Ich packe meinen Seecontainer

„Ich packe meinen Seecontainer und nehme mit …“

12.000 Flaschen Wein oder 6.000 Schuhkartons? Oder vielleicht ein Auto sowie das komplette Mobiliar einer Zwei-Zimmer-Wohnung? Dass in einen Standardseecontainer im 20-Fuß-Maß (TEU) vieles hineinpasst, dürfte allgemein bekannt sein. Doch wie packt man am besten? Und was darf nicht hinein? Ein kleiner Einstieg für Auswanderer und Weltenbummler.

Wer auswandert, einen Umzug über weite Strecken plant oder sein Hab und Gut während einer Auszeit zwischenlagern möchte, wird in der Regel eher früher als später mit den Fragen konfrontiert:

  • „Wie packe ich einen Seecontainer?“
  • „Was passt hinein?“
  • „Und was kann Probleme verursachen?

Grundsätzlich gilt

Ein 20-Fuß-Seecontainer ist groß genug für den kompletten Inhalt einer Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnung inklusive Küche. Das bedeutet: Möbel, 50 Umzugskartons mit all dem, was in den Möbeln untergebracht war, und vielleicht noch ein Fahrrad oder ein Motorrad dazu. Wenn auch ein Auto mit auf die Reise gehen soll, wird entweder ein FEU, also ein Seecontainer im 40-Fuß-Maß, oder ein zweiter TEU benötigt.

Über die maximale Zuladung muss man sich in der Regel keine Gedanken machen. Sie liegt bei rund 21,7 Tonnen in 33 Kubikmeter Stauraum – kaum jemand dürfte Haushaltsgegenstände in dieser Gewichtsklasse besitzen (Bildhauer einmal ausgenommen).

Für eine sichere (See)Reise sollte alles in stabile Umzugskartons verpackt und zerbrechliche Dinge zusätzlich mit Luftpolsterfolie geschützt werden. Die Kartons sollten dabei möglichst voll gepackt werden, mit möglichst wenig Lufträumen dazwischen. Denn Seereisen können stürmisch werden. Und auch das Be- und Entladen per Kran ist kein sanfter Vorgang. Sind die Kartons zu leer, verschiebt sich der Inhalt.

Das gilt übrigens auch für den gesamten Container: Je enger gepackt, desto geringer die Bruchgefahr der Ladung durch Umfallen und Herumrollen bei etwas mehr Seegang. Möbel, Fahrräder und andere Gegenstände, die nicht in Kartons passen, sollten mit Decken geschützt und gesichert bzw. fixiert werden. Wenn dann noch die schwersten Gegenstände nach unten und die leichteren nach oben gepackt und das Gewicht gleichmäßig über die ganze Ladefläche verteilt wird, steht einer reibungslosen Überfahrt nichts mehr im Wege.

Nicht vergessen werden darf die detaillierte Auflistung aller Gegenstände im Container: aufwendig, aber sehr praktisch, wenn man Zielort den Container wieder auspackt – und vor allem unentbehrlich für den Zoll, wenn das Schiff internationale Gewässer durchquert (was bei Seefracht nicht ausbleibt). Schließlich möchte niemand, dass sein Container von den örtlichen Zollbehörden im Hafen festgesetzt wird, samt einer Rechnung für die Zwischenlagerung.

Und was sollte/darf nicht in den Seecontainer?

  • Wichtige und/oder vertrauliche Dokumente wie Geburts- und Heiratsurkunden, Bankunterlagen etc., aber auch Wertgegenstände wie Schmuck
  • Medikamente
  • Pflanzen und Samen: Den Transport überleben sie meistens nicht und in vielen Ländern kann es zudem erheblichen Ärger bei der Einreise geben.
  • Verderbliche Lebensmittel: Hier gilt Ähnliches wie bei Pflanzen und Samen. Sie werden schlecht bzw. dürften gar nicht oder nur unter Auflagen eingeführt werden.
  • Alles, was brennbar, entflammbar oder giftig Dazu zählen auch Deodorants, Haarspray und Farbdosen!
  • Und natürlich Waffen jeglicher Art

Ein Hinweis noch: Der Container soll gar nicht auf Reisen gehen, sondern nur als Zwischenlager benutzt werden? Dann sollte man beim Erwerb eines gebrauchten Containers genau auf dessen Zustand achten. Gebrauchte Seecontainer werden je nach Erhaltungsgrad in Kategorien eingeteilt.

Ein Lagercontainer muss mindestens der Kategorie C, besser B, angehören, also wind- und wasserdicht (WWT), idealerweise auch frachtfähig (Cargo Worthy/CW) sein. So kann man sicherstellen, dass das eigene Hab und Gut auch nach der Weltreise noch verwendbar ist und vielleicht sogar im Container an den alten oder neuen Wohnort transportiert werden kann.

Gebrauchte Seecontainer aller Art gibt es übrigens direkt hier in unserem Marktplatz

Bilder: Virginia McMillan CC BY 2.0four12 CC BY-NC-ND 2.0

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Andreas Atrott
Andreas Atrott
Über 12 Jahre Erfahrung in der Container Branche. Neben dem Containerhandel mit 3000+ Kunden verwandelt er mit seinem Team aus Containern spannende Umbauprojekte. Herr Atrott ist Gründer & Geschäftsführer der Containerbasis GmbH mit Sitz in Hamburg. Weitere Infos zu Herrn Atrott findest du hier.
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Können Containerschiffe entzwei brechen?

In der Mitte entzwei: Falsche Ladungsverteilung kann Containerschiffe zerbrechen lassen

Als im Sommer 2013 das Post-Panamax-Containerschiff „MOL Comfort“ im Arabischen Meer bei schwerer See auseinander brach und sank, stand sofort die Frage im Raum: Waren konstruktionsbedingte Fehler die Ursache für den Untergang oder lag es an der falschen Ladungsverteilung? Sicher ist: Die Ladungsverteilung beeinflusst die Stabilität eines Schiffes erheblich. Und auf immer breiteren und vor allem immer längeren Schiffen wächst auch die Herausforderung, einen Frachter optimal zu beladen. Gelingt dies nicht, kann dies offenbar im Zusammenspiel mit anderen Faktoren eine Havarie verursachen.

