Urlaub im Containerhaus

City-Hotel, Design-Loft oder Glamping? Übernachten im Container

Bild: Facebook.com/tetriscontainerhostel

Bei Wohncontainern denken viele zuerst an zweckmäßige Behausungen für Flüchtlinge, Saisonkräfte, Ernte- und Bauhelfer oder an Notunterkünfte in Katastrophen- und Krisengebieten. Urlaubsfeeling verknüpfen die wenigsten mit Containerhäusern. Dabei gibt es eine ganze Reihe spannender Möglichkeiten im Container zu übernachten – von funktional bis schick, entspannt am Strand oder zentral in der Stadt.

Eine kleine Auswahl für Euch

Alterra Beach Resort, Pinamar, Argentinien

Bild: Alterra Beach Resort
Bild: Alterra Beach Resort

Im Ferienort Pinamar, etwa 350 km südlich von Buenos Aires, finden Reisende inmitten eines Pinienwaldes das Alterra Beach Resort, Luxus-Camping in recycelten Schiffscontainern bietet. Das Resort steht ganz unter dem Zeichen nachhaltigen Reisens. Für den Bau wurden keine Bäume gefällt. Und nicht nur die Container sind gebraucht, auch die Isolierung erfolgte mit Recyclingmaterial. Beleuchtung und Elektrogeräte sind besonders energieeffizient. Der Pool ist von einer Veranda aus Recycling-Holz umgeben.

Das besondere Extra: Immer zwei 20-Fuß-Seecontainer bilden eine Wohneinheit,  die auch als Atelier genutzt werden kann. Denn das Alterra Beach Resort steht direkt neben einem als Kunstgalerie genutzten Gebäude des italienisch-argentinischen Stararchitekten Clorindo Testa – ideal, um Kunst, Design und Ökologie zu verbinden. Denn neben einem Bioladen gibt es ein Fachgeschäft für Malfarben im Resort.

Bayside Marina Hotel Yokohama, Japan

Bild: Bayside Marina Hotel
Bild: Bayside Marina Hotel

Das elegante Designhotel Bayside Marina Hotel, Yokohama, liegt an der japanischen Pazifikküste in der Bucht von Tokio. In Yokohama befindet sich der größte Yachthafen Japans mit rund 1.500 Liegeplätzen und eine Outlet-Mall in amerikanischem Stil. Sowohl der Hafen als auch das Einkaufszentrum sind vom Hotel innerhalb von zehn Gehminuten zu erreichen.

Containers Hostel, Edinburgh, Schottland

Bild: Containerhostels.com

Das (nach eigenen Angaben) weltweit erste Hostel aus Schiffscontainern finden Reisende in Edinburgh, Schottland. Die Betreiber des Containers Hostels legen Wert auf eine ungezwungene Festival-Atmosphäre. Kontaktfreude ist in jedem Fall eine wichtige Voraussetzung für einen gelungenen Aufenthalt. Neben Gemeinschafts- und Sanitärräumen gruppieren sich zwölf Schlafcontainer um einen BBQ-Courtyard – mit insgesamt 120 Betten. Eine Trennung nach Frauen und Männern wird bei der Verteilung der Schlafplätze nicht vorgenommen. Sehr ungewöhnlich für Gemeinschaftsunterkünfte: Sogar Hunde sind in den Schlafsälen willkommen.

 Container Hotel, Malaysia

Bild: Container Hotel Group
Bild: Container Hotel Group

Gleich vier Containerhotels an drei verschiedenen Standorten bietet die malaysische Kette Container Hotel Group. Drei Hotels in Citylage in Kuala Lumpur, sollen Reisenden flexible, bezahlbare und zugleich komfortable Unterkünfte bieten.

Besonders ist jedoch das Flughafenhotel Capsule by Container Hotel am Terminal 2 des Internationalen Flughafens der Hauptstadt. Maßgeschneidert für Kurzzeitaufenthalte von Transitpassagieren und Vielreisenden, aber auch als erster Orientierungspunkt für Backpacker und Abenteuerreisende sind die Hotelzimmer sind für eine Dauer von sechs, neun oder zwölf Stunden buchbar.

Tetris Container Hostel, Foz do Iguazu, Brasilien

Bild: Facebook.com/tetriscontainerhostel
Bild: Facebook.com/tetriscontainerhostel

In Foz do Iguazú im Südwesten des brasilianischen Bundestaates Paraná an der Grenze zu Argentinien liegt das Tetris Container Hostel. Der Ort ist bekannt für die spektakulären, bis zu 82 Meter hohen Iguazú-Wasserfälle die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Das Hostel ist eine typische Backpacker-Unterkunft mit Schlafsälen und Doppel- bzw. Mehrbettzimmern und bietet zusätzlich Bar und Pool. Eine Übernachtung im Container-Schlafsaal ist bereits ab umgerechnet 10 Euro zu haben.

 Xiang Xiang Pray House, Changzhi, China

Bild: Inhabitat

Von außen spartanisch, von innen traditionell chinesisch eingerichtet und zugleich hochmodern ausgestattet ist das in insgesamt 35 gebrauchten, grauen Schiffscontainern errichtete Hotel Xiang Xiang Pray House in Changzhi im Südwesten Chinas. Die insgesamt 21 Hotelzimmer bieten allen Komfort inklusive WLAN und Klimaanlage. Ein weiteres Extra: Weihrauch ist im Zimmerpreis inbegriffen. Das Hotel ist nämlich Teil eines Tempelkomplexes, in dem regelmäßig große Zeremonien stattfinden, um Wohlstand und gute Ernten zu erbitten.

Übrigens, wer Wert auf mehr Privatsphäre legt:

Auch private Container-Ferienhäuser über Airbnb sind im Angebot. Zum Beispiel:

 

Sie möchten ihr eigenes Ferienhaus auf Seecontainer Basis? Fragen Sie uns jetzt unverbindlich an! Sie wollen auf eigene Faust bauen? In unserem Marktplatz finden Sie das passende „Baumaterial“ – Container in allen Größen & Zuständen.

