Skinners Playground

spielplatz aus alten frachtcontainern

Es ist erstaunlich, welche Konstruktionen entstehen können, wenn ausrangierte Materialien die Grundlage bilden. Ein gutes Beispiel ist ein Kinderspielplatz aus ehemaligen Frachtcontainern. Solch eine Architektur zeugt von Kreativität, von Einfallsreichtum und von Ideenreichtum.

spielplatz aus gebrauchten seecontainern

Skinners Playground als Vorzeige-Objekt

Skinners Playground zeigt, wie Umweltschutz und Innovation harmonisch kombiniert werden können. Einst dienten die vier 40 Fuß Container als Transportbehälter für Güter, die über die Weltmeere transportiert wurden. Als sie aufgrund Witterung und sonstiger Einflüsse dafür nicht mehr geeignet waren, feierten sie ein Comeback. Und zwar nicht in einer Verwertungsstelle, sondern auf einem Spielplatz.

Architekten aus Melbourne (phooey) nahmen sich den vier Seecontainern an und entwarfen einen Plan, wie aus den vier Stahlboxen und weiteren „Abfallprodukten“ ein abenteuerlicher Spielplatz entstehen könnte.

Vier Frachtcontainer als Spielplatz? Eine tolle Idee!

Der Vorteil eines Spielplatzes aus ehemaligen Frachtcontainern liegt in seiner Beschaffenheit, kaum etwas ist robuster als der Stahl eines Frachtcontainers. Mit dem richtigen Anstrich hält so ein gebrauchter Container nahezu unbegrenzt und Verletzungen, wie sie beispielsweise durch Holzsplitter entstehen können, fallen weg.

Etliche Elemente des Abenteuerspielplatzes basieren lediglich darauf, dass die Frachtcontainer nicht akkurat aufeinandergestapelt wurden, sondern in scheinbar zufälliger Reihenfolge.

 

container spielplatz4

Doch diese „zufälligen“ Anordnungen erweißen sich als wahre Glanzstücke der Containerarchitektur

Alles aus Abfällen – alles, ohne Abfall zu hinterlassen

Zudem sind die Treppengeländer, Baumhäuser, Balkone und Überhänge ebenfalls aus Teilen von Container gefertigt.

Fenster, Teppiche und die Komponenten zur Befestigung bestehen ebenso wie die Container selbst aus recycelten Stoffen.

Dadurch wird die Idee, mit dem Bau nicht nur recycelten Materialien neues Leben einzuhauchen, realisiert, sondern es entstehen keinerlei Abfallprodukte – immerhin besteht der Kinderspielplatz selbst aus Abfallprodukten.

Die Kinder können sich grenzenlos austoben

Das Schöne daran ist, dass sich die Kinder vollkommen frei entfalten können, was ihre Kreativität betrifft.

Sie können die Wände bemalen und sich auch sonst gestalterisch austoben. Der Spielplatz aus Containern ist eine Idee, die in vielen Städten und Gemeinden Schule machen sollte. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Spielplatz aus Holzelementen ist dies eine günstige Alternative (sofern man nicht gerade Star-Architekten heranzieht) und die aufwendige Instandhaltung fällt auch weg.

spielplatz aus alten frachtcontainerncontainer spielplatz

Projekt wurde entdeckt bei Inhabitat

Bildquelle http://www.phooey.com.au/projects/96/children-s-activity-centre

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Andreas Atrott
Andreas Atrott
Über 12 Jahre Erfahrung in der Container Branche. Neben dem Containerhandel mit 3000+ Kunden verwandelt er mit seinem Team aus Containern spannende Umbauprojekte. Herr Atrott ist Gründer & Geschäftsführer der Containerbasis GmbH mit Sitz in Hamburg. Weitere Infos zu Herrn Atrott findest du hier.
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BETAM setzt auf Container

Die Firmengruppe BETAM, im Bauwesen aktiv, realisierte ein Betonmischwerk in modularer Container Bauweise, die Basis hierfür dienten Standard 20– und 40ft Container.