Im Juni 2013 sank im Arabischen Meer auf dem Weg von Singapur nach Jeddah das Post-Panamax-Containerschiff MS „MOL Comfort“. In schwerem Wetter hatte es sich der Frachter in der Mitte eingebeult, war schließlich zerbrochen und gesunken. Die 26-köpfige Besatzung rettete sich auf Rettungsinseln und -boote und wurde vom Containerschiff „Yantian Express“ der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd aufgenommen. Die 7.041 TEU Ladung im Wert von rund 300 Millionen US-Dollar waren ebenso verloren wie das mit 66 Millionen US-Dollar versicherte Schiff. Zusätzlich verschmutzten mehr als 3.000 Tonnen Schweröl das Meer. Einzelne Container wurden in den folgenden Monaten an der indischen Westküste angespült.

Die 2008 vom Stapel gelaufene MS „MOL Comfort“ wurde bei der japanischen Werft Mitsubishi Heavy Industries gebaut, gemeinsam mit elf weiteren Schwesterschiffen (MOL C-Klasse). Alle verbleibenden C-Schiffe wurden in den Folgejahren nach der Havarie auf Schäden überprüft und die Bodenkonstruktion des Mittelschiffs verstärkt.

Doch der Grund lag nicht allein in der Konstruktion der Frachter. Die Havarie hat gezeigt, dass mit dem Größenwachstum der Containerschiffe besondere Herausforderungen an die Ladungsverteilung entstanden sind. Der Grund: Während eine ungleiche Ladungsverteilung in der Breite schnell offenbar wird, haben die meisten Programme deutlich mehr Schwierigkeiten, Ungleichgewichte über die Länge des Schiffes zu erkennen. Das Ergebnis: Sind die Container in der Mitte deutlich schwerer als die Ladung an Bug und Heck, biegt sich der Schiffsrumpf nach unten durch („Sagging“). Im umgekehrten Fall – leichte Container in der Mitte, schwere an Bug und Heck – wölbt sich der Schiffsrumpf nach oben („Hogging“). Bei Fälle führen zu Materialermüdung, die schließlich bei schwerer See und ungleicher Beladung zur Havarie führen: Das Schiff bricht entzwei.

Um vergleichbare Havarien zukünftig zu vermeiden, hat die International Association of Classification Socities Ltd. die Vorgaben für die Längsstabilität von Containerschiffsrümpfen sowie die Ladungskontrolle mittels Finite-Elemente-Methode erweitert und verschärft. Neue Programme unterstützen dabei die Berechnung der Lastenverteilung nicht über die Breite, sondern auch die Länge des Schiffes. Denn längst hat ein Handelsschiff nicht mehr nur einen Ausgangs- und einen Zielhafen. In jedem Hafen auf der Fahrtroute werden Container gelöscht und neu geladen – bei extrem kurzen Liegezeiten. In sehr engen Zeitfenstern muss so die optimale Ladungsverteilung immer wieder neu errechnet und umgesetzt werden – eine hochkomplexe Aufgabe.

Doch das beste Programm hilft nicht weiter, wenn das Gewicht eines Container falsch angegeben wird – ein nicht ganz seltenes Vorgehen, dass in Häfen und auf Schiffen immer wieder zu Schwierigkeiten führt. Die UN-Konvention für Schiffssicherheit SOLAS hat daher neue Richtlinien für den Transport von Seecontainern herausgegeben. Seit dem 1. Juli 2016 dürfen nur noch Frachtcontainer mit verifiziertem Bruttocontainergewicht (VGM) verladen werden – ein Schritt in die richtige Richtung, für mehr Sicherheit in der Containerfahrt.

Bild: Mol Comfort / © Indianexpress / PTI PHTOTO / IANS

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Andreas Atrott
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Mehr als nur große Blechdosen

Sie sind unauffällig. Sie erleichtern unser Leben. Sie sind unglaublich vielseitig – die Rede ist vom Container. Seecontainer sind längst in unseren Alltag integriert. Sie bringen uns Güter aus allen Ländern der Erde. Sie sorgen dafür, dass unsere Waren sicher an ihrem Bestimmungsort ankommen. Überseecontainer könnten interessante Geschichten erzählen – von den Menschen, der Wirtschaft, dem rasanten Wachstum der Globalisierung.

schiffscontainer wirtschaft

Tipp: Wussten Sie, dass einige kreative Architekten Seecontainer für urbane Wohnkonzepte nutzen? Bewundern Sie jetzt die 6 spektakulärsten Containerhäuser!

Doch Container können noch viel mehr. Sie bringen bei einem Umzug Ihr gesamtes Hab und Gut sicher und komfortabel an jeden gewünschten Ort.

Inländisch – außer Landes oder gar auf einen anderen Kontinent. Sie benötigen Lagerplatz? Dann böte sich ein 20 Fuß Container doch perfekt an? Das ist weitaus günstiger als die Anmietung teurer Lagerhallen. Falls es ein wenig größer sein darf, dann wählen Sie die enormen Kapazitäten eines 40 Fuß Containers.

Eine Erfolgstory erster Güte

Als im Jahr 1956 der erste Schiffscontainer auf die Reise ging, ahnte niemand die Erfolgsgeschichte der phänomenalen Stahlkolosse. Heute sind sie vom Handel und der Schifffahrt nicht mehr wegzudenken. Was wäre der Hamburger Hafen ohne seine Containerterminals? Sogar als Postkartenmotiv machen die ISO-Container eine hervorragende Figur.

Der praktische Nutzen von Containern liegt darin begründet, dass sich nahezu alles in ihnen sicher verstauen lässt. Ob es sich um Kleinteile, etwa Mobiltelefone oder um Schüttgut – beispielsweise Styroporflocken handelt – alles findet Platz und für jede Anforderung kann eine spezielle Lösung gefertigt werden.

Sie sind gefragt wie ein Supermodel

seecontainer weltwirtschaft

Wissen Sie, viele Container auf der Welt im Einsatz sind? Eine genaue Zahl ist nicht genau bekannt, doch Experten schätzen, dass es sich so auf 33 Millionen eingependelt hat.

Eine schier unvorstellbare Zahl!