Über den Autor

Andreas Atrott
Andreas Atrott
Über 12 Jahre Erfahrung in der Container Branche. Neben dem Containerhandel mit 3000+ Kunden verwandelt er mit seinem Team aus Containern spannende Umbauprojekte. Herr Atrott ist Gründer & Geschäftsführer der Containerbasis GmbH mit Sitz in Hamburg. Weitere Infos zu Herrn Atrott findest du hier.
← zur Blogübersicht Jetzt passenden Container finden →

Der Pocketcontainer – Wohnen im 20 Fuß Container

Der Pocketcontainer stellt ein vollwertiges innovatives Mikrohaus im umgebauten 20 Fuß Überseecontainer dar.

Klug ausgetüftelt beinhaltet er praktische und dennoch ansprechende Möbel, eine Designdusche und eine Regenwassertoilette. Das Energieversorgungssystem kann auf Netzbetrieb aber auch völlig autark ausgelegt werden.

Eine Spezialdämmung und die Verwendung von 3 fach verglasten Fenstern macht das Containerhaus nach aktuellem Baurecht genehmigungsfähig.

Der Clou – der Pocketcontainer lässt sich mit etwas handwerklichem Geschick selber bauenDipl.-Ing. Stefan Brandt hat den Aufbau in einer Bauanleitung auf über 300 Seiten umfangreich dokumentiert.

Da der Korpus des Seecontainers statisch zugelassen ist, bezieht sich der Ausbau lediglich auf den Innenbereich und kann somit schnell und preisgünstig realisiert werden.

Die Bauanleitung erhalten Sie zum Preis von 59,00 € unter www.pocketcontainer.de

 

Weitere Bilder des Pocketcontainers:

Über den Autor

Andreas Atrott
Andreas Atrott
Über 12 Jahre Erfahrung in der Container Branche. Neben dem Containerhandel mit 3000+ Kunden verwandelt er mit seinem Team aus Containern spannende Umbauprojekte. Herr Atrott ist Gründer & Geschäftsführer der Containerbasis GmbH mit Sitz in Hamburg. Weitere Infos zu Herrn Atrott findest du hier.
← zur Blogübersicht Jetzt passenden Container finden →

2x20ft: Kreative Architektur mit Standard-Seecontainern

twotimestwentyfeet

TwoTimesTwentyFeet = Zweimal zwanzig Fuß: Der Name ist Programm. Peter Weber, Inhaber und Ideengeber des Unternehmens, nutzt gebrauchte Seecontainer für moderne Containerarchitektur, von praktisch bis ausgefallen.

twotimestwentyfeet

Ob gläsern auf der CeBIT, mit Container-Pool beim Nike Women´s Run oder als Hipster-Hostel bei Rock im Ring: TwoTimesTwentyFeet, eine Marke des Berliner Architekturbüros artdepartment berlin gmbh, entwickelt Eventcontainer als Eyecatcher für Messen und Marketing, Gastronomie und Verkauf. Und nicht nur das: Auch Büros, Wohngebäude und sogar Gewächshäuser sind im Angebot. Die Basis: Gebrauchte Seecontainer im 20- oder 40-Fuß-Standardmaß (TEU/FEU) beziehungsweise deren High-Cube-Varianten (20 oder 40 ft hc)

Entstanden ist die TwoTimesTwentyFeet nach einem Auftrag der Messegesellschaft Bread & Butter, ein temporäres, aufmerksamkeitsstarkes Gebäude zu errichten. Der Container-Entwurf für das Booking Office der Bread & Butter Modemesse – ein Jahr später auf derselben Messe weiterentwickelt als Showroom für Hilfiger Denim (siehe http://www.twotimestwentyfeet.com/portfolio/hilfiger-denim-bread-butter-w2010-2011/ ) – überzeugte: nicht nur den Kunden, sondern auch die Macher.

Denn die Flexibilität, Stabilität und hohe Tragkraft der Seecontainer ermöglichen komplexe Strukturen und bieten Raum für Kreativität. Ihre Standardisierung hinsichtlich Format und Material macht sie zu einem kalkulierbaren und günstigen Baustoff. Dazu Peter Weber, Inhaber und CEO von 2x20ft: „Container sind wie großes Lego. Es macht jedem Spaß, damit zu spielen. Das Preis-/Leistungsverhältnis in Bezug auf Größe und Tragkraft ist hervorragend.“

Besonders gefragt sind die Containerkonzepte von TwoTimesTwentyFeet im Messe- und Promotionbereich – dort wo Mobilität und Design gleichermaßen wichtig sind. Auch in der Gastronomie erwartet Weber ein wachsendes Interesse an Containergebäuden, anders als bei Wohnhäusern: „Das private Containerhaus wird hier eine Ausnahme bleiben.“ Denn „obwohl es tolle Lösungen gibt“ – mit Loft-Flair statt Trailerpark-Trostlosigkeit, individuell geplant statt als Modulbau aus China – machen in Deutschland Bauvorschriften und klimatische Bedingungen ein Containerhaus zu Wohnzwecken vergleichsweise teuer und kompliziert in der Genehmigung.

container haus, 2x20ft

Was alles möglich ist, zeigt jedoch das Pall Mall Hostel von 2x20ft. Entworfen für die Musikfestivals Rock am Ring und Rock im Park wurde der zweitstöckige Containerkomplex samt „Hotelzimmern“ mit Ausblick auf die Bühnen, Bar und VIP-Bereich vom TÜV Rheinland als fliegender Bau zertifiziert. Wie ein Zirkuszelt oder ein Fahrgeschäft auf dem Jahrmarkt kann der Containerbau mit dem TÜV-Prüfbuch überall in Deutschland aufgestellt werden – ohne erneutes Genehmigungsverfahren und „in dieser Größe erstmalig in Deutschland“.