Hier einige Impressionen, welche von unserem Redakteur entdeckt und geschossen wurden. Die Baustelle befindet sich auf der A1 zwischen Hamburg und Lübeck:

Betonmischwerk in Containerbauweiße Betonmischwerk aus Containern Betonmischwerk in Containerbauweiße

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Kleinvieh: Biogas im Container

Der mit Hauptsitz im niedersächsischen Twist (Landkreis Emsland) ansässige Anbieter CornTec hat sich auf eine besondere Art von Mini-Biogasanlagen spezialisiert: In einem standardisierten 40 Fuß Seecontainer sind alle nötigen Elemente für eine 75 kW Anlage integriert. Dadurch lässt sich die Mini-Biogasanlage „Kleinvieh“ auch auf kleineren landwirtschaftlichen Anlagen betreiben.

Kleinvieh Biogasanlage im Container

 

Welche Komponenten sind im „Kleinvieh“ verbaut?

Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) zwischen 75 kW und 150 kW fungiert als treibende Kraft. Damit das Biogas in einer sauberen Qualität produziert werden kann, ist das Entschwefeln ein notwendiger Prozess. Aus diesem Grund ist eine Entschwefelungseinheit bereits im „Kleinvieh“ integriert.

Weiter befinden sich das Eintragssystem für die Gülle sowie feste Stoffe ebenso in dem umgebauten Seecontainer als auch eine Steuerung und ein Wärmetauscher.

Die Biomasse wird vergärt. Dazu darf weder Licht noch Sauerstoff an die Masse gelangen und damit dies gewährleistet wird, gibt es den Fermenter, denn hier findet exakt dieser Prozess statt.

 

Die Vorteile des „Kleinvieh“

Kleinvieh Biogasanlage im Container

 

Die Flexibilität der Mini-Biogasanlage in dem 40 Fuß Container ist natürlich ein erheblicher Vorteil.

Dadurch profitieren kleine Gehöfte von der Anlage und der Container lässt sich relativ leicht und unkompliziert an einen anderen Standort verbringen. Der Container selbst ist wasserdicht und witterungsbeständig.

Ein weiterer Pluspunkt ist die bewährte Robustheit und Langlebigkeit eines Seecontainers. Wird der äußere Schutzanstrich regelmäßig erneuert, ist die Anlage praktisch unbegrenzt lange geschützt. Zudem sind im Inneren alle Komponenten so verbaut und integriert, dass der Sicherheit Rechnung getragen wurde.

 

Warum ist eine eigene Biogasanlage überhaupt sinnvoll?

Die „Kleinvieh“-Biogasanlage sorgt für so viel Energie, dass sich damit beispielsweise Wohngebäude beheizen lassen.

Zudem wird das Abfallprodukt „Gülle“ nachhaltig in Energie umgewandelt. Dabei spielt es keine Rolle, ob Schweine oder Rinder gehalten werden, die „Kleinvieh“ Mini-Biogasanlage kann mit jeder Art von Gülle betrieben werden. Zudem können noch Roggen, Körnermais oder Silagen eingesetzt werden, um Biogas in optimaler Qualität zu erhalten.

Kleinvieh Biogasanlage im Container

Bildquelle CJB Energieanlagen GmbH & Co. KG

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Andreas Atrott
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District 10 – ein Containerkomplex für Startups

Im schottischen Seabraes steht ein Gebäude mit dem Namen „District 10“, welches den begehrten Preis Dundee Institute of Architects Awards erhielt. Doch dabei blieb es nicht, es kamen noch weitere Auszeichnungen hinzu, etwa der Preis für das beste Geschäftshaus, ein Preis für die designte Einrichtung oder den Supreme Award für das gesamte Projekt. Allerdings handelt es sich um kein Gebäude aus Stein, Beton und Mörtel, sondern um einen Gebäudekomplex aus Frachtcontainern.

district 10 in schottland

Mit 37 ausrangierten Containern Start-ups eine Basis bieten

Insgesamt wurden 37 der großen 40 Fuß Stahlboxen zu einem großen Bürogebäude für junge Start-ups verbaut.