Angenommen, Sie möchten sich ein Unternehmen aufbauen. Sie produzieren Hosen und möchten diese nach Asien verkaufen. In einen 20 Fuß Container bekommen sie rund 10.000 Hosen. Die Transportkosten belaufen sich in der Gesamtsumme auf kalkulierte 4000 Euro. Somit kostet die einzelne Hose im Versand 40 Cent. Günstiger und bequemer geht es nicht.

Übrigens müssen Sie um Ihre Ware keineswegs fürchten, die Container sind mit soliden Sicherheitsvorkehrungen ausgerüstet, und da das Entladen im Hafen entfällt, kommen genau zwei Logistiker an die Ware: Sie beim Beladen – und der Kunde beim Entladen.

Sie sehen, wir sind große Fans der Stahlbehälter. Schauen Sie sich ein wenig um und wir sind sicher, dass Ihnen die eine oder andere innovative Idee einfällt, wie Sie durch den Einsatz von Containern Zeit und somit auch Geld sparen können.

 

Bildquelle https://www.flickr.com/photos/cseeman/ und https://www.flickr.com/photos/mbz/

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Andreas Atrott
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Wie man Kondensation im Container verhindert

Bevor es um die Frage geht, wie sich Kondensation im Container verhindern lässt, sollte die Begrifflichkeit „Kondensation“ im Zusammenhang mit Frachtcontainern erst einmal genauer unter die Lupe genommen werden.

Wie entsteht Kondensation in einem Seecontainer?

Da ein Container unter Umständen um die halbe Welt geschickt wird, passiert er natürlich auch unterschiedliche Klimazonen. Doch bereits bei der Beladung kann der Grundstein für die Entstehung von Kondenswasser gelegt werden, beispielsweise wenn der Container bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt beladen wird. Kondensation ist grundsätzlich der Übergang von Wasser in einer gasförmigen Form hin zur flüssigen Form. Es entsteht immer nur dann, wenn die Luft gesättigt ist, also kein Wasser in gasförmiger Form mehr aufnehmen kann. Ein geschlossener Frachtcontainer schützt durch seine Bauweise die Ladung vor äußeren Einflüssen, etwa Regen, Seewasser, Hitze oder UV-Strahlung. Im Inneren jedoch staut sich die Luft unter Umständen, das hängt von der Art der Fracht ab. Das Verpackungsmaterial, die Füllstoffe – aber auch die Ladung selbst kann Feuchtigkeit abgeben. Diese Feuchtigkeit beginnt dann zu kondensieren, wenn die Umgebungstemperatur sinkt. Somit bildet sich etwa Kondenswasser am Dach des Containers und tropft ungehindert auf die Ladung. Rost, Schimmel, Flecken, aufgequollene Kartons bis hin zur beschädigten Ladung ist alles möglich.

Wie kann man Feuchtigkeit im Container verhindern?

Günstig und effektiv – Lüftungseinheiten

Eine günstige Möglichkeit, dem chemischen Prozess der Kondenswasserbildung zu entgehen, sind „Vents“. Dabei handelt es sich um kleine Lüftungseinheiten, die einen Luftaustausch im Inneren des Containers ermöglichen – ohne dass die Ladung aufgrund äußerer Einflüsse Schaden nehmen kann. Die Platten sind mit Öffnungsschlitzen- oder Löchern versehen, ähnlich wie bei einem Kamin. Mit einer externen Halterung werden sie strategisch sinnvoll so an den Container angebracht, dass die Luft zirkulieren kann, aber ein Wassereintritt von außen nicht möglich ist. Allerdings sollte der Container mit diesen Lüftungseinheiten so beladen werden, dass die Luft überhaupt die Möglichkeit zur Zirkulation hat – also muss die Ladung weg von den Wänden und darf nicht bis an die Decke gestapelt werden.

 Luftentfeuchter – eine sinnvolle und bekannte Methode

Viele kennen Luftentfeuchter aus ihren eigenen vier Wänden. Meist werden sie in Neubauten oder bei einer zu hohen Luftfeuchtigkeit eingesetzt.

Diese Technik kann in einem Frachtcontainer innovativ zum Einsatz kommen. Es handelt sich um technische Geräte, die im Normalfall über eine externe Stromquelle betrieben werden.

Die Feuchtigkeit wird aus der Luft „gezogen“ und in einem Behältnis gesammelt. Der Nachteil bei dieser Methode beschränkt sich darauf, dass das Wasserbehältnis regelmäßig geleert werden muss.


 Trockenmittel – Absorpoles

Auch Absorpoles sind weithin bekannt und zwar in Form von kleinen Tütchen, die neuen Produkten oft beigelegt werden.

Dabei handelt es sich um ein chemisches Trockenmittel (Calciumchlorid), das dazu verhilft, dass die Ware keinen Schaden durch Feuchtigkeit nimmt.

Auf Frachtcontainer gemünzt, leisten Absorpoles hervorragende Dienste und ihre ganze Stärke spielen sie bei eng gepackten Containern aus. Das Trockenmittel ist für Frachtcontainer in einer speziellen Stangenform erhältlich und etwa 5 Zentimeter zwischen Absorpoles und der Fracht genügen, damit das Trockenmittel wirksam werden kann.

Die Stangen können sowohl an den Seitenwänden befestigt als auch an den Verzurrösen aufgehangen werden. Eine Stange von etwa einem Meter Länge fasst rund 20 Liter Wasser.

 Mit einem Anstrich gegen die Kondenswasserbildung

Eine langfristige Lösung bietet ein Anstrich des Innenraums eines Containers mit GrafoTherm. Dabei handelt es sich um einen speziellen Anstrich, der kondensschützend wirkt. GrafoTherm verfügt über die besondere Eigenschaft einer Mikroporenoberfläche, was neben etlichen Vorteilen auch die Gefahr der Kondensation verhindert.

Fazit

Letztendlich sind alle Methoden erfolgversprechend, doch auch das eigene Verhalten trägt zur Verminderung von Kondenswasser in einem Frachtcontainer bei.

Hauptsächlich spielt natürlich die Art der zu transportierenden Waren die Hauptrolle. Sind die Produkte von Hause aus feucht, dürften die genannten Maßnahmen nur im Zusammenspiel helfen. Ein Container sollte immer so beladen werden, dass die Luft zirkulieren kann, also sollte ein kleiner Abstand zwischen der Fracht und den Wänden eingehalten werden.