Über den Autor

Andreas Atrott
Andreas Atrott
Über 12 Jahre Erfahrung in der Container Branche. Neben dem Containerhandel mit 3000+ Kunden verwandelt er mit seinem Team aus Containern spannende Umbauprojekte. Herr Atrott ist Gründer & Geschäftsführer der Containerbasis GmbH mit Sitz in Hamburg. Weitere Infos zu Herrn Atrott findest du hier.
← zur Blogübersicht Jetzt passenden Container finden →

Container Skyscraper in Mumbai

ContainerScraper: Designwettbewerb für menschenwürdiges Wohnen in indischem Slum

containerscraper mumbai 2015

Jährlich schreibt die englische Organisation SuperSkyScrapers  einen weltweiten Architekturwettbewerb aus. Der Inhalt jedes Jahr: Das Design eines Wolkenkratzers nach speziellen stadtplanerischen oder städtebaulichen Vorgaben. Die Vorgaben für 2015: Die Steel City Mumbai – ein Wolkenkratzer geschaffen aus Seecontainern – soll menschenwürdiges Wohnen in Bombays Slum Dharavi ermöglichen. Erstplatziert wurde der Entwurf des indischen Architekten Shekar Ganti. Doch ein Team deutscher Architekturstudenten konnte ebenfalls punkten: Ihr Entwurf erhielt eine besondere Erwähnung (Special Mention).

Die Analyse der architektonischen und baulichen Besonderheiten von Wolkenkratzern, ihre stadtplanerische Bedeutung, ihr Einfluss auf Lebenswelt und Umfeld, sind nur einige der Themen, denen sich die englische Organisation SuperSkyScrapers, London verschrieben hat. Seit 2012 schreibt sie jährlich die Skyscraper und SuperSkyscraper Competition aus. Der Inhalt: Der Entwurf eines Wolkenkratzers nach bestimmten Vorgaben für einen festgelegten Standort. Architekten, Bauingenieure, Städteplaner und Studenten aus aller Welt reichen jährliche ihre Entwürfe ein.

Die Vorgaben für 2015: Für den übervölkerten indischen Slum Mumbai-Dharavi sollte ein Wolkenkratzer entworfen werden, der menschenwürdige Wohnmöglichkeiten für Tausende von Menschen bereitstellt. Die Besonderheit: Der Skyscraper soll aus gebrauchten Seecontainern erbaut werden – ein ContainerScraper sozusagen. Erstplatziert wurde der Entwurf des indischen Architekten Shekar Ganti, gefolgt von Jin Young Son, USA, und Carlos R. Gomez, China.

Aber auch der Entwurf eines Teams deutscher Architekturstudenten fand Beachtung bei der Jury. Der Containerkomplex von Joachim Faßmann, Lucas Opitz, Thomas Schöne (kollektiv stadtsucht) und Franziska Klar erhielt eine besondere Erwähnung (Special Mention).

Die Besonderheit im Vergleich zu den anderen prämierten oder erwähnten Entwürfen: Das räumliche Konzept verzichtet auf Höhe und setzt auf Dichte. So benötigt der Entwurf keine kostenintensiven Zusatzkonstruktionen und arbeitet allein mit 40-Fuß-Seecontainern, die sowohl horizontal als auch vertikal als Bauelement eingesetzt werden. „Mit der Begrenzung auf höchstens sieben Geschosse bildet ein sich eigenständig tragendes Konstrukt, welches sich am maximalen Bruttogewicht und der Ladekapazität der Container orientiert“, erläutern die Nachwuchsarchitekten ihr Konzept. Die Idee dahinter: Günstiger, flexibel zu gestaltender Wohn- und Lebensraum für die jetzigen Bewohner des Viertels, nicht die aufstrebende Mittelschicht.

Dabei werden die Seecontainer nicht nur als Wohn- und Sanitärräume, Lager und Geschäfte genutzt, sondern auch als Wegenetz, Erschließungskerne für die benötigte Infrastruktur und – auf den Dachflächen – als Gärten, Sportanlagen und Erholungsflächen, als Standorte für Wind- und Solarenergie und anderes mehr.

Und das Projektteam von kollektiv stadtsucht sieht städtebauliche Perspektiven, die über Schnellbauten für Arme und Flüchtlinge hinausgehen, auch in Europa: „Seecontainer-Architektur kann vielfältigste Räume für vielfältigste Nutzungen erschaffen. Unser Anliegen ist, einen ästhetischen Anspruch zu kreieren, der über die bloße ökonomische Betrachtung bei der Projektentwicklung hinausgeht und auf die Belange der Nutzer achtet.“

Bild: SHEKAR GANTI

Über den Autor

Andreas Atrott
Andreas Atrott
Über 12 Jahre Erfahrung in der Container Branche. Neben dem Containerhandel mit 3000+ Kunden verwandelt er mit seinem Team aus Containern spannende Umbauprojekte. Herr Atrott ist Gründer & Geschäftsführer der Containerbasis GmbH mit Sitz in Hamburg. Weitere Infos zu Herrn Atrott findest du hier.
← zur Blogübersicht Jetzt passenden Container finden →

Vom Seecontainer zur lässigen Surfer Residenz

In Washington steht ein Strandhaus der besonderen Art. Erbaut vom „Bauherr“ Hartmann Kable aus einem einstigen 20er Container, repräsentiert das lässige Strandhaus einen urbanen und unverwechselbaren Style. Das Strandhaus bietet reichlich Platz, um es sich zu zweit so richtig gemütlich zu machen.

containerhaus surf strand

Der Container von außen

Ein gebrauchter 20 Fuß Seecontainer mit beidseitigen Stirntüren diente als Basis für das spannende Vorhaben. Hartmann Kable veränderte im Außenbereich lediglich die beiden Türen, die er durch Glastüren ersetzte. Eine davon führt auf ein kleines Vordeck, was im Sommer zu langen Abenden im Freien einlädt.

surfshak containerhaus

containerhaus strand1

Zudem verlängert sich durch diese Terrasse die Gesamtfläche des Containers.