Ein ehemaliger Eisenbahngüterbahnhof im Hafengebiet erschien den Bauherren rund um den verantwortlichen Architekten Ged Junge als geeigneter Standpunkt, um das Projekt zu stemmen.

Insgesamt besteht der Gebäudekomplex heute aus 15 Büros für kleinere Unternehmen, die hauptsächlich Interessenten aus dem digitalen und kreativen Bereich anlocken wird.

Doch die Planung schreitet munter voran, denn die Nachfrage ist gewaltig. Auf dem Zeichenbrett sind die nächsten recycelten Frachtcontainer bereits verplant.

Gebaut für die Zukunft

Besonders die Nachhaltigkeit und die Umweltfreundlichkeit der einstigen Frachtcontainern erfreut sich höchster Beliebtheit.

Zudem besticht der Bürogebäudekomplex durch eine günstige Finanzierung und seine Flexibilität. An- oder Umbauten können problemlos bewerkstelligt werden.

Stadtentwicklungsdirektor Mike Galloway ist der Meinung, dass das Gebäude aus ehemaligen Frachtcontainern die aktuelle Gewerbe-Immobilien-Situation deutlich aufwerten würde.

Gerade die kleinen, noch jungen Unternehmen profitieren von den Möglichkeiten des Bürocontainers, ganz einfach, weil die Mieten deutlich günstiger als mitten in der Stadt sind.

umgebaute seecontainer für startups

Freundliche Farben innen und außen

Wie ein riesiger Würfel steht er da – das Bürogebäude, erbaut mit 37 Seecontainern. Allein die Farben gelb und schwarz machen es zu einem auffälligen Blickfang. Für ausreichend Helligkeit im Inneren sorgen zahlreiche bodentiefe Fenster. Dabei dienen die einstigen Türen der Container heute als Rollladen. Auch im Inneren wurde viel Wert auf eine freundliche Farbgestaltung Wert gelegt.

So erstrahlen Treppenhäuser und Türen in herzerfrischendem Gelb, was „District 10“ zu einem hoffentlich äußerst angenehmen und erfolgversprechenden Arbeitsplatz macht.

Bildquelle http://www.scottish-enterprise.com/knowledge-hub/articles/insight/building-01-at-seabraes-yard

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Container Atlas: Handbuch der Container Architektur

Der internationale Experte für die Verwendung von Containern in der Architektur, Professor Han Slawik, ist einer der Autoren des „Container-Atlas“. Das Buch dokumentiert es eindrücklich: Die Ära der unscheinbaren Metallquader als Transportbehälter auf See, per Bahn oder Lastwagen und als behelfsmäßige Sanitär-, Büro- oder Not-Wohneinheiten geht ihrem Ende entgegen. Welches gewaltige kreatives Potential im Prinzip „Container“ steckt, enthüllt der Container-Atlas mit zahlreichen Bildbeispielen.

Sie sind herrlich wandelbar

Mobil, modular und flexibel einsetzbar – das sind die hervorstechendsten Eigenschaften eines Containers.

Moderne Raumplaner und Architekten nutzen sie bereits und entwickeln immer neue spannende Ideen, die sich obendrein im Handumdrehen relativ günstig realisieren lassen.

In modernen Wohn-Containern beispielsweise müssen die Nutzer weder auf Komfort noch auf Individualität und Ästhetik verzichten, das zeigt das Buch deutlich auf.

Auch temporäre Museen, Bildungsstätten, Shops, Ausstellungs- oder Event-Räume lassen sich mit Container-Elementen buchstäblich aus dem Boden stampfen.