Auch das häufige Öffnen und Schließen der Türen spielt eine kleine Rolle. Wird ein Lagercontainer vernünftig beladen und mit einer der genannten Methoden zum Schutz versehen, sollte sich die Bildung von Kondenswasser in Grenzen halten oder gar komplett vermieden werden können.


Bildquelle https://www.flickr.com/photos/good_day/

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Andreas Atrott
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Container Atlas: Handbuch der Container Architektur

Der internationale Experte für die Verwendung von Containern in der Architektur, Professor Han Slawik, ist einer der Autoren des „Container-Atlas“. Das Buch dokumentiert es eindrücklich: Die Ära der unscheinbaren Metallquader als Transportbehälter auf See, per Bahn oder Lastwagen und als behelfsmäßige Sanitär-, Büro- oder Not-Wohneinheiten geht ihrem Ende entgegen. Welches gewaltige kreatives Potential im Prinzip „Container“ steckt, enthüllt der Container-Atlas mit zahlreichen Bildbeispielen.

Sie sind herrlich wandelbar

Mobil, modular und flexibel einsetzbar – das sind die hervorstechendsten Eigenschaften eines Containers.

Moderne Raumplaner und Architekten nutzen sie bereits und entwickeln immer neue spannende Ideen, die sich obendrein im Handumdrehen relativ günstig realisieren lassen.

In modernen Wohn-Containern beispielsweise müssen die Nutzer weder auf Komfort noch auf Individualität und Ästhetik verzichten, das zeigt das Buch deutlich auf.

Auch temporäre Museen, Bildungsstätten, Shops, Ausstellungs- oder Event-Räume lassen sich mit Container-Elementen buchstäblich aus dem Boden stampfen.

 

Der Container-Atlas birgt Spannendes

Der „Container-Atlas“ zeigt viele überraschende Alternativen: Umständliches und massives Bauen für die Ewigkeit war gestern. Es zeigt eine Palette an Containerhaus – Beispielen aus der ganzen Welt.

Der Trend geht zur Beweglichkeit, zur Option, beliebig aus- und zubauen, wie mit einem Zauberstab Raum schaffen und am Ende sogar den Standort beliebig wechseln zu können.

Das modulare Container-System mit seinen mittlerweile zahlreichen Sonderanfertigungen und Sonderfunktionen entwickelt sich stetig weiter. Die vielen im Buch vorgestellten und illustrierten Projekte liefern Anregungen, präsentieren verblüffend neue Lösungen und machen Mut, so manch „verrückten“ Einfall in die Tat umzusetzen.

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Andreas Atrott
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13 erstaunliche Fakten über Seecontainer

Seecontainer haben unser tägliches Leben enorm beeinflusst – verbessert ist wohl der passendere Ausdruck. Denn, ohne das enorme Wachstum an Seecontainer auf unserer Erde wäre es der Wirtschaft nicht möglich gewesen, in diesem Maße zu fruchten, ja sogar die heutige Globalisierung wäre ohne Container nicht denkbar – klingt übertrieben, entspricht aber durchaus den Fakten. Die großartige Bedeutung dieser Stahlboxen sollte also keiner unterschätzen und obwohl sie jeder kennt, weiß kaum einer mehr über sie. Daher präsentieren wir euch heute die 13 erstaunlichsten Fakten über Seecontainer, die jeder gehört haben sollte:

container depot

Fakt 1: 98% aller Seecontainer werden in China gefertigt

Wie die Mehrzahl der Güter, werden auch (nahezu alle) Seecontainer in der Volksrepublik hergestellt.

Ein großer Grund hierfür sind die geringen Lohnkosten in diesem Teil der Erde, ebenfalls eine Rolle spielen die vielen (und sehr großen) Containerhäfen in ganz China.

Fakt 2: Weltweit gibt es ca. 530 Millionen Container (Datenstand 2010)

Eine gigantische Zahl, über eine halbe Milliarde dieser Stahlboxen stehen auf unserer Erde und verrichten für uns die unterschiedlichsten Dienste.

Fakt 3: Ihre Lebenszeit beträgt mindestens 20 Jahre

Zwanzig Jahre leisten sie uns gute Dienste. Ob als Lagerfläche, als Haus oder als Frachtbehälter rund um den Globus. Mit regelmäßiger „Pflege“ und einigen Reparaturen kann die Lebenszeit auch deutlich erhöht werden!

Fakt 4: 95% der Frachtcontainer werden zu See transportiert

Die riesigen Containerschiffe haben sich bewährt, mit ihnen lassen sich unglaubliche Massen an Containern und Gütern gleichzeitig transportieren, zwar bedeutet dies auch einiges an Zeiteinbußen, dennoch ist es immer noch die kostengünstigste Variante Seecontainer zu bewegen.

Fakt 5: Ein einziger 20 Fuß Container kann 3500 Schukartons fassen

oder anders ausgedrückt: 7000 einzelne Schuhe in nur einem einzigen Standard Container. Erstaunlich was da alles reinpasst, oder nicht? In einen 40 Fuß High Cube passen sogar knapp 8000 Schuhkartons, oder anders: 16000 Schuhe!

Fakt 6: Auf das größte Containerschiff passen 18.300 Standard Container

Und zwar ist es das größte Containerschiff, die  Maersk Mc-Kinney Møller, welche 2014 gebaut wurde. Ein wahres Monster-Schiff!

Fakt 7: Der Seecontainer wurde erst 1956 erfunden

Malcolm McLean war im Speditionsgeschäft tätig und wollte die Umschlagszeiten der Waren am Hafen auf die Transportschiffe verkürzen, einfache Stahlboxen – die heutigen ISO Container – waren seine revolutionäre Idee. Simpel aber enorm effektiv!

Fakt 8: Auf unserer Erde sind momentan 17 Millionen Container in Bewegung

Das macht nach aktuellen Schätzungen über 200 Millionen Transporte jährlich – wow!

Fakt 9: Jede Stunde versinkt ein Seecontainer im Meer

Ein mittlerweile ernsthaftes Problem, umgerechnet sind das um die 10.000 Container welche jährlich (unbeabsichtigt) über Board gehen und in den Weltmeeren versinken!

