer Länge unterscheiden (zwischen knapp drei und gut 12 Metern). Breite und Höhe wurden auf etwa 2,40 m und rund 2,60 m festgelegt. Im Laufe der Jahrzehnte wurden diese Standardcontainer um Hochbauvarianten erweitert. Die so genannten High-Cube-Container (20 ft hc, 40 ft hc) sind mit rund 2,90 m hoch 30 cm höher als die Normalversion. Darüber hinaus gibt es seit einigen Jahren 45-, 48- oder sogar 53-Fuß-ISO-Container, die vor allem auf dem amerikanischen Markt eingesetzt werden, sowie Kleincontainermaße, die jedoch kaum Verwendung finden. Die teilweise im Binnenhandel der Europäischen Union eingesetzten Pallet-Wide-Frachtcontainer (PW), die Raum für zwei Euro-Paletten nebeneinander bieten, zählen ebenfalls zu den ISO-Containern.

Die trotz aller Sonderformen bis heute häufigsten der rund um den Globus als Frachtcontainer eingesetzten ISO-Container sind TEU und FEU: der 20-Fuß-Standardcontainer (TEU = Twenty Foot Equivalent Unit) und der 40-Fuß-Standardcontainer (FEU = Forty Foot Equivalent Unit). Der FEU benötigt mit einer Länge von rund 12,20 Metern genau doppelt so viel Ladekapazität wie ein TEU (rund 6,06 Meter Länge plus Ladezwischenraum). Der TEU wird als international standardisierte Einheit zur Erfassung von ISO-Containern verschiedener Größen, zur Beschreibung von Ladekapazitäten von Schiffen und zur Erfassung von Umschlagsvolumina an Häfen verwendet.

Flat Rack, Reefer, Open Top: Die Vielfalt hält Einzug

Nicht nur in ihren Abmessungen unterscheiden sich ISO-Container. Seit den sechziger Jahren ist eine Vielfalt unterschiedlichster Varianten und Aufbauarten entstanden. Grundsätzlich gilt: Für nahezu jedes Transportgut gibt einen den passenden ISO-Container – ein Indikator für den hohen (und weiter wachsenden) Containerisierungsgrad im Seehandel, der internationalen Arbeitsteilung und Logistik.

Neben dem klassischen Allzweck-ISO-Container (General Purpose) gibt es heute unter anderem oben oder an der Seite offene Seecontainer (Open Top/Open Side) für besonders hohe oder breite Güter, Hard Top Container mit zu öffnendem Dach statt Türen, Dry Bulk Container für Schüttgut, Flat Rack Container, die nur aus Boden und Stirnseiten bestehen, belüftete so genannte Kaffeecontainer für Obst, Gemüse und andere verderbliche Lebensmittel, Futtermittel oder Saatgut, Isolier- und Kühlcontainer (Reefer), Tank, Chemie- und Flüssiggascontainer sowie zerlegbare ISO-Container (Collapsible/Folding Container). Eine weitere Sonderform sind so genannte Named Cargo Container, in denen beispielsweise lebende Tiere transportiert werden.

ISO-Container kaufen – leicht gemacht mit containerbasis.de

ISO-Container sind längst mehr als nur Transportboxen für den weltweiten Güterverkehr. Materiallager oder Messestand, Gartenlaube oder Werkstatt, Strandkiosk oder Baustellen-Umkleide, Ferienhaus oder Aktenarchiv: Das alles können Seecontainer sein – und noch viel mehr.

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Der ISO Container: Entwicklung & Zertifizierung einer Kiste
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