 

Der Container-Atlas birgt Spannendes

Der „Container-Atlas“ zeigt viele überraschende Alternativen: Umständliches und massives Bauen für die Ewigkeit war gestern. Es zeigt eine Palette an Containerhaus – Beispielen aus der ganzen Welt.

Der Trend geht zur Beweglichkeit, zur Option, beliebig aus- und zubauen, wie mit einem Zauberstab Raum schaffen und am Ende sogar den Standort beliebig wechseln zu können.

Das modulare Container-System mit seinen mittlerweile zahlreichen Sonderanfertigungen und Sonderfunktionen entwickelt sich stetig weiter. Die vielen im Buch vorgestellten und illustrierten Projekte liefern Anregungen, präsentieren verblüffend neue Lösungen und machen Mut, so manch „verrückten“ Einfall in die Tat umzusetzen.

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Andreas Atrott
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Wenn ein Seecontainer zum Bunker wird

Für Survival-Spezialisten oder Weinliebhaber (Stichwort: Weinkeller) bietet ein Seefracht-Container die Chance, relativ kostengünstig an einen eigenen Untergrundbunker zu kommen. Doch auch wer kräftig selbst Hand anlegt, muss mit Kosten um die 11.000 Euro rechnen.

container bunker

 

Ein üblicher Seefrachtcontainer ist das Herzstück des Projektes.

Die Außenmaße eines 20 Fuß Containers betragen nach ISO-Norm 6,058 Meter Länge, 2,438 Meter in der Breite und 2,591 Meter in der Höhe, das ergibt eine Standfläche von insgesamt 14,9 m².

Die Vorbereitung

Die Baugrube wird so bemessen, dass zu jeder Seite zwischen Wand und Container mindestens 30 cm Raum bleiben, nach vorn auf der Türseite werden mindestens 1,20 Meter Platz einkalkuliert. Da der Seecontainer als Bunker dienen soll, wird die Baugrube 60 Zentimeter tiefer ausgehoben, als der Container hoch ist.

container bunker 3

Bevor der Container zum Bunker wird, werden die großen Doppeltüren an der Seite des Containers versiegelt, dafür wird an der Stirnseite eine schmale, nach innen aufgehende Tür eingebaut.

Auf den Boden der Baugrube kommt nun eine 15 Zentimeter tiefe Schicht Kies, darauf wird der Container gesetzt.

Seitlich vor der Tür wird ein perforiertes Kunststofffass von 100 Litern Fassungsvermögen vergraben – das ist der Platz für die Pumpe der künftigen Versitzgrube.

Ohne festen Halt geht es nicht

Die erste Stufe der Betontreppe zur Eingangstür hin beginnt auf dem Niveau der Oberkante des Containers.

Die Grube erhält nun mit Hilfe von Bagger oder Schaufel rundum noch einen etwa 50 Zentimeter breiten Rand, der mit der Dachseite des Containers auf einer Ebene liegt.

Zwei Doppel-T-Stahlträger verbinden nun die oberste Treppenstufe jeweils mit der Container-Oberkante rechts und links der Tür. Über die gesamte Grubenfläche einschließlich des breiten Randes wird anschließend über dem Container eine Verschalung aus Holz errichtet.

Darüber kommt schweres Wellblech, das jeweils breit auf den Rändern der Grube aufliegt – entsprechend kalkuliert man für die Breite des Blechs 2,44 plus 2x 30 cm (Abstand Containerwand – Grubenwand) plus 2x 50 cm oberer Auflagerand auf beiden Längsseiten der Grube.

Die Länge berechnet man mit sechs Metern für den Container, 1x 30 cm Abstand Containerrückwand – Grubenwand + 1x 50 cm hinterer Auflagenrand der Grube.

container bunker 4

In die Stahlträger oberhalb der Tür werden in kurzen Abständen Baustahl-Stäbe eingesetzt, diese Stäbe dienen als Fixierung für eine erste Lage von Betonsteinen rund um den Einstieg.