Fakt 10: Port of Shanghai ist der größte Containerhafen

Mit einem Containerumsatz von mehr als 33 Millionen Standard Containern im Jahr 2013!

Fakt 11: Alle Container aneinandergereiht  ergäben eine Strecke, welche zweimal um den Globus reicht!

Fakt 12: Ein Seecontainer ist bis zu 6-fach stapelbar!

Bedingt durch seine Statik ist ein Seecontainer enorm belastbar. (Und das, obwohl die Seitenwände nicht tragend sind!)

Fakt 13: Kaum ein (ehemaliges) Industriegut wird so unterschiedlich eingesetzt wie der Seecontainer

Transportwesen, Lagerfläche, Architektur, Wohnen, Upcycling, Kunst, Krisengebiete… die Liste ist lang!

Bildquelle www.flickr.com/photos/tristantaussac

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Container DWG / CAD Model Download

Für was auch immer Du einen Seecontainer brauchen wirst. Oftmals, vor allem wenn man plant ein Containerhaus zu bauen, ist es hilfreich eine  3D oder 2D CAD Zeichnung eines Standard Containers zur Hand zu haben.

20 fuß container Dry Van containerbasis

 TIPP: Jetzt die spektakulärsten Containerhäuser ansehen! Hier klicken

Mit Hilfe dieser CAD Zeichnung kannst du, schon vor dem Kauf des Containers, konkrete Entwürfe realisieren. Modelle zeichnen usw.

Wir stellen dir hier eine CAD Zeichnung eines Seecontainers im .dwg Format zur Verfügung.

CAD DATEIEN DOWNLOADEN:

20′ Fuß Standard Container CAD Zeichnung in 2D downloaden

20′ Fuß Standard Container CAD Zeichnung in 3D downloaden

40′ Fuß Standard Container CAD Zeichnung in 2D downloaden

40′ Fuß Standard Container CAD Zeichnung in 3D downloaden

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Einsatzgebiete der Seecontainer

Die Geschichte der Seecontainer begann damit, dass ein findiger Spediteur Möglichkeiten suchte, wie sich Waren schnell und effizient verladen lassen.

Hauptsächlich ging es ihm um die Beladung vom Lkw auf das Schiff und umgekehrt. Der Container war geboren und im Laufe der Zeit verbesserte sich das System stetig. Seecontainer sind weltweit genormt, was zu einer rasanten Beschleunigung der Transportkette führte und somit Zeit und Geld einsparte.

einsatzgebeite seecontainer

Heute wäre ein Alltag ohne die Stahlkolosse undenkbar. Der Warenumschlag an den internationalen Häfen findet hauptsächlich mit Frachtcontainern statt. Allein in Hamburg wurden im Jahr 2013 über 9 Millionen Standardcontainer umgeschlagen. Das bedeutet, dass Containerschiffe im Hamburger Hafen anlegten und die Fracht gelöscht (entladen) wurde oder dass von Hamburg aus Güter in Containern verschifft wurden. Allerdings werden nicht nur in Hamburg Waren in Containern umgeschlagen, die ganze Welt dreht munter an dem Karussell der großen, flexiblen Stahlboxen mit.

Doch die Einsatzgebiete von Seecontainern beziehen sich nicht mehr nur auf den internationalen Handel. Clevere Unternehmer sowie Privatleute erkannten den Nutzen, den ihnen die Stahldosen bringen können.

Dabei werden zwei Formen von Containern unterschieden: Standardcontainer und Spezialcontainer.

  • Standardcontainer dienen neu der Frachtbeförderung. Waren werden darin per Schiff und Lkw rund um den Globus transportiert.
  • Die Container, denen andere Aufgaben übertragen wurden, werden als Spezialcontainer bezeichnet. Schließlich erfüllen sie spezielle Aufgaben.

Im Folgenden finden Sie einen kleinen Auszug aus dem Portfolio eines Containers. Es würde ein komplettes Buch füllen, alle Einsatzgebiete aufzuzählen, da die Stahlriesen nahezu jeden Bereich abdecken könnten. Hauptsächlich werden Container tatsächlich in ihrem ursprünglichen Bestimmungsgebiet – der Fracht – eingesetzt, doch gerade in der Lagerhaltung eröffnete sich ein rasch wachsender Markt, dessen Ende nicht absehbar ist.

Auszug:

 in der Logistik

Wer an Frachtcontainer denkt, stellt sich meist einen Frachthafen oder ein Produktionsunternehmen vor. Dabei eignen sich Frachtcontainer hervorragend als Umzugshilfe. Nicht nur Auswanderer, die ihr gesamtes Hab und Gut auf einen anderen Kontinent transportieren möchten, finden mit einem 20 Fuß oder 40 Fuß Container eine ideale Lösung. Auch bei einem innerdeutschen Umzug kann der Containertransport eine günstige Alternative zu einer Umzugsspedition darstellen. Der ganze Vorgang überzeugt durch schlichte Professionalität: Der Kunde bestellt einen Container, der pünktlich dort abgestellt wird, wo es der Auftraggeber möchte. Zum vereinbarten Zeitpunkt wird der Container einfach wieder per Lkw abgeholt und exakt an den Platz verbracht, der vereinbart war. So können immense Kosten eingespart werden, was bei einem Umzug nicht unbedingt zu verachten ist. Ebenso einfach können eventuell Erbstücke von einem entfernten Ort geordert und angeliefert werden. Je nachdem, ob eine gewünschte Temperatur nicht über- oder unterschritten werden darf, kann ein dementsprechender Container bereitgestellt werden.

 zur Lagerung

Container sind hervorragende Lagerräume. Sie erleichtern den Alltag sowohl von Unternehmen als auch im privaten Bereich. Vielleicht möchten Sie Ihren wertvollen Oldtimer oder Ihre Motorräder über den Winter gut versorgt wissen? Container aufstellen, Fuhrpark rein, einbruchssicher verschließen – der Winter kann kommen. Oder Sie führen eine Firma, die stark von saisonalen Entwicklungen betroffen ist? Beispielsweise als Reifenhändler oder im Bereich von Marktverkäufen. Um sich kurzfristig etwas Lagerraum zu verschaffen, sind Container einfach absolut prädestiniert. Sie eigen sich zudem, um Auftragsspitzen aufzufangen oder um erwartete Lieferungen kurzfristig unterzubringen.