Der Clou: Hartmann Kable installierte die Glastüren so, dass die Originaltüren dennoch am Container integriert sind. So kann er sein Containerhaus vollkommen sicher abschließen, wenn er es verlässt.
Ansonsten nutzte er den Umstand, dass ein Frachtcontainer so beschaffen ist, dass er den salzigen Wind- und Wasserverhältnissen seines ursprünglichen Verwendungszweckes optimal angepasst wurde und er veränderte nichts an der Außenhülle.

Somit sollte der Container dem „normalen“ Wetter in Washington durchaus gewachsen sein.

Das Innere des einstigen Seecontainers

containerhaus strand2

Es ist modern, komfortabel und erstaunt – die Inneneinrichtung überzeugt mit einer funktionalen und schicken Ausstattung, die nichts vermissen lässt. Durch die installierten Glastüren an den beiden Stirnseiten flutet das Tageslicht bis in den letzten Winkel des Strandhauses und somit entfällt eine weitere Installation für die Fenster auf der langen Seite des Containers.

containerhaus strand surf

Um den Platz in dem Überseecontainer effektiv nutzen zu können, überlegte sich der findige Designer eine Art Klappsystem. Mittels auf- und zuklappbarer Platten kann er im Handumdrehen ein Bett, Esstisch, Sitzbank oder Ablageflächen aus den Wänden hervorzaubern.

Wer also in den Container kommt, während alle Platten sauber verstaut an der Wand anliegen, wird sich vielleicht wundern, wie man hier seine Tage verbringen kann. Doch spätestens, wenn alles ausgeklappt ist, gleicht der einstige Container einem wunderbaren Strandhaus mit allem, was dazu gehört. Samt kleiner Küche und Hygieneraum.

Hartmann Kable setzte sich Authentizität zum Ziel. Er wollte keinen Seecontainer, um daraus etwas Neues zu kreieren, sondern er wollte, dass von dem Container so viel wie möglich erhalten blieb. Da auch die Nachhaltigkeit ein Thema bei der Planung war, handelt es sich um einen gebrauchten Container und kein neues Produkt.

Bildquelle und Projekthomepage: http://www.surfshackbox.com/

Über den Autor

Andreas Atrott
Andreas Atrott
Über 12 Jahre Erfahrung in der Container Branche. Neben dem Containerhandel mit 3000+ Kunden verwandelt er mit seinem Team aus Containern spannende Umbauprojekte. Herr Atrott ist Gründer & Geschäftsführer der Containerbasis GmbH mit Sitz in Hamburg. Weitere Infos zu Herrn Atrott findest du hier.
← zur Blogübersicht Jetzt passenden Container finden →

EBA51: Kreatives Containerdorf für Berliner Studenten

Berlin ist eine begehrte Metropole, das bekommen Jahr für Jahr junge Studenten zu spüren, die sich frohen Mutes auf den Weg in die deutsche Hauptstadt machen, um dort ihr berufliches Fundament zu legen. Nun steht ihnen ein neues Wohnobjekt zur Verfügung – die EBA51 – erbaut aus Seecontainern.

eba51 in berlin

Stylischer Wohnraum ist knapp und die wenigen leerstehenden Wohnungen sind zu teuer.

Doch irgendwo müssen die jungen, lernbereiten Leute ein Dach über dem Kopf haben und dieser Gedanke veranlasste den Unternehmer und Investor Jörg Duske dazu, kurzerhand ein Containerdorf für Studenten zu bauen.

Um genau zu sein – ein Ideen- und Realisierungswettbewerb ging der ganzen Geschichte voraus. Dieser fand zu Beginn des Jahres 2013 statt und Jörg Duske ging zwar nicht als Sieger hervor, doch seine Idee zeugt definitiv von Innovation, die Nachahmer verdienen würde.

Die Lage und die Ausstattung

containerdorf eba51 berlin

Im äußersten Südosten Berlins liegt der Bezirk Treptow-Köpenick und in dem Ortsteil Plänterwald des Bezirks fand sich ein großes Grundstück, das sich für das EBA51 Vorhaben perfekt eignete.

Es ist mit Bus und Bahn gut zu erreichen und bot somit alles, was für ein Studentendorf wichtig ist. Auf insgesamt 11.000 m² reicht der Platz für 235 Single Appartements mit je rund 26 qm, 65 Double Appartements mit rund 52 qm und 11 Triple-Wohnungen mit circa 78 qm.

Dazu werden 40 Fuß High Cube Container verwendet, die eine Außenabmessung von 12,19 m x 2,45 m x 2,90 m haben.

studentenwohnheim aus seecontainern

Jörg Duske investierte 13,5 Millionen Euro, um aus Seecontainern akzeptable und komfortable Unterkünfte zu bauen.

Das Bauprojekt EBA51 erhielt seinen Namen als Abkürzung, resultierend aus der Adresse Eichbuschallee 51. Damit wurde dem Vorbild aus anderen Ländern gefolgt, so bietet beispielsweise Amsterdam mit 1000 Container-Wohnungen das größte Studentendorf – und alle Wohnungen sind belegt.

Die Wohneinheiten teilen sich in Schlaf-, Wohn- und Essbereich auf. Ein kleiner Flur, eine Küche und ein Bad runden die Aufteilung ab. Einige Single-Wohnungen verfügen sogar über einen großen Balkon beziehungsweise eine Terrasse.

Die Inneneinrichtung der Containerwohnungen

Inneneinrichtung Eba51

Nachhaltigkeit ist Trumpf

Für das Containerdorf EBA51 wurden nicht einfach nur Container aneinandergesetzt, sondern der gesamte Bau basiert auf einer nachhaltigen und soliden Bauweise.

Das Fundament ist aus Beton und somit unterscheidet sich der Containerkomplex nicht von einem herkömmlichen Gebäudebau. Die Containermodule sind qualitativ und fachmännisch miteinander verbunden. Eine Baugenehmigung „beweist“ den hohen Standard, der den Bau begleitete.

Im Vorfeld wurde gerechnet, geplant, gemessen.