Diese werden anschließend mit Beton verfüllt: So entsteht die Randeinfassung des Einstiegs.

Rund um den Container sowie in dessen Innerem werden nun Stahlträger für Betonverschalungen oder einfache Holzstützen gesetzt, um das Containerdach und das darüber liegende Wellblech von unten abzustützen.

Die Versorgung im Seecontainer – pardon: Schutzbunker

Zwei 30 cm Plastikrohre für die spätere Belüftung sowie alle Rohre für die künftige Stromversorgung beziehungsweise die Wasserver- und entsorgung sollten jetzt ebenfalls gesetzt beziehungsweise verlegt werden.

Über die gesamte nun verschalte Fläche legt man zusätzlich noch eine Lage Baustahlgitter.

Insgesamt folgen dann insgesamt etwa 15 cm Beton als „Deckplatte“ über dem gesamten Bunkerbereich.

Der Aufwand mit der Betondecke ist gerechtfertigt: Metall rostet und könnte daher mit der Zeit unter der aufgefüllten Erde einstürzen. Der Beton dagegen sichert den Bunker langfristig vollständig ab.

Wichtig ist es später, die Pumpe der Versitzgrube immer funktionsfähig zu halten. Andernfalls kommt es zu einer Überschwemmung des Bunkers. Ein eingebauter Sensor warnt vor einem zu starken Anstieg des Wasserstandes rund um den Container und setzt die Pumpe in Gang.

Auf den Betonblocks rund um den Einstieg kann man nun weitere Reihen von Betonstein  in beliebiger Höhe aufmauern und den Bunker-Einstieg sogar komplett „überbauen“. Auch den Rest der Treppe kann man mit Betonsteinen setzen.

Wird die Grube und der Umgebungsbereich des Bunkers bis zum Rand der Einstiegseinfassung mit guter Erde aufgefüllt, können später sogar rundum Bäume oder Büsche angepflanzt werden. Ist der Beton ausreichend getrocknet, werden alle Holzstützen oder Betonstahlträger entfernt.

Der Innenraum lässt sich nun beliebig ausbauen und nutzen, beispielsweise als Weinkeller.

ACHTUNG: wie hier berichtet wird, soll es Probleme mit der Statik geben können.

Bildquellen: https://www.youtube.com/user/martiwf0

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ECF Containerfarm: Aquaponik im Container

Das Start-up ECF Farmsystems entwickelte eine effiziente Technik, um quasi mitten in der Stadt eine Gemüse- und Fischzucht zu betreiben. Diese ungewöhnliche Idee wird auf dem Gelände einer ehemaligen Malzfabrik realisiert, die in der Nähe des stillgelegten Flughafen Tempelhof liegt. Das Start-up verwirklicht die Idee mithilfe von Frachtcontainern, die zu diesem Zweck speziell aufbereitet werden.

aquaponik im container

Gebrauchte Seecontainer enden nicht zwangsweise auf dem Schrotthof, findige Ingeniure und Architekten verwandeln die Stahlboxen in die coolsten Projekte. Ob als urbane Containerhäuser oder als Lager für das Mottorrad.

Berlin ist eine pulsierende Stadt mit sympathischen Bewohnern und innovativen Geschäftsideen. Ein Unternehmen geht Anfang 2015 mit einer besonders pfiffigen Idee auf den Weg in eine hoffnungsfrohe Firmenzukunft.

ecf containerfarm

Das sogenannte „upceyceln“ der ehemaligen Seecontainer dient der Umwelt und erlaubt eine Unternehmensführung auf Basis einer geringeren Kalkulation. Die junge Firma beweist damit, dass der Einsatz eines Seecontainers überhaupt nichts mit Fracht, Verzollung und Verschiffung zu tun haben muss. Im Gegenteil, offensichtlich profitiert das Start-up von den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Seecontainer, die sich genauso herrichten lassen, wie es benötigt wird.

Was macht ECF Farmsystems genau?