 als günstiges Materiallager

Ausrangierte Container werden sehr gerne als Stauraum oder Materiallager genutzt. Dadurch kann schnell ein Behältnis errichtet werden, ohne dass dafür extra ein Gebäude gebaut werden muss. In einem Container finden Maschinen ebenso ihren Platz wie beispielsweise das Material für eine Baustelle. Je nach Größe des Containers reicht der Platz für Maschinen oder sonstiges Zubehör, was täglich in Gebrauch ist, in der nacht jedoch sicher untergebracht werden sollte.

 als mobiler Büroraum

Ihre Tauglichkeit als Bürocontainer stellten die großen Stahlboxen schon oft unter Beweis. Als kurzfristige Lösung bei Bedarf stehen Bürocontainer ruckzuck an Ort und Stelle. Mit Fenster, mit Sanitärräumen und auf Wunsch sogar mit Pausenraum. Bürocontainer erfüllen immer dann ihren Zweck, wenn entweder aufgrund eines erhöhten Arbeitspensums Mehrbedarf an Personal entstand oder wenn die eigentlichen Büroräume nicht genutzt werden können. Stichwort Wasserschaden, Feuer oder sonstiges Ungemach.

 als Wohnraum

Wer bei dem Begriff „Wohncontainer“ an Flüchtlinge aus armen Ländern denkt, hat den Zug der Zeit verpasst. Längst hielten moderne Containerhäuser Einzug in die Wohnkultur. Sie sind modern, sie sind innovativ, sie sind designte Kreativität. Heizung, Wasser, Strom – alles vorhanden. Durch die Möglichkeit, mehrere Container aneinander zu bauen oder gar zu stapeln, ergeben sich frische Ideen in Sachen Wohnkultur – und das hat nichts mehr mit dem verschrobenen Eremiten irgendwo im Wald zu tun. Wohnraum, der aus Containern geschaffen wurde, präsentiert sich überraschend anders, aber immer innovativ und funktional. Zudem spielen natürlich die Kosten auch eine kleine Rolle, denn ein Containerhaus ist kostengünstig und erfüllt für viele Menschen den Wohntraum schlechthin.

Man unterscheidet hier zwischen der Konvertierung ausrangierter Seecontainer in Wohnraum und von Unternehmen bereits fertig produzierte Wohncontainer.

 auf der Baustelle

Wer kennt sie nicht, die Monteure und Bauarbeiter, die oft auf Baustellen in fremden Städten arbeiten? Ihre Pausen verbringen sie oft mitten auf der Baustelle. Wie gut, dass sie in einem Container wenigstens keinen Verzicht auf Komfort üben müssen, denn die Baustellencontainer sind meist mit allem ausgestattet, was eine normale Wohnung ebenso beinhaltet.

 zur Einhaltung der Kühlkette

Auf einer Messe, einem Fest oder einer sonstigen Veranstaltung leisten Kühlcontainer wertvolle Dienste. Sie lassen sich unkompliziert aufstellen und durch das integrierte Kühlaggregat halten sie die darin befindlichen Lebensmittel oder Getränke frisch. Selbst im privaten Rahmen kann es sich durchaus lohnen, einen Kühlcontainer für die Party zu mieten, je nach Größenordnung der Feier. Das Kühlaggregat lässt sich so einstellen, dass eine bestimmte Temperatur konstant gehalten wird, indem es sich selbstständig zu- und abschaltet. Reefer Container (so werden diese Boxen auch genannt) sind bereits ab 3900 Euro (gebraucht, Baujahr 1995) zu erhalten.

 Mobile Krankenstation

Bei großen Events ist die Bereitschaft von Rettungskräften Pflicht. Nicht immer liegt eine Klinik in der Nähe des Veranstaltungsortes. Aus diesem Grund sind mobile Krankenstationen eine sinnvolle Alternative, um Verletzten oder akut Erkrankten medizinisch zu helfen.

Fazit

Sie sehen, überall, wo kurzfristig vier Wände und ein Dach benötigt werden, sind Seecontainer eine echte Alternative. Wahlweise mit Hygieneräumen, mit Kühlung, mit Sozialräumen – was immer gewünscht wird, es ist machbar.Es gibt sogar mobile Swimmingpools. Seecontainer sind erstaunlich flexibel und belastbar. Den Möglichkeiten sind schier keine Grenzen gesetzt. Wo immer der Bedarf nach Platz und Raum besteht – in welcher Form auch immer – Seecontainer präsentieren eine Lösung.

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Die Container Herstellung

Fabrikarbeiter in China bei der Containerherstellung

Die Herstellung eines Seecontainers gehört zu jenen Produktionsabläufen, die wirklich interessant sind. Alles beginnt mit gigantisch großen Stahlrollen, die ähnlich einer Fadenrolle um sich selbst gewickelt sind, allerdings ohne eine Spule.
Herstellungsprozess Seecontainer in China

Bringen, schneiden, stapeln, säubern

Nach Anlieferung der Stahlrollen beim Containerhersteller werden diese abgeladen, entrollt und geglättet. Anschließend werden von der Rolle mittels einer gigantischen Schneidemaschine exakt bemessene Stücke abgetrennt. Ein Arbeiter achtet darauf, dass die einzelnen Platten am Ende sauber aufeinanderliegen und keine Störungen den Betriebsablauf behindern. Von Beginn des Abrollens bis zum abgeschnittenen Stück werden die Stahlplatten über ein Rollband befördert. Am Ende liegen die ganzen Platten sauber aufeinander und werden mit einem betriebsinternen Kran zum nächsten Arbeitsschritt befördert.