Zertifizierte Statiker prüften den gesamten Gebäudekomplex samt den integrierten Treppen und erteilten ihre Zustimmung. Die behördlichen Genehmigungen beinhalten zudem, dass die Containermodule sowohl den Brand- und Schallschutz einhalten, dass der Wärmeschutz erfüllt wird – manchmal sogar übertroffen – und das der gesamte Gebäudekomplex unter Einhaltung der Energiesparverordnung erbaut wurde.

Die Außenflächen des Containergebäudes bestehen aus Corten-Stahltrapezblech.

Im Endeffekt ist dies ein Material, das nahezu unzerstörbar ist. Es bildet sich eine natürliche Rostschicht, die einen dauerhaften Schutz vor Korrosion bietet. Somit benötigt das Gebäude keinen Fassadenanstrich und ist zugleich optisch ansprechend.

Um das Projekt umzusetzen, wurden teilweise gebrauchte und ausrangierte Frachtcontainer gekauft und instandgesetzt. Fenster und Türen wurden mit Belüftungselementen installiert, sodass auch Schimmel kein Thema sein wird. Alles in allem sollte das Containerdorf EBA51 ein Vorbild für zukünftiges Bauen sein, denn ressourcenschonender und nachhaltiger kann ein Bau kaum sein – zudem dann der Strom auch noch aus dem eigenen Blockheizkraftwerk kommt wie im Fall von EBA51.

eba51 in rostoptik

  Bildrechte:Bei Außenansichten und Visualisierung: Holzer Kobler Architekturen GmbH, Beim Interior: Design by Tina Sorgenlos

Über den Autor

Andreas Atrott
Andreas Atrott
Über 12 Jahre Erfahrung in der Container Branche. Neben dem Containerhandel mit 3000+ Kunden verwandelt er mit seinem Team aus Containern spannende Umbauprojekte. Herr Atrott ist Gründer & Geschäftsführer der Containerbasis GmbH mit Sitz in Hamburg. Weitere Infos zu Herrn Atrott findest du hier.
← zur Blogübersicht Jetzt passenden Container finden →

10 Tipps bevor Sie ein Containerhaus bauen

shipping container haus von john wells

Der moderne Pionier John Wells arbeitet aktuell an einem spannenden Projekt in Alpine, Texas. Auf einem Wüstenstreifen in seinem Feldlabor, bekannt als das „Südwest Texas Feldlabor für alternative Energie und nachhaltiges Wirtschaften“, lebt Wells ganz autark und auf sich gestellt.

shipping container haus von john wells

Vor einigen Jahren errichtete er hier ein erstes winziges Häuschen, das mit 270 Watt Solarenergie und vier 100-Watt-Windturbinen mit Energie versorgt wird. Wells‘ derzeit laufendes Projekt ist der Bau einer größeren Wohn- und Wirtschaftseinheit aus insgesamt vier 20 Fuß Seecontainern.

Dabei hofft er, knapp 500qm wohnbare Fläche für weniger als 15.000 Euro realisieren zu können.

Für alle, die ähnliches Vorhaben, hat er ebenfalls 10 Tipps parat, welche man überdenken sollte, bevor man Seecontainer für sein Projekt nutzt:

1. Seecontainer sind je nach Konjunktur ein gefragtes Gut, die Preise können schwanken, Container sind also nicht immer der billigste Werkstoff.

Auch der Transport über weite Entfernungen ist nicht wirklich billig.

Wenn Sie in der Nähe einer größeren Hafenstadt leben und über einen entsprechend großen Lastwagen samt Anhänger verfügen können, ist die Beschaffung allerdings ein Stück weit einfacher und preisgünstiger. Auch das entsprechende Abladen der Container muss vor Ort geplant werden, Kran o. Stapler muss ggf. organisiert werden.

2. Wenn Sie ein konkretes Angebot benötigen, vermeiden Sie unseriöse Händler, diese gibt es, leider wie in allen Branchen. Nutzen Sie unseren Marktplatz für einen transparenten Angebotsvergleich.

3. Der Preis für einen Container in der 20 Fuß Variante kann zwischen 900 und 1500 Euro betragen.

Ein konventioneller Bau in gleicher Größe, wasserdicht und solide, ist tatsächlich oft schneller und kostengünstiger ausführbar.

4. Container sind extrem sicher – sie lassen sich allenfalls mit Hilfe schweren Gerätes und viel Mühe unbefugt öffnen. Und sie sind viel zu schwer, um sie unbefugt wegzuschaffen.

5. Wenn möglich, lassen Sie sich den Seecontainer anliefern und unmittelbar an die gewünschte Stelle oder das vorbereitete Fundament setzen. Andernfalls brauchen Sie einen Kran oder einen riesigen Flaschenzug, um ihn zu bewegen.

6. Der einzige natürliche Feind des Containers ist der Rost – achten Sie daher, wenn möglich auf eine CSC Plakette, eine Art Tüv für Seecontainer.

7. Seecontainer sind nicht isoliert: Sie verwandeln sich daher je nach Sonneneinstrahlung und Umgebungstemperatur schnell in Kühlschränke oder Backöfen. Eine gute Isolation und der Einbau einer ausgeklügelten Belüftung sind daher ein Muss und mit entsprechendem Aufwand verbunden.

8. Gerät der Welthandel ins Stocken, stapeln sich die Metallmonster zu Tausenden ungenutzt auf den Frachthöfen. Ihre Wiederverwendung und Umwidmung als Wohn- oder Wirtschaftsgebäude ist daher eine vernünftige Recycling-Maßnahme.

9. Lassen Sie den Container das bleiben, was er ist, bleiben Sie „ehrlich“: Verkleiden Sie ihn nicht mit anderen Baumaterialien um seine (wie wir finden) schöne natürliche Ausstrahlung zu bewahren.

10. Nicht alles was glänzt ist Gold, oder:

– Viele Bilder von Containerhäusern weichen erheblich von der Realität ab.
– Viele der dargestellten Projekte sehen optisch zwar fabelhaft aus, ihr Bau und ihre Ausstattung hat aber sehr oft astronomische Summen verschlungen.