Wer nach Berlin reist, um sich die phänomenale Idee etwas genauer zu betrachten, sieht zuerst einen hübsch lackierten Frachtcontainer. Darauf steht ein Gewächshaus. Somit vereint sich Aquakultur im Container und Hydrokultur im Gewächshaus, ein äußerst ressourcenschonendes Verfahren, das in Fachkreisen als „Aquaponic“ bezeichnet wird.

Die Nutzung eines Containers für diesen Zweck ist perfekt, denn dadurch ist es möglich, Fischzucht und Gemüseanbau zugleich auf kleinstem Raum zu betreiben – ein Modell mit Zukunft. So können auf engstem Raum – mitten in der Stadt – gesundes Gemüse und frischer Fisch herangezogen werden. Momentan entsteht auf einer Grünfläche neben besagter Malzfabrik die europaweit erste Stadtfarm – wohlgemerkt, auf der Basis ehemaliger Frachtcontainer.

Wie funktioniert Aquaponic?

Die Technik, mit der die Fisch- und Gemüsezucht betrieben wird, ist ebenso einfach wie genial:

In dem Seecontainer leben Fische. Nach einem Filterungsprozess dienen die Ausscheidungen der Tiere samt dem Wasser als Pflanzendünger. Jeder kennt das Prinzip, wenn auf den Bauernhöfen Gülle transportiert wird. Auch hier werden die Ausscheidungen des Viehs als Dünger für die Nutzpflanzen verwendet. Genauso funktioniert es bei dem Berliner Unternehmen auch.

Nur dass das Gemüse nicht in der Erde wächst, sondern direkt in der Nährstoffmischung. Dadurch wird erheblich weniger Fläche verbraucht, um genau zu sein, diese Form der „Landwirtschaft“ kommt mit bis zu 70 Prozent weniger Nutzfläche aus.
Die Gründer des Unternehmens setzen auf eine umweltschonende und platzsparende Lösung, frisches Gemüse und Fisch zu züchten.

Die ECF Farm wächst weiter

ecf containerfarm

Generell kann solch eine Farm in einen bestehenden Betrieb oder in einen Neubau integriert werden. Es reicht der Platz, den ein Frachtcontainer beansprucht – also eine Fläche von 6,058 m x 2,438 m, das wäre die 20 Fuß Variante. Oder der Platzbedarf eines 40 Fuß Containers wäre dann 12,192 m x 2,438 m.

Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll auf, welche Möglichkeiten ehemalige Seecontainer bieten. Selbstverständlich kann solch eine Anlage von ECF auch mit einem neuen Seecontainer realisiert werden, doch das ist überhaupt nicht unbedingt notwendig. Ein Container, der absolut wind- und wasserdicht ist, reicht vollkommen aus.

Eine Fischzucht, bei der die Tiere selbstverständlich artgerecht gehalten werden, in phänomenaler Verbindung mit einer Gemüsezucht.

Und die Kunden werden solch ein Angebot sicher zu schätzen wissen, denn frischer kann ein Fisch kaum sein.

Weitere Impressionen der ECF Farmsystems:

ecf containerfarm innen ECF.Containerfarm.Hydroponik.gesamt

ECF.Containerfarm.Hydroponik.Vertical2

ECF.Containerfarm.Outside.3

 

 

geplante Anlage im Raum Berlin:

geplante ecf anlage

© by ECF Farmsystems Berlin

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Container Möbel von Sander Mulder

Das Seecontainer, vor allem nachdem sie ausrangiert wurden, vielschichtig einsetzbar sind steht mittlerweile außer Frage. Es gibt praktisch (beinahe) alles: Von Häuser aus Containern, über Containerpools zu Containerkunst. Nun ergänzt der Designer Sander Mulder die Containervariationen um ein weiteres, wirklich gelungenes, Highlight: Containermöbel.