Mit einem Sandstrahler werden die Stahlplatten vom gröbsten Schmutz und Verunreinigungen befreit und anschließend grundiert. Der nächste Schritt besteht darin, der Stahlplatte die typischen „Wellen“ zu verpassen. Im Fachjargon spricht man von „Sicken“ und damit wird die Festigkeit des Containers erhöht. Zudem kann durch diese Bauart auf weitere Stabilitätsaspekte im Inneren des Containers verzichtet werden. Wären die Wände eines Containers in einer glatten Ausführung verbaut, würden diese sich relativ schnell nach außen hin verbiegen. Um es Ihnen kurz an einem Beispiel zu verdeutlichen: Nehmen Sie ein Blatt Papier und legen Sie es als Brücke auf je ein Buch an den Seiten. Nun legen Sie einen Stift oder sonst was auf die „Brücke“, die sich natürlich unter der „Last“ nach unten krümmen wird. Nun nehmen Sie das gleiche Stück Papier und falten Sie es wie eine Ziehharmonika zusammen. Anschließend ziehen Sie es nur ein wenig auseinander und benutzen es wieder als Brücke. Bleistift drauf – es hält.

 

Der Zusammenbau eines Seecontainers

 Die Dachplatten, der Boden und die Seitenwände werden letztendlich durch Schweißen miteinander verbunden. Doch alle Teile werden einzeln und separiert produziert.

 Um Festigkeit zu erhalten und vor allem, um die Verriegelungen für das spätere Stapeln beziehungsweise Verladen anzubringen, werden geschweißte Vierkantrohre an den Ober- und Unterseiten der Seitenwände angebracht. Mit einer Flex werden Schweißnähte und überstehende Stahl-Stücke entfernt.

 Für den Boden eines Seecontainers werden zahlreiche Querstreben mit den beiden Längsstreben verschweißt. Immerhin muss der Boden so einiges an Gewicht tragen und aushalten. Ist dieser Arbeitsschritt vollbracht, werden die Eckpfosten an den vier Ecken der Bodenplatte mittels Schweißen angebracht.

 Nun werden die Türen hergestellt, diese bestehen aus einem Rahmen und ge-wellten Stahlplatten. Sind alle Schweißpunkte sauber abgearbeitet, wird die Tür auf die Bodenkonstruktion gestellt und angeschweißt. Danach wird die Rückseite des Containers angeschweißt, gefolgt von den beiden Seitenwänden.

Sowohl von innen als auch von außen wird nun geschweißt und stetig kontrolliert, damit keine undichte Stelle den prüfenden Augen der Arbeiter entgeht.

 Das aus einzelnen Platten bestehende Dach wird zusammengefügt und wird zum Schluss auf den Container gesetzt und natürlich ebenfalls mit der Konstruktion verschweißt.

 Bevor es jedoch so weit ist, wird er nochmals grundiert, um Rost und Korrosion so lange wie möglich die Stirn bieten zu können. Danach wird er von innen und außen mit Farbe eingesprüht und jetzt geht es an die Lackierung der Bodenplatten, die ganz am Ende eingepasst werden.

 Liegen die Holzplatten auf dem Boden des Containers, werden maschinell die Löcher für die Bohrungen gesetzt. Immerhin sollen die Holzbodenplatten fest mit dem Stahlkonstrukt verbunden sein.

 Damit der Container geöffnet und verschlossen werden kann, fehlt letztendlich noch die Verriegelungskonstruktion. Es handelt sich dabei meist um einen Hebelmechanismus, mit dem die Türen sicher verschlossen werden können, jedoch leicht zu öffnen sind. Dichtungen aus Gummi sorgen dafür, dass der Container wasserdicht ist und keine Feuchtigkeit durch die Falze an den Türkanten eindringen lässt.

 Eine weitere Kontrollrunde wird dazu genutzt, überstehende Schrauben mit einem silikonähnlichen Dichtmittel abzudichten, damit sich niemand verletzt. Zudem wird der Boden von außen versiegelt, damit er wasserdicht ist.

 Jetzt fehlen nur noch die Beschriftungen auf dem Äußeren des Containers. Diese werden mittels Aufklebern oder Farbe aufgebracht. Ebenso die Nummer, anhand derer er einzigartig wird, das sogenannte „Prefix“.

Der finale Arbeitsschritt besteht darin, den fertigen Container in eine Art Waschhalle zu verbringen, wo er ordentlich mit Wasser übergossen wird. Versiegt der immense Wasserstrom, werden die Türen geöffnet und ein verantwortlicher Mitarbeiter der Produktionsfirma prüft das Innere des Containers penibel auf einen eventuellen Wassereintritt. Ist alles in Ordnung, kann der Container seine Reise um die Welt beginnen.

 

Fazit

Ein Container ist ein Qualitätsprodukt, dessen Herstellung etliche einzelne Arbeitsschritte beinhaltet. Obwohl die meiste Arbeit maschinell erledigt wird, ist das prüfende menschliche Auge absolut unverzichtbar. Die Standardmaße eines Containers stellen bei der Fertigung einen großen Vorteil dar, denn die Maschinen müssen nicht verstellt werden, um ständig neue Maße einzugeben. Sie interessieren sich für einen Neukauf? Aktuelle Angebote finden Sie in unserem Marktplatz!

Über den Autor

Andreas Atrott
Andreas Atrott
Über 12 Jahre Erfahrung in der Container Branche. Neben dem Containerhandel mit 3000+ Kunden verwandelt er mit seinem Team aus Containern spannende Umbauprojekte. Herr Atrott ist Gründer & Geschäftsführer der Containerbasis GmbH mit Sitz in Hamburg. Weitere Infos zu Herrn Atrott findest du hier.
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Geschichte der Container

malcom mclean schwarz weiß foto

Am Freitag, den 14. November 1913 erblickte in der kleinen Gemeinde Maxton im amerikanischen Bundesstaat North Carolina ein Junge das Licht der Welt. Das an sich mag nichts Besonderes sein, doch dieser brüllende Säugling würde rund 43 Jahre später die Transportwelt revolutionieren. Und das ist etwas ganz Besonderes. Die Geschichte der Seecontainer nahm wie so vieles in den Vereinigten Staaten ihren spektakulären Anfang und der Erfolg der Blechriesen ist bis heute ungebrochen. Mehr noch, Seecontainer erleben seit Jahren einen sagenhaften Boom – nicht nur in der Transportbranche, doch eines nach dem anderen.

 

Wer hat`s erfunden?

Zurück zum Freitag, den 14.11.1913. Der Neugeborene wurde von seinen Eltern auf den Namen „Malcolm McLean“ getauft. Er selbst änderte die Schreibweise seines Vornamens von „Malcolm“ in „Malcom“ um, der schottischen Schreibweise des Namens. Er besuchte die Highschool und begann alsbald damit, an einer Tankstelle zu jobben und das verdiente Geld zu sparen.