Der Charme der Bauweise mit Containern besteht aber gerade darin, der persönlichen Kreativität für bezahlbare und dennoch optisch ansprechbare Lösungen ganz nach Bedarf freien Lauf zu lassen.

 

Frei nach http://www.jetsongreen.com/2010/02/ten-things-consider-shipping-container-projects.html

Bildquelle http://www.tinyhouseliving.com/tag/john-wells/

Über den Autor

Andreas Atrott
Andreas Atrott
Über 12 Jahre Erfahrung in der Container Branche. Neben dem Containerhandel mit 3000+ Kunden verwandelt er mit seinem Team aus Containern spannende Umbauprojekte. Herr Atrott ist Gründer & Geschäftsführer der Containerbasis GmbH mit Sitz in Hamburg. Weitere Infos zu Herrn Atrott findest du hier.
← zur Blogübersicht Jetzt passenden Container finden →

Container Atlas: Handbuch der Container Architektur

Der internationale Experte für die Verwendung von Containern in der Architektur, Professor Han Slawik, ist einer der Autoren des „Container-Atlas“. Das Buch dokumentiert es eindrücklich: Die Ära der unscheinbaren Metallquader als Transportbehälter auf See, per Bahn oder Lastwagen und als behelfsmäßige Sanitär-, Büro- oder Not-Wohneinheiten geht ihrem Ende entgegen. Welches gewaltige kreatives Potential im Prinzip „Container“ steckt, enthüllt der Container-Atlas mit zahlreichen Bildbeispielen.

Sie sind herrlich wandelbar

Mobil, modular und flexibel einsetzbar – das sind die hervorstechendsten Eigenschaften eines Containers.

Moderne Raumplaner und Architekten nutzen sie bereits und entwickeln immer neue spannende Ideen, die sich obendrein im Handumdrehen relativ günstig realisieren lassen.

In modernen Wohn-Containern beispielsweise müssen die Nutzer weder auf Komfort noch auf Individualität und Ästhetik verzichten, das zeigt das Buch deutlich auf.

Auch temporäre Museen, Bildungsstätten, Shops, Ausstellungs- oder Event-Räume lassen sich mit Container-Elementen buchstäblich aus dem Boden stampfen.

 

Der Container-Atlas birgt Spannendes

Der „Container-Atlas“ zeigt viele überraschende Alternativen: Umständliches und massives Bauen für die Ewigkeit war gestern. Es zeigt eine Palette an Containerhaus – Beispielen aus der ganzen Welt.

Der Trend geht zur Beweglichkeit, zur Option, beliebig aus- und zubauen, wie mit einem Zauberstab Raum schaffen und am Ende sogar den Standort beliebig wechseln zu können.

Das modulare Container-System mit seinen mittlerweile zahlreichen Sonderanfertigungen und Sonderfunktionen entwickelt sich stetig weiter. Die vielen im Buch vorgestellten und illustrierten Projekte liefern Anregungen, präsentieren verblüffend neue Lösungen und machen Mut, so manch „verrückten“ Einfall in die Tat umzusetzen.

Über den Autor

Andreas Atrott
Andreas Atrott
Über 12 Jahre Erfahrung in der Container Branche. Neben dem Containerhandel mit 3000+ Kunden verwandelt er mit seinem Team aus Containern spannende Umbauprojekte. Herr Atrott ist Gründer & Geschäftsführer der Containerbasis GmbH mit Sitz in Hamburg. Weitere Infos zu Herrn Atrott findest du hier.
← zur Blogübersicht Jetzt passenden Container finden →

Seecontainer als „erste Hilfe“ beim Tsunami in Japan

Der japanische Architekt Shigeru Ban (geboren am 05. August in Japan) erreicht mit seinen Projekten immer wieder die Aufmerksamkeit der Menschen, der Kunstwelt und der Medien. Er ist beispielsweise bekannt dafür, mit unkonventionellen Materialien Notunterkünfte in Krisengebieten zu entwickeln und zu bauen. So nutzte er bereits Papier und Kartonagen für den Bau – effektiv und zielführend. Nach dem Erdbeben und dem verheerenden Tsunami am 11. März 2011 in Japan machte sich der innovative Architekt sogleich daran, einen Plan zu entwerfen, wie er ein Gebäude aus gebrauchten Seecontainern bauen könne, mit dem Ziel als Notunterkunft zu fungieren. Nach einigen organisatorischen und rechtlichen Herausforderungen ging es unter den wachsamen Augen von Shigeru Ban an die Umsetzung des Projektes.

tsunami container 6

Der Standort des Gebäudekomplexes

Die Auswirkungen der Naturkatastrophe bekam auch die Kleinstadt Onagawa in der Präfektur Miyagi an der japanischen Ostküste zu spüren, zumal sich dort ein Teil eines der Kernkraftwerke befindet. Der Ort befindet sich rund 180 Kilometer nördlich dem Katastrophengebiet Fukushima, welches meist in den Medien gezeigt wurde.

tsunami container 3

tsunami container 4

tsunami container 5

Genau jenes Städtchen Onagawa diente dem kreativen Architekten Shigeru Ban als Zielort für seinen Gebäudekomplex aus Seecontainern. Die Besiedelung konzentriert sich auf einige Täler und Küstenabschnitte, denn die Umgebung von Onagawa ist bergig und bewaldet. Das war die erste Herausforderung für den Meister der kreativen Baukunst, denn er hatte nicht sonderlich viel Platz für sein Projekt. Da eine flächenmäßige Ausdehnung nicht möglich war, ging es eben in die Höhe. Glücklicherweise lassen sich Seecontainer hervorragend stapeln, also wurde die Planung kurzerhand so verwirklicht, dass der Gebäudekomplex mehrstöckig errichtet wurde.

Als Freifläche stand für das Projekt ein Baseballstadion zur Verfügung.