schrank aus containern

Auch wenn diese Möbel nicht wirklich aus alten Seecontainern hergestellt wurden (es wird jedoch originaler Containerstahl verwendet), sondern ihnen nur nachempfunden wurden, lassen sich diese Stücke wirklich sehen! Ein absolutes Kunstobjekt für jeden Design-Liebhaber. Vor allem in urbanen Lofts machen diese Möbelstücke wohl eine sagenhafte Figur..

containermöbel sander mulder

containermöbel von sander mulder

Ganz günstig sind diese Einzelstücke leider nicht, preislich beginnt es bei ca. 1200 Euro (für das kleinste Teil). Wen dieser Preis nicht abschreckt kann die Containermöbel direkt auf der Seite von Sander Mulder erwerben.

container kommode sander mulder

Bildquelle Sander Mulder sandermulder.com

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Andreas Atrott
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Containerhaus: Die 6 spektakulärsten Beispiele!

Containerhäuser: Alles andere als langweilige Zweckarchitektur

In Deutschland sind kaum Containerhäuser für private Wohnzwecke zu finden. Zwar werden Raumcontainer als vorübergehende Wohnunterkünfte, Ausweichräumlichkeiten für überfüllte oder sanierungsbedürftige Schulen oder – modular errichtet und auf längere Nutzung ausgelegt – im gewerblichen Bereich als Büros (und anderes mehr) genutzt. Private Bauherren, die vom Containerhaus träumen, scheitern jedoch in der Regel an den hiesigen Bauvorschriften für Wohnhäuser. Kaum ein Bebauungsplan bietet die Möglichkeit, ein Containerhaus zu bauen.

Leider – denn mit der funktionalen Zweckarchitektur, die oftmals mit Raumcontaineranlagen einhergeht, haben viele Containerhäuser nichts gemein, wie Beispiele aus anderen Ländern zeigen

The Fly House, Palma de Mallorca, Spanien

Bild: www.airbnb.de/rooms/328541

Nicht allzu weit reisen muss man, wenn man einen Blick in das kleine, aber feine Fly House in Palma de Mallorca werfen möchte. Unweit der historischen Altstadt wurde es auf das Dach eines Mehrfamilienhauses aufgesetzt – mit viel Privatsphäre und kleinem Pool auf der eigenen Dachterrasse. Voll ausgestattet für zwei Personen lässt es sogar für einen kurzen (oder längeren) Urlaub mieten. Und sollten die Eigentümer irgendwann doch umziehen wollen: Das Containerhaus wurde aus mehreren Containerrahmen so konstruiert, dass es komplett demontiert und anderswo wieder aufgebaut werden kann. Mieten könnt ihr es z.B. direkt hier auf Airbnb.

The Little Box on the Prairie, nahe Livingston, Montana, USA

Bild: airbnb.com

Aus zwei 40-Fuß-Seecontainern errichtet wurde die Little Box on the Prairie nahe Livingston, Montana. In Einzellage mitten in der Prairie gelegen punktet dieses Häuschen mit klaren Linien und Weitblick auf die Absaroka Mountains. Beim Bau kamen – neben den Gebrauchtcontainern – bevorzugt Naturmaterialen und Recyclingstoffe zum Einsatz. Einen Blick ins Haus gibt es hier. Zum Besuch ist allerdings einen Pkw mit Allradantrieb empfehlenswert.

Casa El Tiemblo, El Tiemblo, Spanien

Nicht als Ferienimmobilien, sondern als Einfamilienhaus geplant und damit deutlich größer ist das 2010 vom Madrider Architekturbüro James & Mau errichtete Containerhaus Casa El Tiemblo in ZentralspanienAus mehreren High-Cube-Containern im 40-Fuß-Maß entwarfen die Architekten ein nachhaltiges, solarbeheiztes Öko-Haus, das zu 70 Prozent aus recycelten und gebrauchten Materialien besteht. Die offene Bauweise mit großen Fensterflächen steht dabei in bewusstem Kontrast zum „Low-Budget-Flair“ der verwendeten Seecontainer, wie man sie sonst nur als Zweckarchitektur in Hafengebieten oder auf Betriebsgelände findet.