Im Alter von gerade einmal 21 Jahren erwarb er einen gebrauchten Lkw und gründete mit seinen Geschwistern Jim und Clara eine Spedition. Der kleine Fuhrmannsbetrieb bekam zu Beginn Fahraufträge von Tabakunternehmen und so verdienten die Drei ihre Dollars hauptsächlich mit dem Transport von dem Rauchkraut. Malcom gehörte zu jenen Firmengründern, die sich nicht zu schade waren, selbst hart zu arbeiten, er saß selbst hinter dem Steuer seines Trucks und fuhr Güter von A nach B. Doch eines ärgerte ihn: die langen Wartezeiten bei der Entladung. Das war damals so, das ist heute so. Jedenfalls schien Malcom sich während dieser langen Wartezeiten Gedanken gemacht zu haben, wie man diesen Zustand verbessern könnte.

Da der Junge auf Zack war, fiel ihm natürlich etwas ein: Statt mühsam Kiste für Kiste, Sack für Sack vom Lkw zu hieven, zum Schiff zu tragen, dort abzulegen, wäre es doch viel sinnvoller, eine gigantische Kiste samt komplettem Inhalt auf das Schiff zu packen. Der Empfänger irgendwo auf der Welt könnte diese Riesenkiste ebenfalls mit wenigen Handgriffen auf seinen Lkw laden und die Waren ihrem endgültigen Bestimmungsort zuführen. Ohne große Ladearbeit, ohne immensen Zeitverlust. Die Idee der Seecontainer war geboren und verlangte nach Ausfeilung.


Wer soll das bezahlen?

Malcom überlegte, dass seine Idee sogar den Zugverkehr beeinflussen könnte. Immerhin wäre es möglich, Güterzüge mit wenig Aufwand so auszurüsten, dass diese ebenfalls die großen Kisten verladen könnten. Doch es war wie verhext – niemand wollte dem jungen Unternehmer Geld geben, um die Idee zu realisieren.

Da aus dem kleinen Fuhrunternehmen der Geschwister McLean im Laufe der Zeit eine stattliche Spedition mit knapp 1.800 Fahrzeugen entstanden war, entschied sich Malcom im Jahre 1955 dazu, seine Anteile an dem Unternehmen zu veräußern und erwarb dafür eine kleine Reederei, die Pan-Atlantic Steamship Company.

Offensichtlich waren noch einige Dollars übrig, denn Malcom kaufte von der Marine noch gleich zwei gebrauchte Tanker, die er nach seinen Vorstellungen zu Containerschiffen umbauen ließ. Ihm blies ein scharfer Wind der Gewerkschaften und der konkurrierenden Unternehmen ins Gesicht, doch das konnte ihn nicht mehr aufhalten.

 

 

 

Die Jungfernfahrt der Seecontainer

Am Donnerstag, den 26. April 1956 schickte er sein erstes Containerschiff mit dem klingenden Namen „Ideal X“ vom Hafen Newark (Bundesstaat New Jersay) auf die Reise nach Houston in Texas. Die Zeit verging, Malcoms Unternehmen wuchs und die Container erregten immer mehr Aufmerksamkeit. Bereits 1957 gab es die ersten Liniendienste und im Jahre 1960 wurde Pan Atlantic in „Sea-Land Corporation“ umbenannt. Ende der 1960er Jahre verkaufte Malcom seine Firma an die R. J. Reynolds Tobacco Company, um sich neuen Ideen in der Transportbranche zu widmen. Übrigens – das einstige Unternehmen des Gründers Malcom Mclean gibt es bis heute, denn die dänische Unternehmensgruppe Mærsk übernahm es im Jahre 1999. Mærsk ist heute die weltweit größte Reederei, wenn es um die Containerschifffahrt geht.

Zurück zu Malcom. Seine Erfolgsgeschichte reicht bis ins Jahr 2001, denn bis zu diesem Zeitpunkt führte er im Alter von 87 Jahren die Geschicke von der Reederei Trailer Bridge. Am 25.Mai 2001 starb Malcom McLean in Manhatten, New York, USA. Sein Leben begann an einem Freitag und sein Leben endete an einem Freitag.

Der erste Container in Deutschland

Am Sonntag, den 15.Mai 1966 trudelte die „MS Fairland“ im Hafen von Bremen ein. Ihre Ladung bestand aus 99 Containern. Es waren die ersten Seecontainer, die nach Deutschland transportiert wurden – und kaum jemand interessierte es. Die „Experten“ der Schifffahrt hatten mächtige Zweifel und wollten nicht an den Erfolg der Stahlkolosse glauben. Doch immer mehr Transporteure erkannten die Genialität des Systems und so mussten selbst die größten Zweifler zugeben, dass die Zukunft auf dem Transport der Container basieren würde.

Und heute?

Der internationale Handel wäre ohne Container undenkbar. Mehr als 95 Prozent des weltweiten Warenumschlags werden mit Seecontainern abgewickelt. Eine genaue Zahl gibt es nicht, doch Schätzungen zufolge befinden sich weit über 100 Millionen Seecontainer rund um den gesamten Globus in Bewegung. Sie wurden von der ISO standardisiert. Nahezu jeder kennt Begrifflichkeiten wie den „20 Fuß oder 40 Fuß Container„. Mittlerweile wohnen oder arbeiten sogar Menschen in Containern und das nicht immer nur als Notlösung für Flüchtlinge oder sonstige Übergangssituationen. Das Leben wäre ohne Container schier undenkbar, so sehr beeinflussen sie heute unseren Alltag. Dank und Ehre an Malcom McLean, dessen Leistungen im Jahre 2004 in die Logistik Hall of Fame aufgenommen wurde. Zurecht.

Über den Autor

Andreas Atrott
Andreas Atrott
Über 12 Jahre Erfahrung in der Container Branche. Neben dem Containerhandel mit 3000+ Kunden verwandelt er mit seinem Team aus Containern spannende Umbauprojekte. Herr Atrott ist Gründer & Geschäftsführer der Containerbasis GmbH mit Sitz in Hamburg. Weitere Infos zu Herrn Atrott findest du hier.
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