Zahlen und Fakten

tsunami container 10

Aus gebrauchten Seecontainern entstanden neun Gebäude, einige zweistöckig, andere dreistöckig. Insgesamt bieten die einstigen Frachtcontainer Raum für 1800 Einheiten. Die kleinste Wohneinheit ist mit 19,8 m² für ein bis zwei Personen angedacht, während die mittlere Wohnfläche mit 29,7 m² drei bis vier Personen beherbergen kann.

tsunami container 11

Mehr als vier Personen kommen in den größten „Wohnungen“ unter, diese bieten mit 39,6 m² den größten Platz.
Wer diese Wohngegend sieht, kann kaum glauben, dass Seecontainer ursprünglich als Frachtbehälter gefertigt wurden. Sie scheinen wie gemacht für solche Projekte. Angesichts solcher Bauprojekte dürfte es keine Zeltlager in Katastrophengebieten mehr geben, denn durch solche innovativen Baumaßnahmen aus Seecontainern ist es möglich, jeden Menschen vernünftig unterzubringen und ihm ein Dach über dem Kopf anzubieten.

tsunami container 8CTH_kanabakari

Die Ausstattung der Unterkünfte aus gebrauchten Containern

Das Wohngebiet enthält ein Gemeinschaftszentrum, eine Bibliothek und ein Supermarkt. Weitere Ateliers sind natürlich möglich und könnten weiteren sinnvollen Verwendungszwecken zugeführt werden – das Beispiel in Onagawa ist exemplarisch.

tsunami container 1

Ein besonders ausgeklügeltes Evakuierungssystem bietet 50 Fluchtmöglichkeiten. Die einstigen Seecontainer beinhalten eine Küche, ein Bad und ein Schlafzimmer. Selbstverständlich sind die Wohneinheiten aus Containern mit Fenstern ausgestattet. Einbauschränke bieten vernünftig integrierte Stauraum-Lösungen. Die Container sind in einem Schachbrettmuster aufgestellt, was Freiflächen für jedwede Verwendung, etwa ein Wohnzimmer, bietet.

tsunami container 2

Die Stahlkonstrukte sind erdbebensicher und flexibel – per Kran kann solch ein Gebäudekomplex beliebig erweitert oder abgeändert werden. Kommen neue Wohneinheiten hinzu, muss nur noch eine Treppe angegliedert werden und das alles ist innerhalb kürzester Zeit realisierbar.

Seecontainer als Retter – nicht nur in der Not

Prinzipiell könnten solche Gebäudekomplexe überall auf der Welt innerhalb weniger Wochen errichtet werden. Sie sind erdbebensicher und erweiterbar. Die Ausstattung ist so durchdacht, dass es durchaus denkbar ist, solche Wohnungen für die dauerhafte Nutzung anzulegen.

Es ist doch immer wieder erstaunlich, welch fantastische Möglichkeiten durch Seecontainer realisiert werden können, nicht wahr?

Über den Autor

Andreas Atrott
Andreas Atrott
Über 12 Jahre Erfahrung in der Container Branche. Neben dem Containerhandel mit 3000+ Kunden verwandelt er mit seinem Team aus Containern spannende Umbauprojekte. Herr Atrott ist Gründer & Geschäftsführer der Containerbasis GmbH mit Sitz in Hamburg. Weitere Infos zu Herrn Atrott findest du hier.
← zur Blogübersicht Jetzt passenden Container finden →

Interview mit Commod-Haus

Heute stellen wir euch „Commod-Haus“ vor, ein Modulhaus Hersteller aus Österreich – natürlich auf Basis von gebrauchten Seecontainern.

Commod-Haus ist ein Hersteller von ökologischen Modulhäusern, welche bequem mit der Familiengröße „mitwachsen“ können.

containme: containerhaus von commod haus

Hallo Frau Maresch, bitte stellen Sie sich und Ihre Firma kurz vor. Wer ist Commod-Haus und was machen Sie genau?

COMMOD-Haus ist das erste ökologisches Modulhaus, das mitwächst. Egal ob Heimbüro, Pflegebedarf oder Nachwuchs… man stellt sich einfach mehr Räume dazu.
So passt sich das Haus perfekt allen Bedürfnissen an…und wenn die Kinder ausziehen, gibt man ihnen ihr Zimmer gleich mit.
Das COMMOD Haus ist ein leistbares Niedrigenergiehaus basierend auf Frachtcontainerrahmen.

Dadurch ist es einfach transportierbar- mit LKW, Bahn oder Schiff. Die Montage dauert nur wenige Stunden und schon nach 3 Monaten kann man ins eigene Traumhaus einziehen. Wir verwenden ausschließlich ökologische Materialien für ein gesundes & gemütliches Wohnklima.
Stellen sie sich vor, als moderner Nomade nehmen sie ihr Haus einfach mit und ziehen damit von Stadt zu Stadt…und irgendwann vielleicht ans Meer.

COMMOD Haus Beach Box

Die Konvertierung von Containern in Wohnraum ist ein relativ junges Phänomen & nicht gerade das Tagesgeschäft eines „normalen“ Bauträgers.
Wie kam es zu der Gründung von „Commod-Haus“, warum haben Sie sich dazu entschieden Häuser aus Containern zu bauen?

Die Idee entstand aus dem Arbeitsalltag in einem Architekturbüro. Es gibt viele Anfragen, ein bestehendes Haus in kurzer Zeit um einen Raum zu erweitern, weil z.B. unerwartet Nachwuchs kommt.

Der Trend an ökologischen und gesundheitsbewussten Bauweisen, scheitert oft an den hohen Kosten.
Das COMMOD-Modulhaussystem ermöglicht beides– schnelles Zu- oder Umbauen und leistbares, ökologisches Wohnen.

commod haus containerhaus

Wer ist Ihre Zielgruppe – oder – wer genau kauft Ihre Containerhäuser?

Jungfamilien, die die Option auf eine flexible Erweiterbarkeit haben wollen und ein begrenztes Budget für ein Eigenheim besitzen, jedoch Wert auf Gesundheit und Ökologie legen.