Mit 190 m2 Wohn- und Nutzfläche zu einem Kaufpreis von 140.000 Euro bei einer Bauzeit von sechs Monaten ist die Casa El Tiemblo dabei unschlagbar günstig im Vergleich zu einem vergleichbaren Einfamilienhaus.

Six Oaks, San Jose, Kalifornien, USA

Bilder: modulus.com

Auch das – mitten im Wald an einer historischen Bahnstrecke erbaute – Six Oaks besteht aus insgesamt 6 x 40 Fuß High Cube Container und setzt auf klare Erkennbarkeit der zugrunde liegenden Seecontainer.  110 m2 auf zwei  Stockwerken bieten hier Platz für die ganze Familie.

Die Besonderheit: Zwischen den einzelnen Containern hat das bauausführende Designbüro Modulus 1,20 m breite Glaselemente mit Querstreben aus Holz  und Metall eingesetzt – um einerseits einen optimalen Lichteinfall  in der stark bewaldeten Umgebung zu gewährleisten und um andererseits die historische Eisenbahnstrecke im Design anklingen zu lassen.

Wie bei zahlreichen anderen Seecontainerhäusern lag auch beim Bau von Six Oaks der Fokus auf der Verwendung von  Natur- und Recyclingmaterialien, eine insgesamt nachhaltige Bauweise und dem Einsatz erneuerbarer Energien.


Caterpillar House, Lo Barnechea, Chile

Bild: Sergio Pirrone

Deutlich futuristischer im Design stellt sich das Caterpillar Haus nahe Santiago de Chile dar. Das 2012 erbaute Wohnhaus eines chilenischen Kunstsammlers und seiner Familie besteht aus insgesamt fünf 40-Fuß- und sechs 20-Fuß-Standard-Seecontainern. Entworfen von Sebastián Irarrázaval kombiniert es auf spektakuläre Weise Glas und Stahl zu einem großzügigen Komplex mit rund 350 m2 Wohnfläche, ergänzt durch einen 40-Fuß-Open-Top-Container als Swimmingpool im Außenbereich. (Mehr über Containerpools erfährst du in diesem Beitrag)

Foster Family Home, Denver, Colorado, USA

https://www.youtube.com/watch?v=z9mHb0-1EN4

Ähnlich groß wie das Caterpillar House – und ähnlich extravagant – ist auch das Containerhaus der Familie Foster in Denver, Colorado, das der Feuerwehrmann und seine Frau teils in Eigenleistung, teils mit Unterstützung durch Architekten, Bauingenieure und andere Fachleute errichtet und ausgebaut haben.

Die Basis: neun gebrauchte 40-Fuß-Seecontainer zum Preis von damals jeweils rund 2.200 US-Dollar.

Die Bauzeit: ein Jahr.

Das Ergebnis: Eine Luxusimmobilie mit sieben Schlafzimmern, fünf Badezimmer, einem zweistöckigen Atrium mit Kamin und Bibliothek sowie einer Dachterrasse mit Rundumsicht.

Allerdings hat das Traumhaus seinen Preis. Rund 500.000 US-Dollar haben die Fosters insgesamt für ihren ganz besonderen Traum des nachhaltigen Wohnens ohne Komfortverzicht ausgegeben – keine Wohnidee für jedermann, aber in jedem Fall sehenswert.

 

Interesse an noch mehr Containerarchitektur?

Drei Buchtipps zum Weiterlesen:

  • Aidan Hart, Modern Container Architecture, erschienen im Dezember 2016
  • Sybille Kramer, The Box: Architectural Solutions with Containers, erschienen im Oktober 2016
  • Julia Bergmann, Matthias Buchmeier, Han Slawik, Sonja Tinney, Container Atlas, erschienen im Februar 2013


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