Weitere Zielgruppen, die die CMD Bauweise auch bedienen kann sind:

Gruppenwohnbauten: Für die Bevölkerungsschichte der Alleinverdiener und Alleinerzieher ist es oft schwierig, die monatlichen Kosten für herkömmliche errichtete Mietobjekte aufzubringen. Diese stark wachsende Gruppe an Menschen, kann mit dieser Bauweise aufgefangen werden, wo private Genossenschaften und oft auch die Städte mit geförderten Wohnungen keine Lösung anbieten können.

Zubauten: Bei bereits bestehenden Bauten bietet COMMOD-Haus eine einfache und kostengünstige Möglichkeit des Zubaus. Bei erhöhtem Platzbedarf können einzelne Module an den Bestand einfach angedockt werden.

Können Sie aktuelle Verkaufszahlen nennen? Oder, wie wird Commod-Haus angenommen?

Die COMMOD-Haus GmbH wurde im Juli 2014 gegründet und gilt als Start-up Unternehmen. Die Anfragen sind enorm, es gibt bereits rd. 60 ausgearbeitete Projekte und wir sind gerade bei der Umsetzung der ersten Bauten.

Was machen Sie, um den Bekanntheitsgrad von Ihrem Startup weiter auszubauen?

Internetauftritt, Social Media und die Teilnahme an Wettbewerben.

Wo steht „Commod-Haus“ in fünf Jahren?

In 5 Jahren ist die COMMOD-Haus GmbH ein europaweit tätiges Unternehmen. Wir sehen uns auch aktiv in der Entwicklungs- und Forschungsarbeit und bieten daher in 5 Jahren mehrere Produkte und Module mit unterschiedlichen Nutzungen an.

Vielen Dank an Frau Michaela Maresch von der COMMOD-Haus GmbH für das freundliche Interview!

Bildquelle Commod Haus GmbH

Über den Autor

Andreas Atrott
Andreas Atrott
Über 12 Jahre Erfahrung in der Container Branche. Neben dem Containerhandel mit 3000+ Kunden verwandelt er mit seinem Team aus Containern spannende Umbauprojekte. Herr Atrott ist Gründer & Geschäftsführer der Containerbasis GmbH mit Sitz in Hamburg. Weitere Infos zu Herrn Atrott findest du hier.
← zur Blogübersicht Jetzt passenden Container finden →

Vorschriften beim Containerhaus

Containerhäuser sind auf dem Vormarsch – keine Frage. Doch mit dem steigenden Interesse, häufen sich auch die Fragen nach Vorschriften, Genehmigungen usw. beim Hausbau mit gebrauchten Seecontainern.

Die Containerbasis hat hierzu auf der Seite für Wohnen auf kleinstem Raum, tiny-houses.de, einen Gastartikel darüber verfasst.

Für jeden der mit dem Gedanken spiel sich ein Haus aus Containern zu bauen (oder sei es auch nur ein Gartenhäuschen oder ein zusätzlicher Lagerraum im Hinterhof) sollte sich frühzeitig mit eventuellen Genehmigungen auseinandersetzen.

Den Artikel dazu gibt es hier: http://tiny-houses.de/wohnen-im-seecontainer-2/

Über den Autor

Andreas Atrott
Andreas Atrott
Über 12 Jahre Erfahrung in der Container Branche. Neben dem Containerhandel mit 3000+ Kunden verwandelt er mit seinem Team aus Containern spannende Umbauprojekte. Herr Atrott ist Gründer & Geschäftsführer der Containerbasis GmbH mit Sitz in Hamburg. Weitere Infos zu Herrn Atrott findest du hier.
← zur Blogübersicht Jetzt passenden Container finden →

Ein Containerhaus mitten im Wald

Kam Kasravi und Connie Dewitt schufen sich Ihr Traumhaus mitten in den Redwoods. Ein Containerhaus welches sich der Natur anpassen – mit ihr verschmelzen sollte – jedoch sie keinesfalls schädigen.

Containerhaus in den Redwoods (1)

In gerade einmal 6 Stunden wurde das Haus aus gebrauchten, gebrauchten ISO Standard Seecontainern (welche Sie eingehändig am Hafen von Oakland ausgewählt hatten) erbaut. Wobei das so nicht ganz korrekt ist: Fast ein Jahr nahm der Innenausbau der Seecontainer in Anspruch. Alles Einzelstücke!

Die Container wurden zu Blocks (Insgesamt wurden in diesem Projekt 6 x 40 Fuß Seecontainer verwendet) gestapelt und dann (den Gegebenheiten des Grundstückes angepasst) in passende Stücke geschnitten.

Es war nicht gerade die billigste Art ein Haus zu bauen“ meint Connie Dewitt, jedoch immer noch günstiger als auf die konventionelle Art des Hausbaus.

Containerhaus in den Redwoods (2) Containerhaus in den Redwoods (3) Containerhaus in den Redwoods (4) Containerhaus in den Redwoods (5) Containerhaus in den Redwoods (6) Containerhaus in den Redwoods (7)

Containerhaus in den Redwoods (8)Containerhaus in den Redwoods (9)

Dank der positiven Eigenschaften der Seecontainer müssen sich die beiden Erbauer über extreme Umwelteinwirkungen wohl keine Sorgen mehr machen – auch umstürzende Bäume sollte das Haus problemlos „wegstecken“.

(Mehr über die Seecontainer erfahren? Lese jetzt die wichtigsten Fakten!)

Unterstütz wurden die beiden Hausbauer von dem Architekturbüro MODULUS.

Als kleinen Leckerbissen gibt es die zwei und Ihr Containerhaus auch noch auf Youtube zu sehen:

Über den Autor

Andreas Atrott
Andreas Atrott
Über 12 Jahre Erfahrung in der Container Branche. Neben dem Containerhandel mit 3000+ Kunden verwandelt er mit seinem Team aus Containern spannende Umbauprojekte. Herr Atrott ist Gründer & Geschäftsführer der Containerbasis GmbH mit Sitz in Hamburg. Weitere Infos zu Herrn Atrott findest du hier.
← zur Blogübersicht Jetzt passenden Container finden →